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Pfarrer Christoph Schulze

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Pfarrer Christoph Schulze verbrachte als gebürtiger Hamburger seine Schulzeit in der Hansestadt. Sehr prägend war für ihn das Singen in verschiedenen Chören: in der Gemeinde, der Schule, im Jugendchor St. Michaelis (Oratorienchor), im überregionalen Jugendchor des Kirchenbezirks Niedersachsen-Ost der SELK und dem einen oder anderen Projektchor.

Schon in der Abiturzeit im Frühjahr 1976 wechselte er nach Hannover, wo er beim „Stadtverband für Innere Mission“ der Diakonie seinen zivilen Ersatzdienst in verschiedenen Bereichen der Sozialarbeit leistete.

Im September 1977 begann er mit dem Theologiestudium an der kirchlichen Hochschule der SELK in Oberursel. Nach Ablegen der Sprachprüfungen in Hebräisch und Griechisch und der Zwischenprüfung wechselte er nach drei Semestern an die Universität in Heidelberg. Dort studierte er schwerpunktmäßig Dogmatik (R. Slencka und A. Peters) und Predigtlehre (R. Bohren). Auch Neues Testament (K. Berger) und jüdische Theologie (N. Levinson) waren auf dem Studienplan vertreten. Nach dem ersten Semester in Heidelberg absolvierte er das Gemeindepraktikum in Rotenberg/Odenwald. Nach fünf Semestern folgte ein halbes Jahr Gemeinde-Praktikum in Hessen (Korbach), bevor er für weitere fünf Semester wieder nach Oberursel zurückkehrte, um sich auf das erste theologische Examen vorzubereiten, das er im März 1984 ablegte.

Im März 1984 zogen er und seine Frau Cornelia, geb. Bartnick, gleich nach der Hochzeit in Kaiserslautern zum Vikariat nach München um. Dort lernte er neben der Gemeindearbeit in einer Großstadt auch die Diaspora kennen. Zum Pfarrbezirk gehörten damals Erlangen und Ansbach, dazu die Vakanzvertretung der Gemeinde Memmingen, deren Zuständigkeitsbereich bis nach Konstanz, Ravensburg und Augsburg reichte. Nach Ablegen des zweiten theologischen Examens folgte ein weiteres praktisches Ausbildungsjahr in einer großen Landgemeinde in der Lüneburger Heide: Groß Oesingen. Die Ordination erfolgte am 4. Advent 1986 in der Heimatgemeinde von Christoph Schulze, der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeitsgemeinde in Hamburg.

Zum 1. Januar 1987 erfolgte der Auftrag, die Versorgung der Gemeinden im Pfarrbezirk Rotenburg (Wümme) bei Bremen zu übernehmen. Knapp 12 Jahre betreute er die drei zum Pfarrbezirk gehörenden Gemeinden, die zum Ende des Zweiten Weltkriegs aus der Sammlungsarbeit unter Flüchtlingen aus Westpreußen entstanden waren.

Im Frühjahr 1998 erfolgte seine Berufung in die Evangelisch-Lutherische Christusgemeinde in Potsdam und Ende August der Umzug in den bis dahin für Ehepaar Schulze unbekannten Osten Deutschlands. 2001 wurde Christoph Schulze in den Bezirksbeirat gewählt, 2006 zum stellvertretenden Superintendenten. Seit 2005 übernimmt er im Auftrag des Beirats Moderationen bei Konfliktfällen in Gemeinden und die Begleitung bei Einsparungen von Pfarrstellen durch Zusammenlegungen, dazu beratende Unterstützung von Pfarrern. Diese Aufgaben füllten bereits bis Frühjahr 2023 einen großen Teil seiner dienstlichen Tätigkeit in Potsdam aus. So wurde 2006 die Christusgemeinde Potsdam aufgrund notwendiger Umstrukturierungen mit der Christusgemeinde Luckenwalde zu einem gemeinsamen Pfarrbezirk zusammengelegt, der seitdem von Pfarrer Schulze betreut wurde. Der weite Bereich der Neustrukturierung der Arbeit von Pastoren im Kirchenbezirk bei rapide abnehmender Anzahl der Hauptamtlichen wurde zum Schwerpunkt für seine Mitarbeit im Bezirksbeirat.

Am 19. März 2023 wurde er von unserer Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf durch die Gemeindeversammlung auf die neu eingerichtete zweite Pfarrstelle berufen. Diese Berufung hat er am 25. März - dem Gedenktag der Verkündigung der Geburt Jesu (Mariä Verkündigung) - angenommen und wurde am 2. Juli eingeführt. Die St. Mariengemeinde teilt sich die zweite Pfarrstelle zur Hälfte mit dem Kirchenbezirk.

Kirchweihjubiläum

Herzliche Einladung zum 50-jährigen Kirchweihjubiläum

Liebe Gemeindeglieder und Freunde von St. Marien!

Am 5. Februar 2023 begeht unsere Ev.-Luth. St. Mariengemeinde zu Berlin-Zehlendorf das 50-jährige Kirchweihjubiläum ihrer Marienkirche.

Zu diesem Anlass wird es am Vorabend, am Samstag, 4. Februar 2023 um 18.00 Uhr ein Konzert zum Mitsingen, Zuhören und Lauschen von kleinen Vorträgen zu den bekannten Liedern geben.

Am Sonntag, 5. Februar 2023, wird Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. aus Hannover anreisen und den Festgottesdienst, der um 10.00 Uhr mit Feier des Altarsakramentes beginnen wird, zelebrieren.

Ein gemeinsames Mittagessen schließt sich an.

Bischof Voigt wird um 13.30 Uhr einen Festvortrag halten:
Kirche in der Welt, nicht von der Welt. Bewahrt vor dem Bösen.
Eine evangelisch-lutherische Standortbestimmung in herausfordernden Zeiten.

Im Anschluss lassen wir den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

Zu diesen besonderen Feierlichkeiten laden wir Sie herzlich ein und würden uns freuen, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Krippenspiel 2020

Im ersten Gottesdienst am Heiligen Abend (14.00 Uhr) wird statt eines Krippenspieles dieses Jahr ein mit sehr viel Mühe und Liebe selbst erstellter Trickfilm zu sehen sein, der die Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2,1-20 erzählt.

Vorab können Sie sich den Film hier schon anschauen:



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Geschäftsführender Pfarrer Markus Büttner
Riemeisterstraße 10-12
14169 Berlin
Telefon: 030 - 802 70 34
E-Mail: zehlendorf@lutherisch.de

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Der Datenschutzbeauftragte des Verantwortlichen ist:

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Deutschland
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4. Recht auf Löschung

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(5) zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

5. Recht auf Unterrichtung

Haben Sie das Recht auf Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung gegenüber dem Verantwortlichen geltend gemacht, ist dieser verpflichtet, allen Empfängern, denen die Sie betreffenden personenbezogenen Daten offengelegt wurden, diese Berichtigung oder Löschung der Daten oder Einschränkung der Verarbeitung mitzuteilen, es sei denn, dies erweist sich als unmöglich oder ist mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden.
Ihnen steht gegenüber dem Verantwortlichen das Recht zu, über diese Empfänger unterrichtet zu werden.

6. Recht auf Datenübertragbarkeit

Sie haben das Recht, die Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die Sie dem Verantwortlichen bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Außerdem haben Sie das Recht diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch den Verantwortlichen, dem die personenbezogenen Daten bereitgestellt wurden, zu übermitteln, sofern
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(2) die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt.
In Ausübung dieses Rechts haben Sie ferner das Recht, zu erwirken, dass die Sie betreffenden personenbezogenen Daten direkt von einem Verantwortlichen einem anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist. Freiheiten und Rechte anderer Personen dürfen hierdurch nicht beeinträchtigt werden.
Das Recht auf Datenübertragbarkeit gilt nicht für eine Verarbeitung personenbezogener Daten, die für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde.

7. Widerspruchsrecht

Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 lit. e oder f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling.
Der Verantwortliche verarbeitet die Sie betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, er kann zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
Werden die Sie betreffenden personenbezogenen Daten verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, haben Sie das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht.
Widersprechen Sie der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so werden die Sie betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke verarbeitet.
Sie haben die Möglichkeit, im Zusammenhang mit der Nutzung von Diensten der Informationsgesellschaft – ungeachtet der Richtlinie 2002/58/EG – Ihr Widerspruchsrecht mittels automatisierter Verfahren auszuüben, bei denen technische Spezifikationen verwendet werden.

8. Recht auf Widerruf der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung
Sie haben das Recht, Ihre datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung jederzeit zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt.

9. Automatisierte Entscheidung im Einzelfall einschließlich Profiling

Sie haben das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung – einschließlich Profiling – beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die Ihnen gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder Sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Dies gilt nicht, wenn die Entscheidung
(1) für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen Ihnen und dem Verantwortlichen erforderlich ist,
(2) aufgrund von Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen der Verantwortliche unterliegt, zulässig ist und diese Rechtsvorschriften angemessene Maßnahmen zur Wahrung Ihrer Rechte und Freiheiten sowie Ihrer berechtigten Interessen enthalten oder
(3) mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung erfolgt.
Allerdings dürfen diese Entscheidungen nicht auf besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 Abs. 1 DSGVO beruhen, sofern nicht Art. 9 Abs. 2 lit. a oder g DSGVO gilt und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Rechte und Freiheiten sowie Ihrer berechtigten Interessen getroffen wurden.
Hinsichtlich der in (1) und (3) genannten Fälle trifft der Verantwortliche angemessene Maßnahmen, um die Rechte und Freiheiten sowie Ihre berechtigten Interessen zu wahren, wozu mindestens das Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person seitens des Verantwortlichen, auf Darlegung des eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Entscheidung gehört.

10. Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde

Unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs steht Ihnen das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, zu, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die DSGVO verstößt.
Die Aufsichtsbehörde, bei der die Beschwerde eingereicht wurde, unterrichtet den Beschwerdeführer über den Stand und die Ergebnisse der Beschwerde einschließlich der Möglichkeit eines gerichtlichen Rechtsbehelfs nach Art. 78 DSGVO.

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz können Sie hier finden:
Richtlinie über den Datenschutz in der SELK
Fassung vom 24.05.2019
32 Seiten | PDF-Datei | 298 kB

Große Buchausstellung

Lassen Sie sich einladen auf eine Reise durch 500 Jahre, die Kirche und Gesellschaft, Kultur und Denken bleibend geprägt haben.

Viele Fragen werden aufgegriffen:
- Was bedeutet das damalige Geschehen noch?
- Was habe die Kirchen aus der Reformation gelernt?
- Was hat sich in unserem Land verändert?
- Was ist geblieben?


BuchausstellungEröffnung am 12. Februar 2017:
Prof. Dr. Ernst Koch aus Leipzig hält einen Vortrag zum Thema "Die Bibel - das Wort Gottes". Dieser beginnt um 16.00 Uhr. Eine der fundamentalen Erkenntnisse der Reformation war die Rückbesinnung auf die Bibel als Wort Gottes. Bis heute ist für die Evangelisch-Lutherische Kirche das Prinzip, sola scriptura – allein durch die Schrift – leitend. Was aber bedeutet das für uns heute?

Im Anschluss wird durch Bischof em. Dr. Jobst Schöne D.D. die Wanderausstellung eröffnet. Die Besucher werden an Hand von Büchern durch die Reformationsgeschichte bis heute geführt. Ein Katalog stellt die 30 Ausstellungsstücke vor und ordnet sie sowohl theologisch als auch reformationsgeschichtlich ein.

Gezeigt werden einige Originaldrucke aus Luthers Lebzeiten. Hinzu kommen Schriften zum Gottesdienst, zur Lehre und Theologie der Reformation aus dem 15. und dem 16. bis 20. Jahrhundert, größtenteils im zeitgenössischen Original, einige auch als Faksimile.

In vier Themenkreisen wird die Wirkungsgeschichte der Reformation entfaltet. Es geht anfangs um Martin Luther, den Mönch, Reformator und Lehrer der Kirche. Danach wird die Heilige Schrift - die Bibel - herausgestellt, die Luther sprachgewaltig ins Deutsche brachte. Drittens schließen sich Publikationen zum Gottesdienst und Gesangbuch an. Sie stellen die gottesdienstliche Gemeinde vor. Schließlich wird die Lehre der lutherischen Kirche mit den Lehrschriften und Werken großer Theologen des 16./17. Jahrhunderts dokumentiert.


Öffnungszeiten der Ausstellung: 12. - 25. Februar 2017:
wochentags: 15.00 - 17.00 Uhr
samstags: 10.00 - 12.00 Uhr
sonntags: 11.30 - 12.30 Uhr
Der Eintritt ist frei!


Oder an folgenden Tagen an anderen Orten:

18.04.–15.06.2017:  Heimatmuseum Zehlendorf, Clayallee 355, Berlin-Zehlendorf
28.08.–03.09.2017:  Ev.-Luth. Christuskirche, Behlertstr. 9, Potsdam
15.09.–30.09.2017:  Ev.-Luth. Kirche, Annenstr. 53, Berlin-Mitte
15.10.–22.10.2017:  Ev.-Luth. Kirche, Dr.-W.-Külz-Str. 55, Fürstenwalde
28.10.–05.11.2017:  Ev.-Luth. Kirche, Nassauische Str. 17, Berlin-Wilmersdorf
18.11.–27.11.2017:  Ev.-Luth. Augustanagemeinde, Usedomer Str. 11, Berlin-Wedding


Download, PDF-Dateien:
Flyer | 2,3 MB
Ausstellungs-Katalog | 1,0 MB

Einen Schwerpunkt unseres Gemeindelebens stellt auch die Kinder- und Jugendarbeit dar. Wir würden uns freuen, Ihre Kinder bei unseren Projekten/Angeboten begrüßen zu dürfen.

