Rückblick
Bischof Voigt: Gebetsaufruf für die Menschen im Iran
Der Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen (SELK), Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), ruft zum Gebet für die Menschen im Iran auf. Gegenüber SELK-Aktuell äußert er sich: „Am vergangenen Sonntag besuchte ich die Zionsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Hamburg und die dortigen Gemeindeglieder mit iranischen Wurzeln teilten ihre schweren Sorgen. Unsere Gemeindeglieder, die im Iran geboren wurden, bangen in diesen Tagen um ihre Angehörigen im Iran. Das islamistische Mullah-Regime schlägt mit aller Härte zu und die Bilder der Leichensäcke in den Kliniken und auf den Straßen wecken Trauer und tiefe Besorgnis bei uns.
Wir leiden und beten mit euch, liebe Brüder und Schwestern! Die lutherische Kirche übt zurecht eine große Zurückhaltung in politischen Äußerungen. Dennoch ist es mein sehnlicher Wunsch, dass auch im Iran Glaubensfreiheit, Meinungsfreiheit und politische Mitbestimmung möglich werden, damit die Menschen dort wieder sicher leben und das Evangelium frei verkündigt werden kann.
„Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt.“ So lehrt uns die Heilige Schrift (Hebräer 13,3). Deshalb bitte ich die Gemeinden der SELK, in diesen Tagen besonders um Fürbitte für die Menschen im Iran und unsere persischen Gemeindeglieder hier in Deutschland.
Lasst uns beten: Herr Gott, himmlischer Vater, du lenkst und regierst alle Völker. Wir bitten dich um ein Ende des Blutvergießens im Iran. Wir bitten dich um Veränderungen dort, damit die Botschaft von Jesus Christus, deinem Sohn, auch im Iran frei verkündigt werden kann und die Menschen wieder genug zum Leben haben. Wir bitten dich für unsere Brüder und Schwestern im Glauben, die sich Sorgen um ihre Angehörigen machen: Bewahre die Familien vor Unheil, tröste alle Besorgten und Trauernden. Wir bitten dich, sei allen Menschen nahe, die unter Krieg, Terror, Verfolgung, Hunger und Kälte leiden. Schaffe Hilfe in allen Nöten. Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn. Amen.“
Auch unter uns in St. Marien sind Gemeindeglieder mit iranischen Wurzeln. Auch sie machen sich Sorgen und Gedanken um ihre Familienangehörigen im Iran.
Im Rückblick: Taizé-Andacht im November und in der Vorschau: Einladung zum 28. Februar
„Bei Gott bin ich geborgen, still wie ein Kind; bei ihm ist Trost und Heil. Ja, hin zu Gott verzehrt sich meine Seele, kehrt in Frieden ein.“ Diese Worte aus dem 62. Psalm wurden in der vergangenen Taizé-Andacht am 22. November spürbar und deutlich: In seinem Haus geborgen. Still werdend an diesem Abend. Seinen Trost und sein Heil spürend. Ihm nahe seiend und seinen Frieden erfahrend. So kamen wir zusammen; zum Singen, zum Beten, zum Innehalten.
Dazu laden wir auch wieder am Samstag, dem 28. Februar 2026, um 18.00 Uhr herzlich ein - Gott auf diese besonders ruhige Weise zu begegnen - in Worten, im Gesang, in der Stille und im Gebet.
Ewigkeitssonntag mit musikalischer Begleitung
Am Ewigkeitssonntag, dem 23. November, gedachten wir unserer Verstorbenen in St. Marien. Für jeden einzelnen von ihnen wurde ein Licht entzündet. Zur musikalischen Ausmalung dieses besonderen Gottesdienstes musizierten sowohl der Posaunenchor als auch Herr B. an der Orgel und ein Projektchor unter der Leitung von Annette L. Alle Stücke und Texte hoben Gottes Ewigkeit in besonderer Weise hervor und ließen sein Licht in diesem Gottesdienst und auch im Anschluss draußen auf dem Vorplatz mit erscheinen. „Morgenglanz der Ewigkeit, Licht vom unerschaffnen Lichte, schick uns diese Morgenzeit deine Strahlen zu Gesichte, und vertreib’ durch deine Macht unsre Nacht.“
