Rückblick


Gemeindeleben mit Corona – Ein kurzer Rückblick
Mit diesem Pfarrbrief gehen wir in den Herbst 2020. Wir wissen nicht, wie sich die Corona-Krise entwickeln wird. Jedoch konnten wir in den vergangenen Monaten Gottesdienste feiern, das Wort Gottes hören, in der Beichte die Vergebung Gottes zugesprochen bekommen und Christi Leib und Blut im Heiligen Altarsakrament empfangen.
Zurzeit (Stand: 27. September 2020) feiern wir unsere Gottesdienste als Beicht- und Sakramentsgottesdienste, um 9.30 Uhr und um 11.30 Uhr. Herzliche Einladung. Die Formen der Gottesdienste entsprechen der Verordnung des Berliner Senats. Sie werden entsprechend der aktuellen Verordnungen jeweils angepasst. So wird im ersten Gottesdienst um 9.30 Uhr gesungen, da während des gesamten Gottesdienstes das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes verpflichtend ist, während im zweiten Gottesdienst um 11.30 Uhr eine Maske getragen werden kann, wir aber auf Gemeindegesang verzichten müssen.
Auf die bestehende Abstandsregel wird weiter in den Gottesdiensten geachtet. Dennoch haben die Gottesdienste alles das, was zum Heil nötig ist. Der Dreieinige Gott kommt mit seinem Wort in den Lesungen und in der Predigt, tritt in der Beichte vergebend hinzu und wendet sich im Heiligen Altarsakrament dem Kommunikanten freundlich zu. Darum lassen Sie sich von Gott zum Gottesdienst einladen. Herzlich willkommen!
Gemeindeveranstaltungen, Konfirmandenunterricht und Proben von Posaunenchor sowie Flötenkreis sind wieder unter je eigenen Hygienekonzepten angelaufen. Hoffen und beten wir, dass der Dreieinige Gott dieser Pandemie bald ein Ende setze und wir zurückfinden in ein geregeltes und geordnetes Leben.



Gemeindefest 2020: Anders - aber schön!
Erster Open-Air-Predigtgottesdienst in der Gemeindegeschichte
Am 23. August konnten wir unter Corona-Bedingungen unser diesjähriges Gemeindefest bei angenehmen Temperaturen feiern. Hierzu wurde eigens ein Hygienekonzept erarbeitet und umgesetzt. Begonnen haben wir mit den Beicht- und Altarsakramentsgottesdiensten. Pfarrer Büttner predigte über das für diesen Sonntag vorgesehene Bibelwort vom Pharisäer und Zöllner im Tempel.
Zunächst konnten sich die Gottesdienstbesucher des ersten Gottesdienstes draußen bei Bratwurst, Wiener Würstchen, Salaten und Getränken stärken. Anschließend wurden die Besucher des zweiten Gottesdienstes am Platz mit den Köstlichkeiten bedient. So war das für dieses Gemeindefest ins Leben gerufene Service-Team fester Bestandteil des Hygienekonzeptes. Die Besucher des  Gemeindefestes wurden an ihren Platz geführt. Bestellungen sind vom Service-Team entgegengenommen worden. Zügig wurden die Bestellungen an die Plätze gebracht.
Weil aufgrund der Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie der Familiengottesdienst gemeinsam mit unserem Kindergarten am 16. August leider ausfallen musste, wurde der Abschlussgottesdienst zum Gemeindefest um einige Elemente aus dem Familiengottesdienst ergänzt.
Anders als sonst üblich ist der Abschluss des Gemeindefestes anstelle einer Vesper in der Kirche mit einem Predigt-Singe-Gottesdienst, der draußen unter den neu angeschafften großen Zelten stattfand, zu Ende gegangen. Begleitet wurden wir von unserem Posaunenchor unter Leitung von Herrn E. und Annette L. am Piano. Die Kinder unseres Kindergartens hatten das Lied „Gott, dein guter Segen ist wie ein großes Zelt“ eingeübt und sangen zunächst zwei Verse gemeinsam mit der Gemeinde, um dann weitere Verse zusammen mit den Erziehern zu singen. Begleitet wurden sie auf der E-Gitarre von unserem Erzieher Herrn Mathias B. In der Kinderpredigt brachte Pfarrer Büttner den Kindern – aber auch der ganzen Gemeinde – die Bedeutung des Segens anhand der Berufung Abrahams nahe. Den Einschulungskindern aus dem Kindergarten und unserer Mariengemeinde wurde dann unter Handauflegung der Segen Gottes zugesprochen.
Als Gäste konnten wir das Jugendmitarbeitergremium unseres Kirchenbezirks sowohl im ersten Gottesdienst als auch auf dem Gemeindefest begrüßen. Im Gottesdienst haben sich die Jugendlichen musikalisch eingebracht und den Gottesdienst mit ihrer Musik zum Lob Gottes und zu unserer Freude bereichert. Allen, die zum Gelingen dieses Festes unter erschwerten Bedingungen beigetragen haben, sei herzlich gedankt: Denen, die dieses Fest geplant und organisiert haben, dem Grill-Team, das erstmals im Einsatz war, das Service-Team, den Musikern in den Gottesdiensten, dem Auf- und Abbau-Team und den Erziehern unseres Kindergartens.



Gemeindeausflug nach Wittenberg
„Eine Stadtführung durch die Lutherstadt Wittenberg mit Bischof Dr. Schöne wäre so toll ...“ - dieser lang gehegte und immer wieder einmal geäußerte Wunsch ging am 26. September für ca. 30 Gemeindeglieder und Gäste unserer Mariengemeinde in Erfüllung. Nach der Begrüßung durch Pastor Dr. Wilhelm Weber, den Leiter der Alten Lateinschule, predigte Bischof Schöne in der dortigen Kapelle über den Wochenspruch dieser zuende gehenden Woche: „Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5,7).
Bischof Schöne begann seine theologischen Ausführungen in der Stadtkirche. Hier erläuterte er den berühmten dreiflügeligen „Reformations-Altar“.
Wir wandelten weiter auf den Spuren Luthers und der Reformation und sahen das Melanchthonhaus, die Alte Universität, an der Luther studiert und gelehrt hat, das Cranach-Haus und den Cranach-Hof und natürlich die Schlosskirche mit der Thesentür. Zu allem referierte Bischof Schöne in seiner fundierten, charmant-einprägsamen Weise die wichtigsten Ereignisse und Geschichten.
Zum Abschluss eines interessanten und harmonischen Tages feierten wir in der Kapelle der Alten Lateinschule gemeinsam die Vesper. Pastor Weber predigte fröhlich und kraftvoll vom Trost, der Christus ist und den er schenkt - damit schloss sich der Kreis zur Morgenandacht.
Christiane P.