Kinderbibeltage

Kinderbibeltage in Zehlendorf

In der Regel finden jährlich unsere Kinderbibeltage in den Herbstferien im Gästehaus in Zehlendorf statt. Im Zentrum der Kinderbibeltage stehen biblische Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament. Natürlich dürfen die Kinder weitere spannende Aktivitäten erwarten. Kinderbibeltage richten sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Es stehen 25 Plätze zur Verfügung. Zur Deckung der Kosten wird ein Beitrag von 15 Euro bei Anmeldung unter der Emailadresse - kindertreff@lutherisch.de – erbeten. Pfarrer Büttner und das Kinderbibeltageteam freuen sich auf Anmeldungen.

Weitere Kinderbibeltage sind bisher noch nicht geplant.

Rückblick


Viele Besucher beim Neujahrsempfang

Am Freitag, dem 23. Januar, fand der traditionelle Neujahrsempfang in St. Marien statt. Der Abend begann mit einer Andacht in der Kirche. Anschließend wurde im Gemeindesaal gefeiert. Bei kleinen Snacks, Sandwichtoasts und köstlichen Cocktails gab es Zeit füreinander, für Gespräche und natürlich für Musik und Tanz! Unser Gemeindeglied Sebastian Kuritke war als DJ des Abends dabei und sorgte sowohl für den richtigen „Beat“ als auch für die passende Beleuchtung. Einige unserer Jugendlichen halfen bei der Essens- und Getränkeausgabe mit. Jung und Alt haben bis spät abends getanzt, mitgesungen und in das neue Gemeindejahr hineingefeiert. Wir sind dankbar für diesen fröhlichen gemeinsamen Abend, für alle, die dabei gewesen sind (sogar aus Münster, Hannover, Sittensen und Lettland) und alle, die an diesem Abend mitgeholfen und uns unterstützt haben!

Ihr / eurer Orga-Team - Dorothea Schöne, Michaela Kuehn & Anni Lossin

(viele schöne Fotos befinden sich im neuen Pfarrbrief - greifen Sie am Büchertisch zu oder abbonieren Sie unseren Pfarrbrief gerne auch per Mail pfarrbrief@lutherisch.de)



Kirchweihfest mit Prof. Dr. Werner Klän

Am 8. Februar 2026 feierte die Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde (SELK) ihr diesjähriges Kirchweihfest. In der Beichtandacht legte der Hauptpastor an St. Marien, Pfarrer Markus Büttner, das Bibelwort in Johannes 16,33 aus: „Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“. Im kirchenmusikalisch reich ausgestalteten Festgottesdienst in Form der Heiligen Messe der Evangelisch-Lutherischen Kirche spielte Annette Lossin Orgel und Piano und leitete den Projektchor. Auch der Posaunenchor von St. Marien wirkte mit Vorspielen und in der Choralbegleitung mit. Der Einladung zum Kirchweihfest war Prof. em. Dr. Werner Klän, Lübeck, gefolgt. Er predigte über das Bibelwort Jesaja 66,1-2. Drei Kernsätze gab er der Festgemeinde mit: „Gott ist da – auch ohne uns, Gott ist da – auch trotz und gegen uns, Gott ist da – wenn wir ihn brauchen: für uns.“

Im Anschluss an den Gottesdienst fand sich die Gemeinde zum Mittagessen zusammen, um dann gestärkt den Festvortrag in der Kirche zu hören: „Wer mich bekennt vor den Menschen …“ Christliches Bekennen in unserer Zeit und Welt – Herausforderungen. Zunächst führte Prof. Klän aus, dass Christenmenschen zum Zeugendienst für den Herrn vor der Welt gerufen sind. „Der Ernst christlichen Bekennens ergibt sich aus einer endzeitlichen Sichtweise. Was Christen „glauben, lehren und bekennen“, verantworten sie vor dem Richterstuhl Christi.“ In einem weiteren Punkt stellte er den Zuhörern die Herausforderungen vor Augen, vor der Christen, Gemeinden und die Kirche stehen: Säkularisierung, Postmoderne, das Zeugnis des Glaubens vor anderen Religionen, Konfessionen und dem Staat. Hieraus ableitend sind Schlussfolgerungen für und in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche zu ziehen. Abschließend führte er Anwendungsbeispiele an. Es folgte eine angeregte Aussprache, bevor der Festtag mit Kaffee und Kuchen im festlich geschmückten Gemeinderaum zu Ende ging. HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt. (Psalm 26,8)



Taizé-Andacht am 28. Februar: Alle Sorgen bei Gott abgeben

„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Unter diesem tröstenden Bibelwort aus dem 1. Brief des Petrus im 5. Kapitel stand die Taizé-Andacht Ende Februar. Hat doch jeder von uns seine eigenen Sorgen. Und auch um uns herum und in der Welt sind Sorgen, Not und Leid spür- und sichtbar. Aber wir dürfen auf Gottes Wort vertrauen und sind in seinen Händen und in seinem Haus geborgen.

So gab die Taizé-Andacht Ruhe und Geborgenheit zum Stillwerden, um Gottes Trost und Heil zu spüren und um seinen Frieden zu erfahren. Singend, betend und innehaltend kamen wir an diesem Abend bei Kerzenschein zusammen.

Dazu laden wir auch wieder am Samstag, dem 21. November 2026, um 18.00 Uhr herzlich ein - Gott auf diese besonders ruhige und tröstende Weise zu begegnen - in Worten, im Gesang, in der Stille und im Gebet.



Rückblick auf die Gemeindeversammlung

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! Unter dieses Wort heiliger Schrift – der Jahreslosung für das laufende Jahr 2026 – stellte Pfarrer Markus Büttner seinen Gemeindebericht für die Jahreshauptgemeindeversammlung, die am 1. März im Anschluss an den Gottesdienst stattfand. Dort berichtete er über Veranstaltungen, Gottesdienste und das Gemeindeleben des vergangenen Jahres; er hob für das Jahr 2026 besondere Ereignisse für die Gemeinde hervor und benannte gesamtkirchliche Herausforderungen.

Bevor er jedoch seinen Bericht geben konnte, begrüßte er einige Eltern aus dem in der Trägerschaft der Gemeinde befindlichen Kindergarten St. Marien. Nachdem bekannt geworden war, dass dem Kindergarten nach 42 Jahren aus verschiedenen Gründen die Schließung droht, haben sich die Eltern für den Erhalt des Kindergartens ausgesprochen und ein Konzept entwickelt. Dieses Konzept konnte durch die Gremien der Gemeinde aufgrund der kurzfristigen Zusendung noch nicht gesichtet werden. Eine Elternsprecherin trug dieses Konzept der Gemeindeversammlung vor. Anschließend wurden die Eltern, die keine Gemeindeglieder sind, aus der Gemeindeversammlung verabschiedet. Nach Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit führte unser Kirchenvorsteher Oliver Sch. in die Probleme ein, die sich durch die Trägerschaft eines Kindergartens ergeben: Finanzen – es braucht eine Vollauslastung des Kindergartens mit 20 Kindern trotz rückläufigem Bedarf durch sinkende Geburtenrate; Personalprobleme - vor allem Klärung der Leitungsnachfolge aufgrund der Verrentung von Frau Barbara Z. im kommenden Jahr; letztlich das ehrenamtliche Gemeindeengagement zur Übernahme von verbindlichen Aufgaben, die sich durch die Trägerschaft eines Kindergartens ergeben - vor allem Kindergartenrendantur und Personalverantwortung. Deutlich kommuniziert wurde, dass das Pfarramt mit diesen Aufgaben, wie in der Vergangenheit, nicht länger belastet werden darf. Es schloss sich eine engagierte Debatte an mit dem Abstimmungsergebnis, dass die Gemeindeversammlung möchte, dass der Kindergarten erhalten bleibt.

Für weitere sechs Jahre wurde Tatiana L. in den Kirchenvorstand wiedergewählt. Wir wünschen ihr für diesen Dienst Gottes Segen und danken ihr für die Bereitschaft, verantwortlich für die Mariengemeinde in diesem Leitungsgremium mitzuarbeiten. Für die Kirchenbezirkssynode wurden gewählt: Thomas F. (Synodaler), Dennis L. (stellv. Synodaler), Oliver Sch. (Synodaler) und Andreas L. (stellv. Synodaler). Auch diesen für die Kirchenbezirkssynode Gewählten Gottes Segen für die Vertretung unserer Gemeinde in diesem Gremium. Als Kassenprüfer für die kommenden Jahre wurden Andreas J. und Andreas L. von der Gemeindeversammlung durch Wahl bestimmt.

Herr Tschirsch stellte den Jahresabschluss 2025 vor. Auf Antrag der Kassenprüfer erteilte die Gemeindeversammlung der Gemeinderendantur Entlastung.

Vor Verabschiedung des Haushaltsplanes 2026 debattierte die Gemeindeversammlung über einen Antrag des Kirchenvorstandes auf Einstellung der Kollektensammlung für die Dreieinigkeits-Gemeinde Steglitz, die seit über zehn Jahren nach jedem Gottesdienst für diesen Zweck gesammelt wurde. Nach Aussprache wurde mehrheitlich für
die Einstellung votiert.

Daraufhin wurde ein Kompromissvorschlag eingebracht. Seine Präambel lautet: „Der Mariengemeinde sind Mission und Diakonie – die Ausbreitung des Evangeliums in Wort und Tat als Lebensäußerungen der Kirche im In- und Ausland – ein bleibendes Anliegen, weil vom Herrn der Kirche Jesus Christus gewollt.“ Er sah vor, die Sammlung in der Kollektendose, die bisher ausschließlich für die Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz erbeten wurde, künftig für die Missionsarbeit unter Persern in Deutschland durch Kirchengemeinden der SELK zu erweitern. Die Spende soll zweckgebunden an die Lutherische Kirchenmission (LKM) weitergeleitet werden.

Nach lebhafter Debatte wurde dieser Antrag dahin modifiziert, dass man, statt wie bisher sonntäglich mehrere Kollektendosen für verschiedene gute Zwecke zur Wahl zu stellen, nach jedem Gottesdienst nur noch für einen einzigen Zweck sammeln und zugleich die Kollekte für die SELK-weite Mission unter Persern und Afghanen einmal jährlich erbitten wolle. Mit diesen Modifikationen wurde der Antrag mit großer Mehrheit beschlossen.

Informiert wurde die Gemeindeversammlung durch Oliver Sch. über die anstehende Sanierung und Erweiterung der Orgel sowie durch unseren Kirchenvorsteher Manfred W. über den Einbau einer neuen Anlage zur Heizung und Klimatisierung der Kirche. Eine kurze Information über die zweite Pfarrstelle von St. Marien schloss sich an. Gegen 15.00 Uhr schloss Pfarrer Markus Büttner die Gemeindeversammlung mit Vaterunser und Segen.



55 Jahre Dienst als Kirchenvorsteher:
Günter T. auf der Gemeindeversammlung verabschiedet

Im Rahmen der Gemeindeversammlung ist unser Kirchenvorsteher Günter T. nach 55 Jahren aus seinem Amt als Kirchenvorsteher verabschiedet worden. Mit großer Treue und Liebe hat er im Kirchenvorstand der St. Mariengemeinde mitgearbeitet. Er hatte sich entschieden, nicht erneut als Kirchenvorsteher zu kandieren, da er gegen Ende er erneuten Amtszeit 90 Jahre alt wäre. Damit geht eine Ära in unserem Kirchenvorstand zu Ende. Für den Einsatz über so viele Jahrzehnte zeigte sich die Gemeinde mit Pfarrer Markus Büttner sehr dankbar.

Günter T. kann auf verschiedene Pfarrer als Vorsitzende des Kirchenvorstandes zurückblicken: Dr. Jobst Schöne, Günther Kuhlmann, Dr. Gottfried Martens, Christoph Schulze und Markus Büttner. Mit Rat und Tat stand er über fünf Jahrzehnte Pfarrern und Gemeinde im Vorstand zur Verfügung. Pfarrer Büttner überreichte Herrn T. neben einer von Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) und ihm unterzeichneten Anerkennungsurkunde für Ehrenamtliche in unserer Kirche, als Dank einen Geschenkkorb mit einem kleinen Reisekoffer, der etwas Reisegeld für eine geplante größere Reise anlässlich der Diamantenen Hochzeit in diesem Jahr enthält. Ebenso wird der Kirchenvorstand Herrn T. besuchen, um mit ihm und seiner Frau auf der Terrasse eine gute Zeit zu verbringen. „Keine Sorge: Wir bringen alles mit, räumen hinterher auf und nehmen alles Übriggebliebene wieder mit. Einen Termin dazu stimmen wir noch gemeinsam ab.“, so Pfarrer Büttner abschließend.