Adventliches Beisammensein
Am zweiten Advent, dem 7. Dezember, wurde im Anschluss an den Gottesdienst zum Adventsbeisammensein eingeladen. Im wunderschön geschmückten und eingedeckten Gemeindesaal gab es ein gemeinsames Mittagessen und Kaffeetrinken mit Zeit für Gespräche und gemeinsames Singen. Fröhlich wurden dazu Advents- und Weihnachtslieder nach Wunsch ausgewählt und auch ein Gedicht verlesen. Von Herzen DANK sei allen gesagt, die zu diesem Tag auf so vielfältige Weise beigetragen haben! Und nachdem unser Gemeindeglied Heinz R. später noch einmal zurückkam, als fast alles schon aufgeräumt war, wurden die Gesangbücher einfach wieder hervorgeholt und mit ihm zusammen noch ein paar Lieder gesungen! „Tochter Zion, freue dich! Jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir! Ja, er kommt, der Friedefürst! Tochter Zion, freue dich! Jauchze laut, Jerusalem!“
Erste-Hilfe-Kurs in St. Marien
Am Samstag, dem 13. Dezember 2025, trafen sich in den Gemeinderäumen unserer Kirchengemeinde zehn angehende Ersthelferinnen und Ersthelfer zu einem Ganztageskurs, darunter auch unsere beiden Pastoren. Der Referent Benjamin M. betonte die Bedeutung von Ersthilfe in Notlagen und gab Raum für Fragen. Schon die ersten Übungen brachten konzentrierte Stille, doch bald wuchs Neugier, Zuversicht und ein gemeinsamer Sinn. Im Mittelpunkt standen lebensrettende Maßnahmen wie stabile Seitenlage, korrekter Umgang mit Bewusstlosen, Defibrillator-Einsatz sowie einfache Schock- und Atemhilfen. Unter fachlicher Anleitung übten alle Teilnehmer praxisnah und erhielten Feedback. Zwischendurch gab es Austausch, Erfahrungen aus dem Ehrenamt und offene Gespräche. Der Kurs verband Ernsthaftigkeit mit Spaß, Humor und einer herzlichen Atmosphäre des Miteinanders. Am Ende erhielten alle eine Teilnahmebescheinigung. Die Teilnehmenden gingen mit dem sicheren Gefühl nach Hause, im Notfall selbstbestimmt handeln zu können und so unsere Gemeinde ein Stück sicherer zu machen.
Adventssingen in Berlin
Am 6. und 13. Dezember konnte wieder ein Adventssingen stattfinden. Mehrere Gruppen von Sängern aus den Berliner Gemeinden zogen an diesen beiden Samstagen durch unsere Stadt, um alte und kranke Gemeindeglieder, die z. T. nicht mehr zu den Gottesdiensten kommen können, zu besuchen. Es wurde gemeinsam gesungen, aus der Bibel gelesen und gebetet. Durch diesen Dienst wurde in dieser so besonderen Zeit so viel Liebe, Freude und Segen in die Herzen und Wohnungen der Besuchten gebracht! Dafür sei allen Sängern sowie Herrn Johann W. für die Organisation von ganzem Herzen gedankt!
Rückblick rund um das Heilige Christfest: Stern für andere sein!
Die Adventszeit bereitet uns auf die Geburt Jesu Christi vor. So haben wir unter anderem die vier Adventssonntage genutzt, um uns über die Arbeit der Lutherischen Kirchenmission in Brasilien zu informieren. Hierzu diente eine internetbasierte Videokonferenzschaltung zu Andrea Riemann, einer Mitarbeiterin unserer Lutherischen Kirchenmission. Sie berichtete an den vier Abenden über ihre Arbeit im Kinder- und Seniorenheim in Moreira, dem Projekt „Sonnenstrahl“ in den „Drei Schulen der Armen“ in Canoas und ihrer Start-Up-Tätigkeit bei Kinderbibelwochen im Norden Brasiliens. „Wem können wir Stern zum Kind in der Krippe sein?“, fragte Andrea Riemann und wies mit dieser Frage am vierten Advent auf das Kind in der Krippe hin. Denn heute sind wir als Christen aufgerufen Menschen den Weg zur Krippe zu weisen.
