Geistliches Wort für Juni / Juli 2026


Glücklich sein ... was gehört dazu?



SchulzeIch meine: wirklich zufrieden und ausgeglichen; im Frieden mit sich und allem Drumherum. Was ist dazu wirklich nötig?

Werbung, Industrie und Handel haben da ihre verlockenden Angebote: Das größere und schnellere Auto. Eine wasserdichte Versicherung für alle Wechselfälle des Lebens. Neue Technologien die bestechen und gefangennehmen. Immer mehr Komfort (um nicht zu sagen: Bequemlichkeit!). Informationsvielfalt.

Immer mehr ... immer neuer ... immer besser ... immer sauberer ... Es geht immer weiter voran. Ich muss immer besser werden! Selbstoptimierung. Friede oder Ruhe kommen im Denken gar nicht erst vor. Nur nicht zur Ruhe kommen, scheint das Ziel zu sein. Gar nicht erst über Verantwortung nachdenken - darüber, was das Leben wirklich reich macht. Nur eben die Illusion von Glück aufleuchten lassen, um sofort neuen Hunger zu wecken auf Besseres, Weiteres, Neues.

Und weiter geht die Jagd nach dem Glück. Sind wir nicht allein deshalb schon süchtig nach Neuem, weil uns das Alte nicht satt machen kann - obwohl es das verspricht?

Ein wirklich weiser Mann hat es einmal so formuliert: „Meine Seele ist unruhig in mir, bis sie ruhig wird in dir.“ Und er meint damit unseren Ursprung, wo wir alle herkommen: Das ist Gott.

Ob wir das annehmen wollen, oder nicht. Gott hat uns so gemacht, das wir nach ihm suchen und ihn finden müssen, um endlich zur Ruhe zu kommen, um sicheren Boden unter die Füße zu bekommen. Um glücklich zu werden, und das nicht nur oberflächlich. Oder um es im Sprachgebrauch der Bibel auszudrücken: Um selig zu sein.

Gott sagt uns, wie wir wirklich zu Glück und Frieden kommen, etwa so: „Selig - man kann auch sagen: glücklich - sind, die Gottes Wort hören und bewahren!“ oder an anderer Stelle ruft Jesus Christus: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!“

Wäre es nicht zumindest den Versuch wert, bei Gott das Glück zu suchen, oder gar Frieden?

Ein Sommerurlaub kann sehr hilfreich sein, aus dem Hamsterrad von immer besser oder immer mehr auszusteigen und zu entdecken, wie fürsorglich und heilsam Jesus sich auf die ihm begegnenden Menschen gewirkt hat, regelrecht entschleunigend, entlastend und damit befreiend von jeglichem Druck, und Leistungsanforderungen und davon, sich anpassen zu müssen.

Bei ihm dürfen wir sein, wie wir sind - wie wir im Urlaub sind oder zuhause, in den eigenen vier Wänden, oder es zumindest gerne wären.

Glücklich sein könnte eigentlich recht einfach sein, man müsste sich meist nur trauen, - loslassen im Vertrauen, dass Gott mich hält.

In diesem Sinn: Allen eine glückliche Zeit, im Sommer in den Ferien oder im Urlaub,
Eurer/Ihr Pastor Christoph Schulze mit Pastor Markus Büttner