Die Gemeindeversammlung dankte Herrn T. mit anhaltendem Applaus für seine langjährige Tätigkeit.



Gebetsanliegen


- Für unsere St. Mariengemeinde und ihren geistlichen Zusammenhalt
- Für unsere Schwestergemeinde in Steglitz mit ihrem Pfarrer Dr. Martens D.D.
- Für neue St. Gertrudengemeinde, die St. Martinsgemeinde in Riga
   und die Ev. Luth. Kirchgemeinde Katlakalns (Lettland)
- Für die unverfälschte Verkündigung des Wortes Gottes und Spendung
   der Sakramente in unserer Kirche, sowie ihre Einheit in Wahrheit und Liebe
- Für unseren Bischof Hans-Jörg Voigt und alle, die zur Leitung der Kirche berufen sind
- Für Rev. Prof. Dr. Jonathan Mumme und für Rev. Prof. Dr. Jacob Corzine
- Für Lkhamaa und alle Mitarbeiter der lutherischen Gemeinde in Ulaanbaatar
- Für Missionar Hugo Gevers und seine Arbeit in Leipzig
- Für die Stärkung von Ehen und Familien
- Für unsere Kinder und Jugendlichen, dass ihnen der christliche Glaube wichtig bleibt
- Für unsere neuen Konfirmanden, dass sie im Glauben wachsen
- Für Versöhnung unter uns Menschen
- Für alle Gemeindeglieder, dass sie Christus und seinem Mahl treu bleiben
- Für Frieden in der Welt, besonders für die Menschen, die unter Gewalt, Terror,
   Unruhen, Krieg und Bürgerkrieg leiden
- Für die verfolgten Christen in der ganzen Welt
- Für die Sterbenden in unserer Gemeinde
- Für ein Ende des Krieges in der Ukraine und das Ende der Gewalt im Iran
- Für die Genesung aller Kranken
- Für die diakonischen Einrichtungen und ihre Mitarbeiter,
   besonders für das Erzieherteam in unserem Kindergarten
- Für eine segensreiche Osterzeit und ein gesegnetes Fest Christi Himmelfahrt
   sowie Pfingstfest
- Für die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus in Kraft und Herrlichkeit

Kontakt

Evangelisch-Lutherisches Pfarramt St. Marien
Riemeisterstr. 10-12  |  14169 Berlin

Pfarrer Markus Büttner | Pfarramt I
Tel: 030 - 802 70 34
Fax: 030 - 80 90 30 13
buettner@lutherisch.de

Sprechstunde im Pfarramt: montags von 10.00-11.00 Uhr (nach Vereinbarung)

Pfarrer Christoph Schulze | Pfarramt II

Tel: 030 - 791 82 64
schulze@lutherisch.de

Sprechstunde im Pfarramt: mittwochs von 17.00-18.00 Uhr (nach Vereinbarung)


Gemeindebüro
Frau Tatiana Lossin
Riemeisterstr. 10-12
14169 Berlin
Tel: 030 - 80 90 30 19
Fax: 030 - 80 90 30 13
Sprechstunde: freitags von 17.00-18.00 Uhr (nach Vereinbarung)
gemeindebuero@lutherisch.de


Kindergarten
Leitung: Barbara Zieger
Riemeisterstr. 10-12
14169 Berlin
Tel: 030 - 80 90 30 14
kindergarten@lutherisch.de
www.kindergarten-zehlendorf.de


Gästehaus St. Marien
Ansprechpartnerin: Frau Olga Forsch
Riemeisterstr. 10-12
14169 Berlin
Tel: 030 - 802 86 13
Gaestehaus@lutherisch.de
www.Gaestehaus-Zehlendorf.de


Hauswart Zehlendorf
Familie Wladimir und Olga Forsch
Riemeisterstr. 10-12
14169 Berlin
Tel: 030 - 802 86 13


Rendantur
Herr Günter Tschirsch
Tel: 030 - 802 37 99
Fax: 030 - 80 90 30 04
Rendantur@lutherisch.de



Gemeindekonten

Postbank:
Evang.-Luth. Marien-Gemeinde Zehlendorf
IBAN: DE89 1001 0010 0189 9201 00
BIC: PBNKDEFF

Evangelische Bank:
Evang.-Luth. St. Marien-Gemeinde Berlin-Zehlendorf
IBAN: DE29 5206 0410 0003 9017 93
BIC: GENODEF1EK1



St. Marien Aktuell


Herzliche Einladung in der Karwoche und zum Heiligen Osterfest

Nach dem Palmsonntag läuft alles auf die Karwoche zu. Am Gründonnerstag, dem 2. April, feiern wir den „Geburtstag des Kelchs“, wie dieser besondere Tag der Einsetzung des Heiligen Abendmahls auch genannt wird. An diesem Tag feiern wir um 18.30 Uhr einen Abendmahlsgottesdienst.

Am Karfreitag, dem 3. April, beginnen wir unseren Gottesdienst nach der Karfreitagsliturgie um 10.00 Uhr. Zu einer Andacht zur Sterbestunde unseres Herrn laden wir um 14.30 Uhr ein.

Mit der Feier der Heiligen Osternacht am Sonnabend, dem 4. April, setzt das Fest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus ein. Wir beginnen diesen festlich-liturgischen Abendmahlsgottesdienst nach der Osternachtsliturgie um 21.00 Uhr. Es ist geplant, wie schon in den Vorjahren, ein Osterfeuer zu entzünden und noch eine Weile zusammen zu bleiben.

Der Osterfestgottesdienst am 5. April beginnt um 9.30 Uhr mit der Beichtandacht und wird um 10.00 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst fortgesetzt. Die gleichen Gottesdienstzeiten sind auch am 6. April für den Ostermontag vorgesehen.

Ganz herzliche Einladung zu diesen Gottesdiensten!



Konfirmation am 12. April

Am Sonntag Quasimodogeniti, dem 12. April, feiern wir in unserer St. Marienkirche die Konfirmation von Julia L., Avin S., Smilla P., Anna W., Aurora W., Fritz B. und Joël P. Wir freuen uns sehr auf diesen besonderen und bedeutungsvollen Tag für unsere Konfirmanden und ihre Familien und Angehörigen und bitten die Gemeinde um Fürbitte sowie liebevolle Begleitung und Aufnahme. Möge Gott seinen Segen zu ihrem JA geben und ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg ein treuer und starker Begleiter sein!



Neuer Konfirmandenkurs startet: Weitere Kinder können angemeldet werden

Am 25. April startet unser neuer Konfirmandenkurs. Wer sein Kind noch anmelden möchte, kann dies gern bei Pfarrer Markus Büttner unter seiner Mailadresse buettner@lutherisch.de gern machen. Das Pfarrteam freut sich auf die gemeinsame Zeit.



65-jähriges Gemeindejubiläum am 19. April

Am Sonntag Misericordias Domini, dem 19. April, jährt sich zum 65. Mal der Tag der Gemeindegründung unserer St. Mariengemeinde. Wir wollen diesen besonderen Tag mit einem Festgottesdienst begehen. Er soll um 9.30 Uhr mit einem Beichtgottesdienst beginnen und um 10.00 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst fortgesetzt werden. Anschließend wird in den Gemeinderaum zum festlichen Kirchenkaffee mit Sektempfang eingeladen. Herzliche Einladung zu diesem besonderen Tag.



Einladung zum ICU-Gottesdienst im April

Am Sonntag Jubilate, dem 26. April 2026, findet um 10.00 Uhr der nächste ICU-Gottesdienst in St. Marien statt. Dieser soll unter dem Thema „dankbar“ stehen. Trotz aller Sorgen und Nöte in unserem Alltag und in der Welt können wir doch für Vieles dankbar sein; denn Gott liebt uns und sieht uns. Wir laden herzlich ein, diesen Gottesdienst mit uns zu feiern, Gott zu danken und im Anschluss noch bei „Coffee and Juice“ ein wenig zusammen zu bleiben.



Beginn der Orgelsanierung und
Einbau einer neuen Anlage zur Klimatisierung der Kirche


Am Montag, dem 13. April 2026, wird die Orgelfirma Schuke mit der Demontage unserer Orgel beginnen, um die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten durchzuführen. Diese Arbeiten sollen Ende Juli abgeschlossen sein. Als Ersatz wird uns eine kleine Truhenorgel zur Verfügung gestellt. Es ist auch möglich, dass unser Klavier für die Begleitung des Gemeindegesangs gespielt werden kann. Parallel wird von der Firma Kaltenbach eine neue Anlage zur Klimatisierung unserer Kirche eingebaut. Im Sommer soll sie die Kirche kühlen und im Winter heizen. Auch diese Arbeiten sollen im Juli abgeschlossen sein, sodass wir dann in einer klimatisierten Kirche Gottesdienste feiern können.



Gemeindefahrt nach Weigersdorf vom 5. bis 7. Juni

Vom 5. bis 7. Juni 2026 findet unsere Gemeindefahrt nach Weigersdorf statt. Die An- und Abreise ist mit privaten PKWs geplant. Wer einen Platz im Auto anbieten kann, um jemanden aus der Gemeinde mitzunehmen, der kein eigenes Auto hat, möge dies nach Möglichkeit daher bitte anbieten. Die Unterbringung erfolgt vor Ort im Gemeindehaus, das über vier Gästezimmer verfügt sowie bei Bedarf in nahegelegenen Pensionen und einer Mühlenherberge (beides in 5 Minuten mit dem Auto erreichbar). Zudem gibt es im Gemeindehaus Räume für Matratzenlager für die „Junggebliebenen“. Die Ankunft in Weigersdorf ist für Freitag ab 18.00 Uhr angedacht.

Für den Samstag ist ein Ausflug nach Herrenhut und Görlitz geplant, bei welchem man einigermaßen gut zu Fuß unterwegs sein muss sowie ein gemeinsames Grillen am Abend. Außerdem findet an diesem Tag das große Spielplatzfest der Weigersdorfer Gemeinde statt, mit Angeboten für kleine und große Kinder. Die Abreise erfolgt am Sonntag nach dem gemeinsamen Gottesdienst. Weitere Infos zum Wochenende werden den Teilnehmenden dann im Vorfeld der Fahrt noch direkt mitgeteilt. Wir freuen uns schon auf diese Tage; unsere Schwestergemeinde in Weigersdorf ebenfalls: „Wir freuen uns auf schöne Begegnungen, Zeit fürs Singen und Musizieren und den gemeinsamen Gottesdienst.“ Solche Tage stärken die zwischenmenschlichen Beziehungen, geben Raum für neue Begegnungen und können wunderbare Momente schaffen. Wir laden daher herzlich ein, an dieser Gemeindefahrt teilzunehmen.

Kurzentschlossene Gemeindeglieder mögen sich bitte bis spätestens zum 20. April per E-Mail bei Annette L. für die Fahrt anmelden (anni.lossin@gmx.de).



Anmeldung zur Gemeinde-App jetzt noch einfacher

Wir haben nun unsere Gemeindeverwaltung auf ChurchTools umgestellt. Deshalb möchten wir eure Gemeindegliederdaten einmal prüfen und aktualisieren und außerdem die Einwilligungen einholen bzw. erneuern. Parallel läuft mit dem Kirchenvorstand eine Pilotphase. In dieser Phase bekommt noch nicht jeder sofort einen ChurchTools-Zugang.

Bisher gab es dafür eine Papier-Version oder ein Formular zum Ausfüllen. Neu ist: Das geht jetzt komplett online – ohne Ausdrucken, Unterschrift oder Scannen. Damit wir nach erfolgreicher Pilotphase später schnell starten können, bitten wir euch, eure Angaben jetzt schon kurz zu prüfen und zu bestätigen.

So geht’s (Schritt für Schritt):

1. Bitte geht HIER klicken und so den hinterlegten Link aufrufen.
2. Tragt eure E-Mail-Adresse ein.
3. Ihr bekommt eine E-Mail an diese Adresse. Öffnet die E-Mail und klickt auf den Link zum Anmeldeformular. (Bitte ggf. auch im Spam-Ordner nachsehen.)
4. Prüft/ergänzt eure Daten (z. B. Name, Adresse, Kontaktmöglichkeiten).
5. Bestätigt die Einwilligungen und klickt auf Absenden.

Falls ihr die Angaben und Einwilligungen schon abgegeben habt – egal ob auf Papier oder über das bisherige Formular – müsst ihr nichts nochmal ausfüllen. Vielen Dank!
Bei Fragen oder technischen Problemen: churchtools@lutherisch.de

Vielen Dank sagt das ChurchTools-Team!



Besuch vom Pfarrer erwünscht?

Sie liegen im Krankenhaus, sind im Pflegeheim untergebracht oder brauchen für sich ein seelsorgerliches Gespräch in einer Krisensituation, wünschen Begleitung bei Taufe, Trauung, Beerdigung oder anderen herausfordernden Lebenssituationen oder wünschen das Heilige Abendmahl zu Hause, weil Sie nicht (mehr) zum Gottesdienst kommen können? Kontaktieren Sie uns bitte gerne!

Unsere Kontaktdaten finden sich auf der vorletzten Seite des Pfarrbriefs oder HIER.

Herzlichst – Ihre Pfarrer Markus Büttner und Christoph Schulze



Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche

Wir haben für Sie einige Informationen über unsere Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, ihre Geschichte, sowie über ihre Strukturen zusammengestellt. Gerne können Sie sich an uns wenden, wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen wünschen.