In die Krippenspielandacht ließen sich viele Familien mit ihren Kindern, aber auch Großeltern und viele andere Menschen rufen. Nach vielen schönen Liedern zur Weihnacht und dem Evangelium aus einer Kinderbibel gelesen, folgte die Kinderpredigt von Pfarrer Markus Büttner. Dabei ging er der Frage nach, wie man Jesus findet, da der Stall in Bethlehem keine Adresse hat. Dennoch finden Hirten und Weise aus dem Morgenland den Weg in Stall. Gott schickt ihnen Zeichen. Den Weisen den Stern und den Hirten wurde durch den Engel gesagt: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Auch wenn viele Kinder in Windeln gewickelt sind, liegen sie sonst nicht in einer Futterkrippe. „Jesus finden! Darum geht es zu Weihnachten.“, weiß unser Pastor Büttner. „Hat er denn heute eine Adresse, einen Straße mit Hausnummer? Nein, natürlich nicht. Jesus ist im Himmel, aber er ist auch unter uns hier auf der Erde. Wenn wir sein Wort hören, in der Bibel lesen, ihm glauben, Beten, – auch mit anderen Christen beispielweise in der Familie – dann ist er da. Er hört uns zu, wenn wir im Gespräch mit ihm sind. Er kommt im Heiligen Abendmahl zu uns.“ Abschließend machte Pfarrer Büttner darauf aufmerksam, dass uns das Geschenkpapier daran erinnert, dass Jesus in Windeln gewickelt ist und wir ihn als unser größtes Geschenk in unserem Leben bekommen. „Wenn ihr nachher die Geschenke auspackt, dann erinnert euch doch an Jesus, an das Kind in der Krippe in Windeln gewickelt. Packen wir Jesus aus. Er bringt uns die Weihnachtsfreude.“
Nach der Predigt folgte das Krippenspiel. Der große Moment für die Krippenspieler war gekommen. Da „Joseph“ kurzfristig krank geworden ist, musste Anja Tschirsch einspringen. Groß und Klein haben die Geschichte von der Geburt Jesu Christi mit so viel Freude nachgespielt und die Zuschauer ins Geschehen mitgenommen. Allen Krippenspielern und denen, die das Krippenspiel organisiert und eingeübt haben, sei ganz herzlich gedankt: Anja und Andreas T. sowie Jani W. Dann schloss sich fast nahtlos das Weihnachtssingen vor der Kirche mit unserem Posaunenchor an. Es ist eine kleine Andacht vor der Kirche mit Chorälen, einer Weissagung, einer biblischen Lesung, Gebet und Vaterunser. Immer wieder bleiben auch Passanten kurz stehen, um sich von der Weihnachtsbotschaft für einen kurzen Moment mitnehmen zu lassen. Es ist auch ein kurzer Ort der Begegnung zwischen den Besuchern der Krippenspielandacht und der liturgischen Vesper. Trotz eisiger Kälte bei Minustemperaturen war diese Andacht sehr gut besucht.
In der liturgischen Vesper begleitete neben unserem Organisten Herrn St. auch unser Posaunenchor die Choräle und Oliver Schöne auch Teile der Liturgie. In der liturgischen Vesper predigte Pfarrer Büttner über Hesekiel 37,24-28. Er zeigte auf, wie sich das, was der Prophet Hesekiel prophezeit hat, in Jesus Christus erfüllt hat. Gott hält sein Wort, auch wenn die Erfüllung seiner Zusagen Zeit in Anspruch nimmt. In allen Gottesdiensten am Heiligen Abend ist für die Lutherische Kirchenmission gesammelt worden. Vielen Dank! Gott segne Geber und Gaben.
Die Weihnachtsfreude setzte sich am 1. Weihnachtsfeiertag mit einem Festgottesdienst fort, in dem unser zweiter Pfarrer, Pastor Christoph Schulze, die Festpredigt hielt und Pfarrer Büttner mitwirkte. Schön, dass unsere beiden Pastoren gemeinsam diesen Gottesdiensten haben mit uns feiern können. Kirchenmusikalisch reich ausgestaltet wurde der Gottesdienst von Annette Lossin.
Den 2. Weihnachtsfeiertag, musikalisch ausgestaltet von Frau Dr. Barbara K., begingen wir traditionell als Gedenktag des Erzmärtyrers Stephanus und gedachten in der Fürbitte der verfolgten Christen, die heute die größte Gemeinschaft sind, die auf der Welt benachteiligt und verfolgt werden. Auch dieses ernste Thema gehört mit zu Weihnachten, führt es uns doch zum Kern von Weihnachten: Jesus Christus ist in diese leidzerrissene und verlorene Welt gekommen, um sie zu retten. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit!
„Gott unter uns“ - ICU-Gottesdienst am 11. Januar
Am 11. Januar fand der erste ICU-Gottesdienst in diesem Jahr statt. Er folgte in den Gebeten, Lesungen, Liedern und auch der Predigt dem Thema „unter uns“: Gottes Stern, der einst die Weisen zu Krippe führte, scheint auch heute noch mitten unter uns. Unser Herr Jesus Christus ist mitten unter uns - mit seinem Licht, mit seiner Liebe, in der Heiligen Taufe, durch sein Sterben am Kreuz und in seinem Heiligen Abendmahl. Mögen wir dieser Stern für all diejenigen sein, die noch nichts von Gott wissen. Denn - jetzt mal unter uns: Wir haben es doch echt gut, dass wir einen solchen Herrn unter uns haben, der uns so reicht beschenkt! Und davon dürfen alle wissen! Im Anschluss an diesen segensreichen Gottesdienst, der musikalisch so schön an Klavier und Orgel und erstmalig auch von unserem Posaunenchor begleitet wurde, fanden sich die Gottesdienstbesucher noch zu „Coffee and Juice“ und für die traditionelle ICU-Verlosung im Gemeinderaum ein. Die fröhliche und herzliche Gemeinschaft
ließ auch dort Gottes Licht und Liebe unter uns sichtbar erscheinen.
Der nächste ICU-Gottesdienst findet am Sonntag, 26. April statt. Wir freuen uns heute schon auf Ihr Kommen zu diesem „Gottesdienst mal anders“.
