Rückblick


Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne heimgerufen


Mors CHristi mors est meae mortis
quia ille mortuus est ut ego viverem
(Inschrift im Dom zu Ratzeburg)

CHRISTUS der HERR rief am 22. September 2021 Seinen Diener, Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D., aus dieser Zeit zu sich in die Ewigkeit. Das ewige Licht leuchte ihm. Er möge nun das schauen, was er geglaubt, gelebt und gepredigt hat. Noch am 19. September konnte er in unser St. Marienkirche die Predigt halten.
Die Beisetzung fand am 9. Oktober 2021 auf dem Friedhof Zehlendorf statt.

Es ist die Bitte des Verstorbenen, von Blumen und Kränzen vollständig abzusehen. Stattdessen mag man eine Spende für die Ev.-Luth. Kirche Lettlands geben. Kontoverbindung: Ev.-luth. St. Marien-Gemeinde
IBAN: DE89 1001 0010 0189 9201 00 | Postbank Berlin | BIC: PBNKDEFF | Stichwort: „Lettland“

Wir als Gemeinde, aber auch ich persönlich haben Gott zu danken, was ER durch Bischof Schöne gewirkt und getan hat. Der Familie – besonders Frau Schöne – wünsche ich Gottes Trost und den Beistand des Heiligen Geistes.



Ein gelungenes Gemeindefest

Am Sonntag, dem 15. August 2021, fand das Gemeinde-Sommerfest statt. Der Tag begann mit zwei Festgottesdiensten am Vormittag und setzte sich bei strahlendem Sonnenschein im Garten und auf dem Hof fort. Viele Zelte spendeten dort Schatten und boten Platz zum Verweilen. Das Grill- und Service-Team verwöhnte alle Anwesenden mit leckeren Köstlichkeiten. Für die Kinder gab es Möglichkeiten zum Basteln, Toben auf der Hüpfburg und Spielen im großen Garten.
Im Open Air-Gottesdienst zum Abschluss des Tages sang unser Kindergarten, und Pastor Büttner segnete sowohl die Schulanfänger als auch alle anderen Schüler. Die Predigt hielt - wie auch am Morgen – Gastprediger Pastor Michael Schätzel und brachte kleinen und großen Gottesdienstbesuchern auf wunderbare Weise die Bedeutung des Segens aus dem 4. Buch Mose im 6. Kapitel, 24-26 näher: „Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.“
Diesen Segen durften wir während des Gemeinde-Sommerfestes in vielerlei Hinsicht erfahren. Wenngleich dieser Tag auch von Hygienemaßnahmen durch die Corona-Pandemie und manche Sorge begleitet war, schenkte er der Gemeinde und allen Besuchern Gottes Wort, Gesang und Lachen, Zeit für Gespräche und Beisammensein, köstliche Verpflegung und ein großes Miteinander sowie herrliches Wetter und sorgte für strahlende Gesichter und Freude in den Herzen.
Für diesen Segen können wir Gott sehr dankbar sein und auch all denen, die so fleißig mitgeholfen und geplant, eingekauft, gebacken und gebraten, geputzt, auf- und abgebaut, serviert, unterstützt und vieles mehr für das Gelingen dieses Tages getan haben - DANKE!
Annette L.



Kindertreff: Ruf in die Nachfolge
Am 28. August konnte der erste Kindertreff seit vielen Monaten wieder stattfinden, wenn auch anders als wir ihn bisher durchgeführt hatten.
Wir haben uns nachmittags für zwei Stunden draußen im Kirchgarten getroffen. Gekommen waren 16 Kinder, die augenscheinlich gern dabei waren und ihre Freude hatten. Herr F. hat Tische und Bänke aufgestellt, sodass jeder bequem bei schönem Wetter – anders als vom Wetterbericht vorhergesagt – sitzen konnte.
Begonnen haben wir mit einer kleinen Andacht, um dann die Geschichte von der Berufung des Petrus zu hören. Nachdem Pfarrer Büttner als Petrus verkleidet die Geschichte erzählt hatte, wurde gebastelt, gesungen und gespielt. Zur Stärkung hat Frau F. reichlich Obst aufgeschnitten, das gern von den Kindern gegessen wurde. Nach der Schlussandacht gab es noch Eis für alle. So sind zwei Stunden wie im Flug vergangen.
Herzlich Dank allen, die mitgewirkt haben.



Gemeindefahrt zum Kloster Zinna
Am 11. September ging die diesjährige Gemeindekirchfahrt zum Kloster Zinna, das etwa 80 km südlich von Berlin liegt. Das Kloster selbst ist eine Gründung des Zisterzienserordens aus dem Jahr 1171 und bestand gut 400 Jahre. Es umfasste über die eigentliche Klosteranlage hinaus ein recht großes Gebiet mit 39 Dörfern, 14 Mühlen, 4 Schäfereien und einigen Weinbergen. Nach der Reformation im Jahr 1517 kam es zu Auflösungstendenzen, so dass der Klosterbetrieb im Jahr 1553 eingestellt wurde.
Zehn Gemeindemitglieder hatten sich bei durchwachsenem Wetter nach Kloster Zinna aufgemacht. Vor Ort gab es eine Führung durch das noch erhaltene Siechenhaus, also die damalige Krankenstation der Mönche. Auf Schautafeln wurde der Einsatz von Kräutern zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten erklärt.
Im Mittelalter bestand das Klosterleben der Mönche aus einem strengen Zeitplan, das erste Gebet des Tages war früh morgens um 02.00 Uhr, ihm folgten noch neun weitere Stundengebete, zwei Mahlzeiten pro Tag, wobei das Frühstück erst um 11.00 Uhr erfolgte und ab 20.00 Uhr herrschte wieder Bettruhe.
Damals wurde bereits auf Basis der Kräuter der Klosterheilkunde in Zinna ein Kräuterschnaps von den Mönchen entwickelt, der bis
heute noch in dem Siechenhaus produziert wird und von den Gemeindemitgliedern verkostet werden konnte.
Frau R., die örtliche Kirchenvorsteherin, empfing uns dann in der großen Klosterkirche, gab zu vielen Details des Kirchenschiffs sachkundige Informationen und feierte mit uns eine kleine Andacht als Laienpredigerin. Gesungen wurde ohne Orgelbegleitung, so war die Akustik des Kirchenschiffs gut erkennbar.
Die evangelische Kirchengemeinde Kloster Zinna hat keine eigene Pfarrstelle, sondern teilt sich diese mit den umliegenden Dörfern und Städten. Deshalb ist eine Kirchenvorsteherin auch befugt eine Andacht bei Abwesenheit des Pfarrers abzuhalten.
Der Besuch endete mit einem gemeinsamen Mittagessen in der gegenüber gelegenen Klosterschänke, das auch eine gute Gelegenheit bot, sich über den Besuch der klösterlichen Anlage und anderes auszutauschen.
Es wurde auch die Möglichkeiten von anderen Besuchen klösterlicher Anlagen im Umkreis von Berlin diskutiert, so auch die Kloster Lehnin, Kloster Chorin oder Kloster Heiligengrabe.
Andreas J.