Partnergemeinden

Ganz besonders enge Beziehungen pflegen wir in die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands. So haben wir Gemeindepartnerschaften mit der neuen St. Gertraudengemeinde und der St. Martinsgemeinde in Riga.

Die Pfarrer und Gemeindeglieder freuen sich über diese Kontakte, die durch gegenseitige Besuche auch immer wieder neue gefestigt und ausgebaut werden.

Ebenso unterhalten wir gute Kontakte in die USA zu unserer Schwesterkirche der Lutheran Church-Missouri Synod. Regelmäßig können wir in unseren Gottesdiensten und der Gemeinde Gäste aus den Vereinigten Staaten von Amerika begrüßen.

Basteln für Kinder

Zweimal im Jahr treffen sich Kinder ab 5 Jahre unserer St. Mariengemeinde und ihre Freunde an einem Sonnabend von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr zum Advents- und Osterbasteln. Wir basteln mit den Kindern zum anstehenden Fest passendes, natürlich kommen auch Spiel und Spaß sowie das Essen nicht zu kurz. Bitte beachten Sie bei Interesse unsere Terminübersicht und melden dann bitte die Kinder unter kindertreff@lutherisch.de an.

Projektchor

Zurzeit haben wir keinen festen Kirchen- oder Jugendchor. Weil wir aber Spaß und Freude am Singen haben, treffen wir uns immer wieder zu Projekten, so etwa zu Weihnachten oder anderen Anlässen, um Musikstücke unter der Leitung von Annette L. einzuüben und in den Gottesdiensten zu singen.

Wer Freude zum Singen hat und wir wieder ein Projekt starten, melde sich gerne.

Orgel Zehlendorf

Zu den Gottesdiensten erklingt die Orgel. Verschiedene Organisten bereichern mit ihrem Orgelspiel die Gottesdienste, unterstützen die Gemeinde beim Singen und Spielen zum Lob und zur Ehre Gottes.

Wer geübter Organist ist und mit den Orgeldienst in unseren liturgisch reichen Gottesdiensten einsteigen möchte, kann sich melden.

Posaunenchor

Unsere Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde hat auch einen Posaunenchor, der von Herrn Fricke geleitet wird. Geprobt wird am Montag um 19.30 Uhr.

Wer ein Blechblasinstrument spielt ist herzlich willkommen. In regelmäßigen Abständen spielen wir im Gottesdienst sowohl in Steglitz wie auch in Zehlendorf.

Bitte beachsten Sie bei Interesse auch unsere Terminübersicht.

Bastelkreis für Erwachsene

Einmal im Monat trifft sich der Bastelkreis im Anschluss an den Gottesdienst in Zehlendorf. Gebastelt wird für die verschiedenen Basare. Wer Freude am Basteln hat ist herzlich willkommen.

Kirche St. Marien

Von der Straße aus wirkt unsere St. Marienkirche zunächst wie eine feste Burg; man kann von außen nicht gleich erkennen, wie es in ihr innen aussieht. Genau so ist dies ja auch mit unserem christlichen Glauben: Von außen betrachtet mag er zunächst fremd und unzugänglich erscheinen; man muß den Mut haben, in ihn hineinzugehen, ihn von innen zu betrachten, um zu erfahren, wie gut es ist, darin zu Hause zu sein. Diese Entdeckung machen immer wieder Gäste in unserer Kirche: Sie strahlt Wärme und Geborgenheit aus, zieht Besucher gleich in ihren Bann: „Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels!“ (1.Mose 28,17)

Der Blick des Betrachters fällt beim Betreten der Kirche zunächst auf die Taufkapelle mit dem Taufstein und der Pietà: Die Taufe ist das wichtigste Ereignis in unserem Leben als Christen; dort wird uns ein Leben geschenkt, das auch der Tod nicht zerstören kann; dort werden wir Glieder der Kirche Jesu Christi. 

Im Zentrum der Kirche steht der Altar, von dem uns an jedem Sonn- und Feiertag der Leib und das Blut Jesu Christi im Heiligen Abendmahl ausgeteilt wird. Wie der Taufstein ist auch der Altar aus Stein gehauen, um deutlich zu machen: Was Gott uns in den  heiligen Sakramenten schenkt, steht unverbrüchlich fest.

Über dem Altar hängt der Kruzifixus, ein Bronzeabguß des frühromanischen Kruzifixus aus der Abteikirche St. Ludgeri in Essen-Werden: Jesus Christus, der gekreuzigte und auferstandene Herr, steht im Mittelpunkt aller Verkündigung im Gottesdienst; er ist selber in seinem Wort und Sakrament in unserer Mitte gegenwärtig.    

Der Gesang der Gemeinde wird von unserer zweimanualigen Schuke-Orgel begleitet. Sie besitzt 14 Register und wurde 1986 geweiht.

Nachmittagstreff

Einmal im Monat ist Nachmittagstreff - jeweils mittwochs von 16.00 bis 18.00 Uhr. Wir treffen uns im Gemeinderaum, beginnen mit einer kleinen Andacht und setzen unsere Gemeinschaft mit Kaffee und Kuchen fort. Ein Thema beschäftigt uns dann, bevor wir gegen 18.00 Uhr mit dem Vaterunser enden und uns auf ein Wiedersehen in unserer Runde freuen.

 

Bibelgesprächskreis

Vierzehntäglich treffen wir uns mit Pfarrer Markus Büttner jeweils dienstags um 18.00 Uhr, um gemeinsam in der Bibel zu lesen. Zurzeit lesen wir die Offenbarung des Johannes miteinander. Hierbei kommt die praktische Anwendung des Wortes Gottes in unserer Zeit und Welt nicht zu kurz. Wir sind kein geschlossener Treff, sondern freuen uns über jeden, der Freude an Gottes Wort hat.

Herzlich willkommen!

Seniorenkreis

Es wird herzlich zum Seniorenkreis, der jetzt Gesprächskreis heißt, mit Pastor Schulze eingeladen, welcher ca. alle 2 Wochen donnerstags um 16 Uhr in unserem Gemeindesaal stattfindet. Die konkreten Termine finden Sie in unserer monatlichen Terminübersicht. 

Kommen Sie vorbei und pflegen Sie Gemeinschaft - nicht nur für Senioren!

Pfarrgemeindebüro

 
Das Pfarrgemeindebüro ist telefonisch unter der Rufnummer: 030-80 90 30 19 erreichbar.

Als Ansprechpartnerin steht Ihnen unsere Pfarrgemeindesekretärin Frau Tatiana Lossin
an folgenden Tagen zur Verfügung:
 
Montag und Mittwoch: 17:00  - 20:00 Uhr

Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand trifft sich in der Regel monatlich zu seinen Sitzungen. Er berät unter der Leitung von Pfarrer Markus Büttner über die Sachverhalte, die für das Leben der St. Mariengemeinde notwendig sind. So bereitet er auch die Gemeindeversammlung(en) vor und führt ihre Beschlüsse aus, verwaltet das Gemeindevermögen, stellt mit dem Rendanten den Jahresabschluss und den Haushaltsplan auf, versucht Mitarbeitende in der Gemeinde zu gewinnen und zu berufen, wirkt bei der Aufnahme, aber auch beim Ausschluss von Gemeindegliedern mit und Vertritt die St. Mariengemeinde nach außen.


Zum Kirchenvorstand gehören:

Pfarrer Markus Büttner (Vorsitz)
Pfarrer Christoph Schulze

Frau Annette Lossin
Frau Tatiana Lossin
Frau Christiane Pohl

Herr Thomas Fricke
Herr Dennis Leenman
Herr Oliver Schöne
Herr Manfred Wisniewski
Herr Oliver Wonneberg

Gemeindeordnung

Gemeindeordnung für die evangelisch-lutherische Marien-Gemeinde zu Berlin-Zehlendorf

I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1

Selbstverständnis, Aufgabe, Bekenntnisstand

(1)

Die Evangelisch-Lutherische Marien-Gemeinde in Berlin-Zehlendorf steht als Kirche Jesu Christi an ihrem Ort in der Einheit der heiligen, christlichen und apostolischen Kirche, die überall da ist, wo das Wort Gottes rein gepredigt wird und die Sakramente nach der Einsetzung Christi verwaltet werden. Sie bezeugt Jesus Christus als den alleinigen Herrn der Kirche und verkündigt ihn als den Heiland der Welt.

(2)

Die Evangelisch-Lutherische Marien-Gemeinde ist gebunden an die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments als an das unfehlbare Wort Gottes, nach dem alle Lehren und Lehrer der Kirche beurteilt werden sollen. Sie bindet sich daher an die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, weil in ihnen die schriftgemäße Lehre bezeugt ist, nämlich an die drei ökumenischen Symbole (das Apostolische, das Nicänische und das Athanasianische Bekenntnis), an die ungeänderte Augsburgische Konfession und ihre Apologie, die Schmalkaldischen Artikel, den Kleinen und Großen Katechismus Luthers und die Konkordienformel.
 

§ 2

Zugehörigkeit zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche

(1)

Die Gemeinde und ihre Glieder gehören der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) an. Die Gemeinde bildet mit der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz einen Pfarrbezirk im Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg des Sprengels Ost der SELK.

(2)

Für die Gemeinde sind die Grundordnung der SELK und die Ordnung des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg verbindlich.
 

§ 3

Rechtsstatus

(1)

Die Evangelisch-lutherische Marien-Gemeinde ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie hat ihren Sitz in Berlin-Zehlendorf.

(2)

Die Gemeinde verwaltet ihre Angelegenheiten selbst im Rahmen der dafür geltenden Ordnungen (§ 2 Abs. 2) und der Beschlüsse der Synoden.

(3)

Die Gemeinde wird rechtlich durch den Kirchenvorstand vertreten.

II. Die Gemeinde

§ 4

Gliedschaft in der Gemeinde

(1)

Glied der Gemeinde ist,

a)

wer in der Gemeinde das Sakrament der Heiligen Taufe empfängt oder

b)

wer aus einer Gemeinde der SELK oder einer mit der SELK in Kirchengemeinschaft stehenden Gemeinde überwiesen wird oder

c)

wer in die Gemeinde aufgenommen wird.

(2)

Die Gliedschaft in der Gemeinde endet

a)

mit der Überweisung an eine andere Gemeinde der SELK oder an eine mit der SELK in Kirchengemeinschaft stehende Gemeinde oder

b)

mit dem freiwilligen Austritt aus der Gemeinde oder

c)

durch Ausschluß.

(3)

Die in den Bereich der Gemeinde zugezogenen oder aus anderen Gründen überwiesenen Gemeindeglieder sollen sich bei dem Pfarrer persönlich melden.

Die Aufnahme in die Gemeinde soll durch ein Gespräch mit dem Pfarrer, nötigenfalls mit einer Unterweisung in den Hauptstücken des evangelisch-lutherischen Bekenntnisses und den Ordnungen der Gemeinde vorbereitet werden. Die Aufnahme erfolgt durch den Pfarrer im Einvernehmen mit dem Kirchenvorstand und ist der Gemeinde bekanntzugeben.

Ein Gemeindeglied, das sich der Wortverkündigung entzieht und dem Sakrament des Altars beharrlich fernbleibt, sondert sich von der Gemeinde ab. Bleiben Bemühungen fruchtlos, das Gemeindeglied in die Gemeinde zurückzuführen, kann diesem vom Kirchenvorstand schriftlich – mit dem Ruf zur Umkehr – mitgeteilt werden, daß es seine kirchlichen Rechte verwirkt hat und aus der Gemeinde ausgeschlossen ist. Dabei ist dem Betroffenen mitzuteilen, daß er gegen diesen Bescheid innerhalb von zwei Monaten beim Kirchenbezirksbeirat Einspruch erheben kann.

Ein Gemeindeglied kann auch durch ein Kirchenzuchtsverfahren ausgeschlossen werden.
 

§ 5

Rechte und Pflichten in der Gemeinde

(1)

Die Gemeindeglieder können erwarten, daß der Pfarrer das Wort Gottes bekenntnisgemäß verkündigt, die Sakramente nach der Einsetzung Christi verwaltet, sie nach Gottes Wort und dem ev.-luth. Bekenntnis unterweist, ihnen seelsorgerlich dient und die kirchlichen Amtshandlungen nach den Ordnungen der Kirche gewährt.

(2)

Sie sollen nach ihren Gaben und Kräften kirchliche Aufgaben und Dienste übernehmen. Sie wirken im Rahmen dieser und anderer kirchlicher Ordnungen bei der Besetzung kirchlicher Ämter und bei der Bildung kirchlicher Organe mit.

(3)

Die Glieder der Gemeinde sind nach Gottes Wort verpflichtet, zur Erfüllung der kirchlichen und gemeindlichen Aufgaben mit Beiträgen, Spenden und Kollekten freiwillig und in angemessener Höhe beizutragen.
 

§ 6

Die Gemeindeversammlung

(1)

Zur Gemeindeversammlung gehören der Pfarrer (Pfarrvikar) und die stimmberechtigten Glieder der Gemeinde.

Stimmberechtigt ist, wer das 16. Lebensjahr vollendet hat und zum Altarsakrament zugelassen ist.

Konfirmierte Glieder unter 16 Jahren können an der Gemeindeversammlung teilnehmen.

(2)

Die Gemeindeversammlung ist berechtigt, in allen eigenen Angelegenheiten der Gemeinde zu beraten und Beschlüsse zu fassen. Zu ihren Aufgaben gehört es insbesondere:

a)

den Pfarrer zu wählen,

b)

die Kirchenvorsteher zu wählen,

c)

die Gemeindevertreter für die Kirchenbezirkssynode zu wählen,

d)

über Anträge an die Kirchensynode und die Kirchenbezirkssynode zu beraten und zu beschließen,

e)

über Anträge,
über gemeindliche Ordnungen,
über den Gemeindehaushalt und alle wichtigen finanziellen Angelegenheiten zu beraten und zu beschließen,

f)

den Kassenwart (Rendanten) und die Kassenprüfer zu bestellen,

g)

den jährlichen Gemeindebericht des Pfarrers entgegenzunehmen und ggf. zu beraten.

(3)

Die Gemeindeversammlung wird auf Beschluß des Kirchenvorstands vom Pfarrer unter Angabe von Ort, Zeit und Tagesordnung einberufen. Sie wird entweder durch Bekanntgabe im Gottesdienst der Gemeinde oder schriftlich einberufen, und zwar mindestens eine Woche vorher. Mindestens einmal im Jahr soll eine Gemeindeversammlung stattfinden.

Eine Gemeindeversammlung ist einzuberufen, wenn dies mindestens ein Zehntel der stimmberechtigten Gemeindeglieder schriftlich beim Pfarramt beantragt.

(4)

Die Gemeindeversammlung wird, wenn sie nicht im Anschluß an einen Gottesdienst stattfindet, mit Gottes Wort und Gebet eröffnet; sie wird mit einem Gebet geschlossen.

(5)

Die Gemeindeversammlung wird vom Pfarrer geleitet. Sie kann auf Vorschlag des Pfarrers auch ein Gemeindeglied mit der Leitung beauftragen.

In besonderen Fällen kann der Kirchenvorstand oder die Gemeindeversammlung die Leitung auch einem Mitglied des Bezirksbeirats oder der Kirchenleitung übertragen.

(6)

a)

Jede ordnungsgemäß einberufene Gemeindeversammlung ist beschlußfähig.

b)

Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten gefaßt, falls diese Gemeindeordnung nichts anderes bestimmt. Einmütigkeit ist anzustreben. Über Gegenstände, die nicht in der Tagesordnung angegeben werden, dürfen keine Beschlüsse gefaßt werden, wenn ein Zehntel der anwesenden stimmberechtigten Gemeindeglieder widerspricht.

c)

Wer am Verhandlungsgegenstand persönlich beteiligt ist, darf an der Abstimmung nicht teilnehmen.

d)

Über die Beratungen und Beschlüsse der Gemeindeversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie ist vom Leiter der Versammlung und dem Schriftführer zu unterschreiben.

e)

Die Beschlüsse sind in der Gemeinde bekanntzugeben.

III. Dienste in der Gemeinde

§ 7

Der Pfarrer (Pastor)

(1)

Das Amt der Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung ist Stiftung Christi zum Dienst an seiner Gemeinde.

(2)

Der Pfarrer hat als der berufene Hirte der Gemeinde den Auftrag, das Wort Gottes öffentlich zu verkündigen und die Sakramente zu verwalten. Er leitet die Gemeindegottesdienste, nimmt die Amtshandlungen vor, unterweist im christlichen Glauben und betreut die Gemeindeglieder seelsorgerlich.

Im übrigen regelt sich sein Dienst nach der Pfarrerdienstordnung.

(3)

Bei der Wahrnehmung dieses Auftrags ist er auf die Fürbitte, den Schutz und die Fürsorge der Gemeinde und ihre Mitarbeit angewiesen.

(4)

Die Berufung eines Pfarrers erfolgt gemäß der Pfarrerdienstordnung. *

(5)

Der berufene Pfarrer wird in der Regel von dem zuständigen Superintendenten in einem Gottesdienst in sein Amt eingeführt. Dabei wird er auf Schrift und Bekenntnis, die Erfüllung seiner Aufgaben und die Einhaltung der kirchlichen Ordnungen verpflichtet.
 

§ 8

Die Kirchenvorsteher

(1)

Die Kirchenvorsteher sind in besonderem Maße für das geistliche Leben in der Gemeinde und die Erfüllung der gemeindlichen Aufgaben verantwortlich. Als Mitarbeiter des Pfarrers unterstützen sie ihn in seinem Dienst.

(2)

Der Dienst der Kirchenvorsteher ist ein Ehrenamt.

(3)

Zu Kirchenvorstehern können Gemeindeglieder gewählt werden, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben, der Gemeinde in der Regel seit einem Jahr angehören und sich treu am gemeindlichen Leben beteiligen. Sie müssen die Bindung an das lutherische Bekenntnis bejahen.

(4)

Ehegatten, Geschwister sowie Eltern und deren Kinder sollen in der Regel nicht gleichzeitig Kirchenvorsteher in der Gemeinde sein.

(5)

Der Kirchenvorstand bereitet die Wahl von Vorstehern vor und nimmt Vorschläge entgegen. Sie können von jedem stimmberechtigten Gemeindeglied eingereicht werden und müssen mindestens zwei Wochen vor der Wahl vorliegen. Der Gemeinde sind die Kandidaten eine Woche vor der Wahl bekanntzugeben.

(6)

Die Kirchenvorsteher sind in geheimer Wahl zu wählen. Gewählt sind diejenigen, für die sich mehr als die Hälfte der anwesenden Stimmberechtigten entscheidet. Kommt diese Mehrheit nicht zustande, so ist in einem zweiten Wahlgang gewählt, wer die meisten Stimmen erhält.

(7)

Wenn innerhalb von vierzehn Tagen kein begründeter Einspruch gegen die Wahl erfolgt, wird der Gewählte nach Bestätigung durch den Superintendenten vom Pfarrer im Gottesdienst in sein Amt eingeführt. Über einen Einspruch entscheidet der Bezirksbeirat nach Anhörung des Kirchenvorstands. Bei Wiederwahl entfällt die Einführung.

(8)

Die Kirchenvorsteher werden für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

(9)

Ein Kirchenvorsteher scheidet aus dem Kirchenvorstand aus, wenn er sein Amt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Pfarrer niederlegt oder wenn er aus der Gemeinde ausscheidet.

(10)

Ein Kirchenvorsteher kann vom Kirchenvorstand zur Niederlegung seines Amtes aufgefordert werden, wenn er seinem Dienst nicht mehr ordnungsgemäß nachkommt, wenn er seine Pflichten grob verletzt oder sich nicht mehr treu zu Wort und Sakrament hält. Kommt der Kirchenvorsteher der Aufforderung nicht nach, so kann er – nachdem ihm zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben ist – durch Beschluß der Gemeindeversammlung in geheimer Abstimmung seines Amtes enthoben werden.
 

§ 9

Der Kirchenvorstand

(1)

Der Kirchenvorstand besteht aus dem Pfarrer und den von der Gemeindeversammlung gewählten Kirchenvorstehern.

(2)

Der Kirchenvorstand hat außer den in § 8 (1) für die Kirchenvorsteher genannten Aufgaben die folgenden wahrzunehmen:

a)

die Gemeindeversammlung vorzubereiten und ihre Beschlüsse auszuführen,

b)

das Gemeindevermögen zu verwalten,

c)

die Jahresabschlußrechnung und einen Haushaltsplan für das kommende Jahr der Gemeindeversammlung zur Beschlußfassung vorzulegen,

d)

Mitarbeiter für den Dienst in der Gemeinde zu gewinnen und zu berufen,

e)

bei Aufnahme und Ausschluß von Gemeindegliedern mitzuwirken,

f)

die Gemeindeinteressen gegenüber Dritten wahrzunehmen,

g)

die Gemeinde gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten.
Er kann dazu zwei seiner Mitglieder bevollmächtigen, die gemeinschaftlich handeln müssen.

 

Erklärungen an die Gemeinde können gegenüber dem Pfarrer oder dem Kirchenvorstand abgegeben werden. Schriftliche Erklärungen, durch die die Gemeinde verpflichtet werden soll, bedürfen der Unterschrift des Pfarrers und eines Kirchenvorstehers, in Vakanzfällen der Unterschrift zweier Kirchenvorsteher und des Pfarrverwesers.

(3)

Der Kirchenvorstand soll in der Regel jeden Monat zu einer Sitzung zusammenkommen. Die Sitzungen werden vom Pfarrer oder im Fall seiner Verhinderung von einem von ihm beauftragten Kirchenvorsteher einberufen und geleitet. Auf Verlangen von zwei Kirchenvorstehern ist unverzüglich eine Sitzung einzuberufen.

(4)

Der Kirchenvorstand ist beschlußfähig, wenn die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefaßt. Einmütigkeit ist anzustreben. Wer am Verhandlungsgegenstand persönlich beteiligt ist, darf an der Abstimmung nicht teilnehmen.

(5)

Zu den Kirchenvorstandssitzungen können auch andere Gemeindeglieder oder Mitglieder kirchlicher Organe mit beratender Stimme geladen werden.

(6)

Über alle Angelegenheiten, die die Seelsorge betreffen, die vertraulich sind oder als vertraulich beschlossen werden, ist Verschwiegenheit zu wahren.

(7)

Über die Beratungen des Kirchenvorstands ist eine Niederschrift anzufertigen, die zu verlesen und vom Pfarrer und einem Kirchenvorsteher zu unterzeichnen ist.
 

§ 10

Weitere Mitarbeiter

(1)

Zum Dienst in der Gemeinde können Gemeindeglieder als Lektoren, Katecheten, Organisten, Chorleiter, Küster, Jugendleiter, Alten- und Krankenpfleger sowie sonstige Helfer bestellt werden.

(2)

Die Mitarbeiter werden durch den Kirchenvorstand unter Festlegung ihrer Aufgaben berufen. Sie können im Gottesdienst eingeführt werden.

IV. Haushalt und Vermögen

§ 11

Der Haushalt der Gemeinde

(1)

Der Haushalt der Gemeinde wird bestritten durch Beiträge, Kollekten und Spenden der Gemeindeglieder (vgl. § 5 Abs. 3) sowie durch sonstige Einnahmen.

(2)

Alle einkommenden Geldmittel dürfen nur zu kirchlichen und gemeindlichen Zwecken verwendet werden.

(3)

Die Gemeinde soll jährlich einen Haushaltsplan aufstellen. Dabei hat sie darauf zu achten, daß durch größere Gemeindeaufgaben wie Bauten, Instandhaltungsmaßnahmen oder Personaleinstellungen das Aufkommen für die gesamtkirchliche Umlage nicht beeinträchtigt wird. Bevor die Gemeinde Aufgaben in Angriff nimmt, die in erheblichem Umfange den Haushalt der Gemeinde belasten, legt sie ihre Pläne dem Bezirksbeirat vor.

(4)

Die Gemeindekasse ist von dem durch die Gemeindeversammlung bestellten Kassenwart unter Beachtung des verabschiedeten Haushaltsplanes in Einnahmen und Ausgaben so zu führen, daß jederzeit eine Übersicht über die Kassenverhältnisse möglich ist. Nach Ablauf eines jeden Rechnungsjahres ist vom Kassenwart eine Jahresabschlußrechnung zu erstellen.

(5)

Die von der Gemeindeversammlung bestellten Kassenprüfer prüfen die Gemeindekasse nach Ablauf eines jeden Rechnungsjahres und beantragen die Entlastung des Kassenwartes, wenn die Kasse ordnungsgemäß geführt wurde.
 

§ 12

Das Vermögen der Gemeinde

(1)

Das Vermögen der Gemeinde ist sparsam und wirtschaftlich zu verwalten. Dies schließt ein, daß die zur Erhaltung der einzelnen Vermögensteile erforderlichen Maßnahmen rechtzeitig und in ausreichendem Umfange getroffen werden.

(2)

Das Vermögen der Gemeinde darf nur kirchlichen und gemeindlichen Zwecken dienen.

(3)

Im Falle der Auflösung der Gemeinde fällt ihr Vermögen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche zu. Ein Anspruch einzelner Gemeindeglieder auf Beteiligung am Gemeindevermögen besteht nicht.

V. Schlussbestimmungen

§ 13

Änderung der Gemeindeordnung

 

Der Bekenntnisstand der Gemeinde kann nicht geändert werden. Die Gemeindeordnung kann durch Beschluß der Gemeindeversammlung geändert werden. Der Beschluß bedarf einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden stimmberechtigten Gemeindeglieder. Vor jeder Beschlußfassung über eine Änderung der Gemeindeordnung ist eine Stellungnahme des Bezirksbeirates einzuholen. Der Gemeinde ist jede geplante Änderung der Gemeindeordnung mit der Tagesordnung schriftlich bekanntzugeben.
 

§ 14

Inkrafttreten

 

Diese Ordnung tritt in Kraft am 1.4.1977.
 

 

Letztmalig geändert am 22.1.2015.

Pfarrer Markus Büttner

Pfarrer Markus Büttner
Geboren wurde Pfarrer Markus Büttner in einer norddeutschen Hansestadt. Das Sakrament der Heiligen Taufe empfing er in der Evangelisch-Lutherischen Pella-Gemeinde zu Farven. Konfirmiert wurde er in der Evangelisch-Lutherischen Christusgemeinde in Sittensen. Kindheit und Jugend verbrachte er im Landkreis Rotenburg/Wümme.

Nach dem Abitur studierte er Evangelische Theologie zunächst an der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberusel/Taunus, sowie an den Universitäten Tübingen und Göttingen. Sein Lehrvikariat absolvierte er in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Berlin-Mitte (Annenstraße) und wurde dort am Gedenktag der Heiligen durch Propst Wilhelm Torgerson ordiniert.

Dann trat er seinen Dienst in Gifhorn an und wurde mit der Gemeindeleitung der Evangelisch-Lutherischen Philippusgemeinde betraut. Nachdem die Lutherische Kirchenmission, das Missionswerk der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, die Verantwortung für das Missionsprojekt in Gifhorn hat auslaufen lassen und die Gemeinden in Wolfsburg und Gifhorn einen Pfarrbezirk gebildet haben, wurde er durch Berufung in die vakante Pfarrstelle der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde "Zum Heiligen Kreuz" in Berlin-Wilmersdorf Pfarrer dieser Gemeinde.

Auf die Zehlendorfer Pfarrstelle berufen, versieht er nun in der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde seither seinen Dienst. Schwerpunkte seiner Arbeit sind u.a.: Leitung des Kirchenvorstandes, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Gottesdienste, Seelsorge, diakonisch-missionarischer Gemeindeaufbau in der Gemeinde, Arbeit mit verschiedenen Gemeindegruppen unterschiedlichen Alters. Unser Pfarrer hat die Geschäftsführung der Kirchengemeinde inne und ist derzeit Hauptpfarrer an St. Marien. Er ist verheiratet.  

Zusatzqualifikationen

- Mitarbeiterführung: kompetent & souverän leiten (Diakonische Akademie) [2021-2022]

- Kommunikationsmanager (Deutsche Presseakademie Berlin - depak) [2011-2012]

- Berater für Prepare/Enrich-Eheberatung [2007]

 

Beauftragungen und Berufungen

Stellvertretender Missionsdirektor der Lutherischen Kirchenmission (Bleckmarer Mission) ab 2025

Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg (2013-2022)

 

Veröffentlichungen

- Markus Büttner, Werner Klän als Herausgeber: Friedrich Wilhelm Hopf. Kritische Standpunkte für die Gegenwart. Ein lutherischer Theologe im Kirchenkampf des Dritten Reichs, über seinen Bekenntniskampf nach 1945 und zum Streit um seine Haltung zur Apartheid, Göttingen 2012.

- Markus Büttner, Beichtansprache am Sonntag Okuli, S. 222-223 in: Heilvolle Wende. Buße und Beichte in der evangelisch-lutherischen Kirche. Hrsg. von Christoph Barnbrock, Werner Klän, Göttingen, 2010.

- Markus Büttner, Artikel, Berichte und Andachten im Missionsblatt Gehet hin!, Lutherische Kirche, Lokalzeitungen, Feste-Burg-Andachtskalender.

Kirchenführung durch eine evangelisch-lutherische Kirche

Herzlich willkommen in der Evangelisch-Lutherischen St. Marienkirche in Berlin-Zehlendorf. Wir führen Sie nun durch unsere Kirche und machen Sie mit dem Wichtigsten in einer Kirche vertraut. Wie bei vielen anderen Dingen, mag der Einstieg vielleicht etwas schwer fallen. Aber lassen Sie sich nicht entmutigen. Niemand wird komisch gucken, wenn Sie etwas nicht wissen oder richtig machen. Wir machen Ihnen Mut einmal vorbeizuschauen und sich die Kirche anzusehen und den Gottesdienst mitzufeiern. Ein Gottesdienstablauf liegt auch immer aus.

 

Die Kirche als Haus Gottes
Zunächst sehen wir uns das Kirchengebäude an. Eine Kirche ist nicht wie jeder andere Bau, sondern ein für Gott geweihtes und für ihn vorbehaltenes Haus. Darum spricht man bei einer Kirche auch von einem Gotteshaus. In einer Kirche werden Gottesdienste gefeiert, die nach einem festgelegten Ablauf gefeiert werden. Dieser Gottesdienstablauf wird auch Liturgie genannt. Die Gottesdienste in unserer Kirche finden jeden Sonntag um 9.30 Uhr als Beichtgottesdienst und um 10.00 Uhr als Abendmahlsgottesdienst statt. Aber auch unter der Woche werden Gottesdienste gefeiert. Zu allen Gottesdiensten sind Sie herzlich eingeladen. Im Gottesdienst spricht Gott durch sein Wort, dass wir in der Bibel finden, zu uns, er schenkt uns Vergebung und einen Neuanfang für unser Leben durch die Beichte und er feiert mit uns im Heiligen Abendmahl. Die Gottesdienstbesucher antworteten auf diesen Dienst Gottes mit Singen und Beten. Im Gottesdienst sind alle Generationen vor Gott versammelt. Gottesdienst feiern Männer und Frauen gemeinsam.

 

Glocken
Im Kirchenturm klingen 2 Glocken. Die Glocken haben die Aufgabe die Menschen zum Gottesdienst zu rufen und sie einzuladen den Dreieinigen Gott zu begegnen.

 

Kircheingang und Vorhalle
Durch die Kirchentür kommen Sie in die „Vorhalle“ oder Foyer der Kirche. Sie befinden sich noch in einem Vorraum der eigentlichen Kirche. Dort finden Sie Informationsmaterial, Bekanntmachungen zu Veranstaltungen und Einladungen zu besonderen Ereignissen. Wenn Sie sich links halten, gelangen Sie in die Kirche.

 

Kirchenbänke
Zunächst fallen die Kirchenbänke auf. Auf diesen Bänken nimmt man Platz. Es gibt keine vorgeschriebenen Plätze. Sie können sich einen frei aussuchen. Ausgerichtet sind die Bänke in Richtung des Altarraumes.

 

Der Altarraum
Der Altarraum ist erhöht. Er soll - außer vom Pfarrer und denen, die dort Dienst tun - nicht betreten werden. Auf den Altarstufen sind Kniekissen gelegt. In der Lutherischen Kirche wird am Altar gekniet, wenn Christen dort beispielsweise die Sündenvergebung (Beichte) und das Heilige Abendmahl empfangen.

 

a) Die Kanzel
Ganz vorne links befindet sich eine Kanzel aus Stein. Sie ist leicht erhöht, damit der Pfarrer von allen gut gesehen und gehört werden kann. Während des Gottesdienstes hält der Pfarrer von dort die Predigt. Die Predigt ist nicht nur eine religiöse Rede, sondern sie ist Gottes Wort für diese Zeit und Welt. Grundlage einer jeden Predigt muss ein Abschnitt aus der Bibel sein. Die Bibel ist das heilige Buch der Christen. Nachdem der Pfarrer aus der Bibel vorgelesen hat, legt er dieses Wort Gottes für diese Zeit aus. Die Gottesdienstbesucher hören zu. Während der Predigt können keine Fragen gestellt werden, auch Beifalls- oder Missfallensbekundungen sind zu diesem Zeitpunkt nicht angemessen. Wenn Sie sich äußern möchten, sprechen Sie nach dem Gottesdienst mit dem Pfarrer.

 

b) Altar
In der Mitte der Kirche steht ein großer Tisch - der Altar genannt wird. In einer evangelisch-lutherischen Kirche, wie der St. Marienkirche oder der Dreieinigkeitskirche, ist der Altar der wichtigste Ort im Kirchgebäude. Dort wird das Heilige Abendmahl gefeiert. Das Heilige Abendmahl ist von Jesus Christus eingesetzt worden. Wir empfangen unter dem Brot seinen wahren Leib und unter dem Wein sein wahres Blut zur Vergebung der Sünden.

 

 - Kerzen:
Auf dem Altar stehen Kerzen als Symbol dafür, dass Jesus Christus als das Licht der Welt in diesem Gottesdienst wirklich gegenwärtig ist.

 

- Kruzifix:
Ebenso ist über dem Altar ein Kruzifix zu sehen. Es ist das Symbol für das Christentum. Es erinnert uns daran, dass Gottes Sohn, Jesus Christus, am Kreuz gestorben ist. Er stirbt dort für die Sünden der Welt - auch für unsere Verfehlungen. Durch sein Sterben am Kreuz stirbt er stellvertretend für uns Menschen und sühnt die Sünden. Jedoch ist nicht der Tod am Kreuz das Ende, sondern der Anfang. Zu Ostern, dem höchsten kirchlichen Fest, feiert die Kirche die wirkliche Auferstehung Jesu von den Toten. Jesus Christus ist also nicht Tod, sondern er lebt.

 

- Agende:
Während des Gottesdienstes liegt auf dem Altar ein Buch, das den Ablauf des Gottesdienstes mit Gebeten usw. enthält. Dieses Buch nennt man Agende.

 

- Blumen:
Auf dem Altar stehen Blumen. Sie dienen nicht nur zur Zierde, sondern die Schnittblumen erinnern uns daran, dass einerseits die Schönheit des Lebens vergeht und andererseits der Mensch sich zu Gott wendet.

 

- Abendmahlsgeräte:
Während des Gottesdienstes befinden sich auf dem Altar auch die heiligen Geräte, die zur Feier des Heiligen Abendmahls notwendig sind, der Teller (Patene) und der Kelch. Bis diese Geräte zur Abendmahlsfeier gebraucht werden, sind sie unter einem Tuch (Velum) verborgen, das in den Farben des Kirchenjahres gehalten ist. Während des ganzen Gottesdienstes sind aber die Weinkanne und die Dose für die Hostien (Pyxis) zu sehen. Zur Abendmahlsfeier deckt der Pfarrer dieses große Tuch ab. Er bereitet alles für die Abendmahlsfeier vor.

 

c) Taufkapelle in Zehlendorf
In der St. Mariengemeinde haben wir eine kleine Taufkapelle, die sofort ins Auge fällt, wenn Sie die Kirche betreten. Dort werden Menschen getauft und dadurch zu Christen. An der Wand ist ein Abschnitt aus der Passionsgeschichte zu sehen: Johannes, Maria und Jesus.

 

d) Osterkerze
Hinter dem Taufstein ist eine große Kerze auf einem Ständer zu sehen. Es ist die Osterkerze. Sie wird von Ostern bis Himmelfahrt angezündet als Zeichen, dass Jesus Christus vom Tod auferstanden ist und lebt. Ebenso wird die Osterkerze zur Taufe und am Ewigkeitssonntag angezündet. Am Ewigkeitssonntag gedenken wir der Gemeindeglieder, die im letzten Kirchenjahr verstorben sind.

 

e) Lesepult
Ganz links ist ein Lesepult zu sehen. Von dort werden die Lesungen aus dem Lektionar - das ist ein Buch, indem ausgewählte Lesungen aus der Bibel zusammengestellt sind - vorgenommen. In jedem Sonntagsgottesdienst wird von dort die Epistel (griechisch für Brief der Apostel ) und das Evangelium (griechisch für die frohe Botschaft von Jesus Christus) vorgelesen. Hierzu steht die Gemeinde auf und setzt sich nach den Lesungen wieder. Auch die Abkündigungen - die Veranstaltungen für die kommende Woche, sowie besondere Ereignisse- werden von dort vorgelesen. Hierzu bleibt die Gemeinde aber auf dem Platz sitzen.

 

Orgel
Ebenso fällt Ihnen die Orgel auf, wenn Sie sich vom Altar abwenden, sich umdrehen und den Blick nach hinten richten. Dieses Instrument wird zu den Gottesdiensten, bisweilen auch zu Kirchenkonzerten, von einer Person, den man Organist oder Organistin nennt, gespielt. Die Orgel begleitet den Gemeindegesang und teilweise auch die Liturgie - den gesungenen Ablauf des Gottesdienstes.

 

Kollektenkasten
Am Ausgang der Kirche befinden sich in Zehlendorf rechts und links an Ausgangstür kleine Kästen, in denen Sie Geld für gemeindliche, diakonische oder andere kirchliche Zwecke einwerfen können.  Nachher wird es vom Kassenführer (Rendanten) auf das Gemeindekonto eingezahlt und ggf. weitergeleitet.


Gesangbuch
In einem Gottesdienst werden Lieder gesungen. Sie dienen dem Lob Gottes und der Stärkung der Gottesdienstbesucher. Die Kirchenlieder sind im Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch zusammengestellt. Manchmal singen wir auch aus anderen christlichen Liederbüchern. Sowohl die Gesangbücher als auch die anderen Liederbücher finden Sie in der Vorhalle (Foyer) vorne rechts. Ein Kirchenvorsteher ist Ihnen gerne behilflich.

 

Pfarrer
Der Pfarrer ist der geistliche Leiter der Gemeinde. Im Auftrag und anstelle Jesu Christi verkündigt er Gottes Wort und spendet die Taufe, die Beichte und das Heilige Abendmahl. Dies darf er, weil er hierzu ordiniert (geweiht/gesegnet) ist. Sein geistliches Amt leitet sich aus dem Apotelamt ab (Apostel sind die 12 Jünger Jesu und Paulus). Er zieht für den Gottesdienst Gewänder an. Diese dienen dazu, dass nicht er als Person, sondern allein Jesus Christus im Vordergrund steht.

 

Posaunenchor
Während des Gottesdienstes spielt manchmal auch ein Posaunenchor. Ein Posaunenchor besteht aus vielen Blechblasinstrumenten, wie Trompeten, Posaunen und manchmal einer Tuba.

Tips zum Verhalten in der Kirche

 

Wer selten oder noch gar nicht eine Kirche betreten hat, kann sich manchmal hilflos vorkommen und sich fragen, was man darf und was man gar nicht machen sollte. Eine Hilfe für Sie kann es sein, wenn Sie die sich auf unserer Internetseite den kleinen Kirchenführer und die Grundlagen des Glaubens durchlesen. Denn eine Kirche ist nicht ein Gebäude, wie jedes andere auch. Auch ist ein Gottesdienst etwas ganz Besonderes. Hier einige ganz einfache Regeln, die Sie bitte nicht abschrecken möchten, sondern wirklich als Hilfe verstanden werden dürfen.

 

- Männer nehmen, sofern sie eine Kopfbedeckung tragen, diese ab. Frauen hingegen können eine Kopfbedeckung weiter tragen, wenn sie es möchten.

- Laufen, Rufen, lautstarke Unterhaltungen, sind zu unterlassen.

- Essen und Trinken sollten nicht in der Kirche stattfinden.

- Ebenso darf keinesfalls geraucht oder Alkohol zu sich genommen werden.

- Sie können sich außerhalb des Gottesdienstes die Kirche ansehen, bitte betreten Sie aber nicht den Altarraum und Räumlichkeiten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind (Sakristeien, Emporen, etc.)

- Vor einem Gottesdienst können Sie einen Liederzettel und ein Gesangbuch mitnehmen, damit Sie dem Gottesdienst folgen und mitsingen können. Dann geht man in die Kirchenbank, spricht ein stillles Gebet im Stehen und stetzt sich.

- Wenn die Gottesdienstbesucher aufstehen, stehen Sie bitte auch auf.

- Wenn die Gottesdienstbesucher sitzen, sitzen Sie bitte.

- Wenn die Gottesdienstbesucher knien, knien Sie bitte auch.

- Applaudieren Sie niemals während des Gottesdienstes.

- Laufen Sie während des Gottesdienstes nicht in der Kirche herum (um z.B. Fotos zu machen, Videos zu drehen etc.)

- Unterhaltungen während des Gottesdienstes sind nicht gerne gesehen.

- Surfen Sie bitte nicht im Internet.

- Fragen dürfen Sie sehr gerne nach dem Gottesdienst stellen, aber nicht währenddessen.

 - Handys sind auszuschalten.

 - Die Gesangbücher sind auf die Ablagefläche vor Ihnen abzulegen, nicht aber auf dem Fußboden.

 - Angemessene Kleidung ist bitte in der Regel zu tragen (Bikkini oder Badehose sind nicht angemessen).

 - Kinder sind uns immer sehr willkommen. Zu Beginn des Gottesdienstes sind sie mit dabei und feiern dann ihren Kindergottesdienst im Kindergottesdienstraum weiter. Sie werden von Kindergottesdienstmitarbeiterinnen betreut.

 

Gottesdienst feiern

Der evangelisch-lutherische Hauptgottesdienst mit Feier des Heiligen Abendmahls oder Die Heilige Messe der Evangelisch-Lutherischen Kirche

 

Einleitung

Die christliche Gemeinde versammelt sich zum Gottesdienst in der Gewissheit und Freude, dass Jesus Christus wirklich vom Tod auferstanden ist, lebt und unter uns wirklich gegenwärtig ist. Darum feiert sie den Sonntag, den Auferstehungstag Christi, als den Tag des Herrn. Wir vertrauen auf Christi Wort, dass er mitten unter uns ist, wenn wir in seinem Namen zusammenkommen. So gleicht der lutherische Hauptgottesdienst mit Feier der Beichte und des heiligen Abendmahls dem festlichen Einzugs eines Königs. Jesus Christus als König kommt zu seiner Gemeine in der Verkündigung seines Wortes, in der Heiligen Taufe, in der Heiligen Beichte und im Heiligen Abendmahl. Als Gemeinde Jesu Christi begrüßen wir ihn Anbetung und Lobpreis und nehmen ihn selbst auf im Hören auf sein Wort aus der Bibel und empfangen die Heiligen Gaben - wahrer Leib und wahres Blut des Herrn Christus - im Heiligen Abendmahl. Gottesdienst ist darum Gottes Dienst an uns, worauf wir durch unseren Dienst für Gott antworten. Die lutherische Kirche weiß sich in ihrem Glauben und Bekennen verbunden mit der Einen heiligen christlichen und apostolischen Kirche aller Zeiten und an allen Orten. Darum feiern wir den lutherischen Gottesdienst nach der altkirchlichen Ordnung, die in Jahrhunderten gewachsen und durch die lutherische Reformation neu zur Geltung gekommen ist. Lassen Sie sich zu unseren Gottesdiensten einladen und feiern Sie mit.


Der Name des lutherischen Hauptgottesdienstes

„Man wirft den Unseren zu Unrecht vor, sie hätten die Messe abgeschafft. Denn es ist offenkundig, daß die Messe, ohne uns rühmen zu wollen, bei uns mit größerer Andacht und mit mehr Ernst gehalten wird als bei den Gegnern. … So ist auch an der öffentlichen Zeremonie der Messe keine nennenswerte Änderung vorgenommen worden, außer daß an einigen Orten deutsche Gesänge neben dem lateinischen Gesang gesungen werden, um das Volk dadurch zu belehren und einzuüben. Denn alle Zeremonien dienen in erster Linie dazu, daß das Volk dadurch lernt, was von Christus zu wissen notwendig ist.“ So weit ein kleiner Abschnitt aus dem grundlegenden Bekenntnis der lutherischen Kirche, dem Augsburger Bekenntnis von 1530, Artikel 24 von der Messe. Auch nachzulesen in unserem Evangelisch - Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG) Seite 1253.

Unsere Evangelisch-Lutherische Kirchenagende I, die wir jeden Sonntag benutzen, benennt unsere Gottesdienste folgendermaßen: Der Hauptgottesdienst mit Predigt und Heiligem Abendmahl. Die heilige Messe der evangelisch-lutherischen Kirche. Das Wort Messe ist ein Fremdwort. Es kommt aus dem Lateinischen (missa) und heißt soviel wie „Sendung“. Sendung und Segnung erfolgen am Schluss des Gottesdienstes. „Gehet hin im Frieden des Herrn. Gott sei ewiglich dank.“ Dann spendet der Pfarrer den Segen.

Messe meint also nichts anderes als ein Gottesdienst, der aus Wortverkündigung und Feier des Heiligen Abendmahls besteht. Einige Gemeinden in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche nennen ihre Abendmahlsgottesdienste in dieser Weise , andere nicht. Hier haben wir eine große Freiheit. Wir können gerade als Lutheraner unverkrampft mit dem Begriff „Messe“ umgehen. Denn unsere lutherischen Bekenntnisschriften  reden von Messe, wenn sie ihre eigenen lutherischen Gottesdienste mit Feier des Heiligen Abendmahls meinen. Der Begriff „Messe“ ist also nicht ausschließlich römisch-katholisch, sondern gut lutherisch. Freilich verstehen wir Lutheraner inhaltlich anderes unter der „Messe“ als die römische Kirche. Erste Aufschlüsse über das, was lutherisches Gottesdienstverständnis ist, finden sich in unserem Evangelisch - Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG) Seite 1253-1254.


Die Agende der Evangelisch-Lutherischen Kirche

In der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) haben wir eine eigene Agende, die den Namen Evangelisch-Lutherische Kirchenagende Band I trägt. Im Unterschied zum Evangelischen Gottesdienstbuch, das für fast alle protestantischen Landeskirchen gilt, ist die Evangelisch-Lutherische Kirchenagende I eine Agende ausschließlich für die Lutherische Kirche und bringt auf diese Weise auch das lutherische Profil zum Tragen. Diese Agende ist erschienen bei: Herder ISBN 3-451-26102-2. Neben dem Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG), das vom Evangelischen Gesangbuch (EG) für alle protestantischen Landeskirchen zu unterscheiden ist, verwenden wir in Berlin-Zehlendorf und Steglitz das Beiheft zum Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch.

 

Der Ablauf des Abendmahlsgottesdienstes oder Messe der Evangelisch-Lutherischen Kirche

 

I Eingangsteil: Eröffnung und Anrufung

Glockengeläut

Vorspiel der Orgel

Eingangslied und Introitus

Eingangslied und Eingangspsalm stimmen uns auf den Gottesdienst ein und laden zur Anbetung ein. Introitus heißt Einzug. Gott kommt zu uns. Die Psalmen des Alten Testaments verbinden uns mit der Gemeinde des Alten Bundes. Auch als Lieder der Christen finden sie ihren Abschluss im Lobpreis des Dreieinigen Gottes: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Der Sonntagspsalm wird im Wechsel zwischen Chor und Gemeinde gesungen. So singt die im Namen Jesu versammelte Gemeinde zu Ostern im 5. Psalmton:


Der Herr ist auferstanden, Halleluja. *

Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja.

 

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten:*

Die Rechte des Herrn behält den Sieg.

 

Ich werde nicht sterben, sondern leben*

und des Herrn Werke verkündigen.

 

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.*

Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.

 

Dies ist der Tag, den der Herr macht;*

lasst uns an ihm freuen und fröhlich sein.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohne*

und dem Heiligen Geiste,

 

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar*

und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

Kyrie

Mit dem griechischen Kyrie eleison (Herr, erbarme dich) begrüßten die Menschen in der Antike den einziehenden König. Mit genau diesen Worten wandten sich immer wieder Menschen an Jesus Christus . Die Kirche bekennt sich mit diesem Ruf nach Hilfe zu Jesus Christus als einzigen Herrn und Herrscher. So singen Chor und Gemeinde im Wechsel:

 

Kyrie eleison.

Herr erbarme dich.

 

Christe, eleison.

Christe, erbarme dich.

 

Kyrie eleison.

Herr, erbarm dich über uns.

 

Gloria

Im Gloria in excelsis (Ehre sei Gott in der Höhe) verbindet sich die Bitte um Hilfe mit dem Dank Gottes Gnade, Treue und Liebe. Weil Jesus Christus in der Verkündigung seines Wortes und in der Feier des Heiligen Abendmahls als Retter zu uns kommt, nimmt die Gemeinde das Lob und die Freude der Engel bei Christi Geburt auf und führt ihn weiter in einem überschwänglichen Jubel und Lobpreis des Dreieinigen Gottes. So intoniert der Pfarrer das Gloria und die Gemeinde stimmt singend mit ein:

 

Pfarrer:

Ehre sei Gott in der Höhe

 

Gemeinde und Pfarrer im Wechsel:

und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Wir loben dich, wir benedeien dich, wir beten dich an, wir preisen dich, wir sagen dir Dank um deiner großen Ehre willen, Herr Gott, himmlischer König, Gott allmächtiger Vater, Herr, eingeborner Sohn, Jesu Christe, du Allerhöchster, und dir, du Heiliger Geist. Herr Gott, Lamm Gottes, ein Sohn des Vaters, der du hinnimmst die Sünd der Welt: erbarm dich unser, der du hinnimmst die Sünd der Welt: nimm auf unser Gebet, der du sitzest zu der Rechten des Vaters, erbarm dich unser. Denn du allein bist heilig, du bist allein der Herr, du bist allein der Höchst, Jesu Christe, mit dem Heiligen Geist in der Herrlichkeit deines Vaters. Amen.

 

Gruß und Gebet des Tages

Alles Loben und Beten zu Beginn des Gottesdienstes wird zusammengefasst in einem kurzen Gebet für den Tag (Kollektengebet). Bevor das Gebet gesungen wird, segnet der Pfarrer die Gemeinde und lässt sich von der Gemeinde segnen mit dem biblischen Gruß: Der Herr sei mit euch – und mit deinem Geist. Danach betet der Pfarrer mit ausgebreiteten Armen und singt:

 

Pfarrer:

Allmächtiger Gott, du hast durch das Wunder der Auferstehung deines Sohnes der WElt dein Heil geschenkt: wir bitten dich, lass auch uns die vollkommene Freiheit erlangen und durchdringen zum ewigen Leben. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir un dem Heiligen Geiste, lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

Gemeinde:

Amen.

 

II Der Wortteil: Verkündigung und Bekenntnis

 

Lesung aus einem Brief des Neuen Testaments (Epistel)

Nach dem Gebet des Tages (Kollektengebet) schließen sich bei uns eine Lesung aus dem Alten Testament und einem der neutestamentlichen Briefe (Epistel) an. Im Anschluss an diese beiden Lesungen erklingt das Halleluja (Lobet den Herrn). Hier dankt die Gemeinde für das gehörte Wort Gottes.

 

Hauptlied und Heiliges Evangelium

Im folgenden Hauptlied, das für jeden Sonntag feststeht und auf den Inhalt des Evangeliums hinweist, nimmt die Gemeinde an der Verkündigung des Wortes teil. Aus einem der vier Evangelien hören wir dann die Worte Christi und von seinen Heilstaten. Darum singt die Gemeinde vorher „Ehre sei dir Herre“ und „Lob sei dir o, Christ“. Nach lutherischer Tradition gibt das Evangelium dem Sonntag sein Thema.

 

Das Glaubensbekenntnis

Die Gemeinde antwortet auf das Evangelium mit Bekenntnis des Glaubens: Abwechselnd wird das Bekenntnis von Nicäa-Konstantinopel und das apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen. Das Apostolische Glaubensbekenntnis erinnert uns an unsere Taufe. Beide Bekenntnisse verbinden die sonst so unterschiedlichen Konfessionen.

 

Predigt und Predigtlied

Auf das Aufgangslied, das zur Predigt hinführt, schließt sich die Predigt mit anschließendem Predigtlied an. Die Predigt ist nicht menschliche Rede über ein religiöses Thema, sondern Bezeugung des göttlichen Wortes in der Kraft des Heiligen Geistes. Durch die Predigt spricht Gott selber zu uns. Die Gemeinde entfaltet ihr Amen zur Predigt im Predigtlied.

 

Abkündigungen und Kollekte

 

Es folgen die Abkündigungen. Bekanntgegeben werden die Ereignisse des Gemeindelebens und die Termine der neuen Woche.

 

Dankopfergebet und Allgemeines Kirchengebet

 Im Allgemeinen Kirchengebet, auch Fürbittengebet oder diakonisches Gebet,  bringt die Kirche sich und die Anliegen, Nöte, Sorgen vor Gott. Nach dem Vorbild des Vaterunsers gliedert sich das Fürbittengebet in drei Abschnitte: Fürbitte für die Kirche und ihre Arbeit, für die Ordnungen des irdischen Lebens und die Verantwortlichen, für alle Menschen, die Not leiden.

 

III. Der Sakramentsteil: Die Feier des Heiligen Abendmahls

 

Im wechselseitigen Gruß, der dieses Gebet entsprechend der Kirchenjahreszeit, einleitet, wird der Ton angeschlagen, der die ganze Abendmahlsfeier bestimmt:

 

Pfarrer:

Der Herr sei mit euch.

 

Gemeinde:

Und mit deinem Geiste.

 

Pfarrer:

Die Herzen in die Höhe.

 

Gemeinde:

Wir erheben sie zum Herren.

 

Pfarrer:

Lasset uns danksagen, dem Herren, unserem Gotte.

 

Gemeinde:

Das ist würdig und recht.

 

Großes Dankgebet (Präfation)

 

Pfarrer:

Wahrhaft würdig ist es und recht, dass wir dich, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, zu allen Zeiten und an allen Orten, besonders in dieser österlichen Zeit, herrlicher preisen, denn es ist geopfert unser Osterlamm: Christus. Er ist das wahre Lamm Gottes das die Sünden der Welt hinweg genommen, unsern Tod durch sein Sterben zerstört, und durch seine Auferstehung das Leben wiedergebracht hat. Darum mit allen Engeln und Erzengeln, mit den Mächten und Gewalten und mit dem ganzen himmlischen Heer, singen wir deiner Herrlichkeit einen Lobgesang  und bekennen ohne Ende. (Evangelisch-Lutherische Kirchenagende I)

 

Die Anbetung der Herrlichkeit des dreieinigen Gottes im Sanctus vereinigt die Kirche auf Erden sich mit dem himmlischen Lobpreis der Engel und den vollendeten Heiligen:

 

Pfarrer und Gemeinde:

Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth. Voll sind Himmel und Erdreich seiner Ehre. Hosianna in der Höhe. Gebenedeit sei Marien Sohn, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.

 

Im Heiligen Abendmahl ragt schon die neue Welt Gottes in diese vergängliche Welt hinein. Der Altar als „Tisch des Herrn“ wird zum Thron des erhöhten Gottes Lammes.

 

Bitte um den Heiligen Geist (Epiklese)

An besonderen Festtagen verwenden wir auch die Epiklese. Das Dankgebet fährt nun fort mit dem Lobpreis unserer Errettung durch Christi Sterben am Kreuz und mit der Bitte um den Heiligen Geist zum gläubigen Empfang des wahren Leibes und Blutes Christi unter Brot und Wein:

 

Gelobt seist du, Herr des Himmels und der Erde, dass du dich über deine Geschöpfe erbarmt und deinen eingeborenen Sohn in unser Fleisch gesandt hast. Wir danken dir für die Erlösung, die du uns bereitet hast durch das heilige allgenungsame Opfer seines Leibes und Blutes am Stamme des Kreuzes. In seinem Namen und zu seinem Gedächtnis versammelt, bitten wir dich, Herr: sende herab auf uns den Heiligen Geist, heilige und erneuere uns nach Leib und Seele und gib, dass wir unter diesem Brot und Wein deines Sohnes wahren Leib und Blut im rechten Glauben zu unserem Heil empfangen, da wir jetzt nach seinem Befehl sein eigenes Testament also handeln und brauchen. (Evangelisch-Lutherische Kirchenagende I)

 

Konsekration

 

Die Einsetzungsworte Christi sind das Herzstück der Abendmahlsliturgie. Brot und Wein werden durch den ordinierten Pfarrer gesegnet und damit sind sie, wie Luther im Kleinen Katechismus bekennt, der wahre Leib und Blut unseres Herrn Jesus Christus unter dem Brot und Wein uns Christen zu essen und zu trinken, von Christus selbst eingesetzt. Was Christus sagt, geschieht. In Ehrfurcht und Anbetung des wirklich gegenwärtigen Herrn kniet die Gemeinde nieder:

 

Pfarrer:

Unser HERR Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brachs und gabs seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset; das ist + mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus; dieser Kelch ist das neue Testament in + meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut zu meinem Gedächtnis. (Evangelisch-Lutherische Kirchenagende I)

 

Geheimnis des Glaubens und Heilsgedächtnis (Anamnese)

„So oft ihr von diesem Brot esst und von diesem Kelch trinkt, verkündigt ihr des Herrn Tod, bis dass er kommt.“ Gemäß diesen Worten des Apostels Paulus denkt die Gemeinde anbetend des Todes, der Auferstehung, der Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus. Die Gemeinde bittet um das Kommen Christi, an dem der Herr der Kirche alle Gläubigen um seinen Thron versammeln und vereinen wird. Somit kommt hier auch eine ökumenische Dimension zum Tragen. Mit dem Amen bezeugt die Gemeinde ihre Sehnsucht nach der zukünftigen Welt Gottes. Im Heiligen Abendmahl haben wir einen Vorgeschmack auf das, was uns im Himmel einmal erwarten wird.

 

Pfarrer:

Geheimnis des Glaubens.

 

Gemeinde:

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.

 

Pfarrer:

An besonderen Festtagen folgt dann die Anamnese - das Heilsgedächtnis. So gedenken wir vor dir, himmlischer Vater, deines Sohnes. Er ist am Kreuz gestorben und am dritten Tage auferstanden. Ihm ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden, und er vertritt uns allezeit vor dir. Gedenke, Herr, deiner Kirche hier und an allen Orten. Schenke ihr Eintracht und Frieden. Bringe zusammen, die du erwählt hast von den Enden der Erde zu einem heiligen Volk. Vollende dein Reich in Ewigkeit und versammle uns zum himmlischen Mahl deines lieben Sohnes. Durch ihn und mit ihm und in ihm sei dir, Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.

 

Gemeinde:

Amen.

 

Vaterunser

Der Herr Jesus Christus lädt zu seinem Tisch ein. So eröffnet das Vaterunser, das Gebet des Herrn, als Tischgebet sein heiliges Abendmahl.

 

Pfarrer und Gemeinde singen gemeinsam:

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Friedensgruß

Der Friedensgruß ruft alle, die sich nun in die Gemeinschaft des Leibes Christi, der einen heiligen christlichen Kirche, zusammenschließen lassen, zum Frieden untereinander und in gegenseitiger vergebender Liebe.

 

Pfarrer:

Der Friede + des Herrn sei mit euch allen.

 

Gemeinde:

Amen.

 

Agnus Dei (Christe, du Lamm Gottes)

Durch das Agnus Dei, unmittelbar vor der Austeilung gesungen, erbittet noch einmal die Gnade dessen, der uns durch sein Opfer am Kreuz mit Gott versöhnt hat und preist die wirkliche Gegenwart seines Leibes und Blutes im Heiligen Abendmahl. Während des Liedes bricht der Pfarrer nach lutherischer Tradition die große Schauhostie. Es wird der gebrochene Leib und das vergossene Blut Christi unter Brot und Wein ausgeteilt und empfangen.

 

Pfarrer und Gemeinde:

Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd’ der Welt, erbarm dich unser. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd’ der Welt, erbarm dich unser. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd’ der Welt, gib uns deinen Frieden. Amen.

 

Pfarrer:

Seht das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt. Kommt und empfangt den Leib und das Blut des Herrn.

 

Austeilung

Wer im Vertrauen auf Christi Worte zum Heiligen Abendmahl kommt, der wird reich beschenkt: Christi wahrer Leib und Christi wahres Blut zur Vergebung unserer Sünden.

 

Pfarrer:

Nehmet hin und esset, dies ist der wahre Leib unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi. Nehmet hin und trinket alle daraus, dieser Kelch ist das wahre Blut unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi. Der wahre Leib und das wahre Blut unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, stärke und bewahre euch im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. Gehet hin im Frieden des + Herrn. Amen.

 

Stehen für die Abendmahlsgäste nicht mehr genügend heilige Gaben - Leib und Blut Christi unter Brot und Wein - bereit, konsekriert (segnet) der Pfarrer unter Rezitation der Einsetzungsworte erneut Brot und Wein. Auch hieran ist erkennbar, dass wir es mit einem lutherischen Abendmahlsverständnis zu tun haben: In den protestantischen Kirchen wird auf die Nachkonsekration verzichtet (reformiertes Abendmahlsverständnis), während in der römisch-katholische Kirche der gesamte Messgottesdienst wiederholt werden müsste. Die Nachkonsekration ist also auch ein Kennzeichen für einen lutherischen Hauptgottesdienst.

 

Nunc dimittis

Das, was dem alten Simeon vergönnt war, den Heiland Jesus Christus zu sehen und ihn auf den Armen zu tragen, ist durch den Empfang von Christi wahren Leib und Blut dem Glaubenden heute geschenkt worden. Darum lobt und dankt die Gemeinde ihren Herrn Jesus Christus für diese Gaben. Der Pfarrer summiert währenddessen die nicht verzehrten, aber gesegneten (konsekrierten) Gaben. Sie werden nicht erneut für die Abendmahlsfeier verwandt.

 

Der Schlussteil wird mit dem Wechselgruß

 

Pfarrer:

Der Herr sei mit euch.

 

Gemeinde:

Und mit deinem Geist

 

eingeleitet.

 

Der Versikel, ein kurzes Bibelwort (hier für Ostern), leitet das Schlussgebet ein:

 

Pfarrer:

Christus hat dem Tod die Macht genommen, Halleluja

 

Gemeinde:

und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht, Halleluja

 

Pfarrer:

Wir danken dir, allmächtiger, barmherziger Gott, dass du uns durch diese heilsame Gabe erquickt hast: Wir bitten dich, gieß aus in unsere Herzen den Geist deiner Liebe und die gesättigt hast mit deinem Osterlamm, mache einträchtig in deinem Frieden. Durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

Gemeinde:

Amen.

 

IV Schlussteil: Sendung und Segen

Gehet hin im Frieden des Herrn! Das ist mehr als nur die Entlassung aus dem Gottesdienst ins Privatleben. Vielmehr wird die Gemeinde aus der Begegnung mit Christus in ihre Umwelt entsandt, um in Wort und Tat Gottes Liebe und Frieden in Berlin zu bezeugen. Die Entlassung ist also Mission. Der lutherische Gottesdienst schließt mit dem Segen des Dreieinigen Gottes, der unter dem Zeichen des Kreuzes auf die Gemeinde gelegt wird.

 

Schlusslied und Nachspiel

Es folgen Schlusslied und Nachspiel der Orgel.

Lutherisch in Zehlendorf

Die in Zehlendorf ansässigen Lutheraner hielten sich bis nach dem Zweiten Weltkrieg zur lutherischen Gemeinde “Zum Heiligen Kreuz” in Berlin-Wilmersdorf. Nachdem im Juni 1953 die Kirchenleitung der evangelisch-lutherischen (altlutherischen) Kirche eine Villa in der Riemeisterstraße (das heutige Gemeindehaus) erworben hatte, wurde dort im Erdgeschoß ein Gottesdienstraum eingerichtet. Sechs Jahre später wurde neben der Villa eine Notkapelle errichtet. Nachdem die Zehlendorfer Gemeinde bis dahin noch Filialgemeinde der Wilmersdorfer Gemeinde geblieben war, wurde sie am 16. April 1961 zur selbständigen Gemeinde mit eigenem Pfarramt erhoben. Sie berief den Pfarrvikar Jobst Schöne zu ihrem ersten Pastor und gab sich den Namen “Evangelisch-lutherische St. Mariengemeinde zu Berlin-Zehlendorf”. Am 18. Februar 1973 konnte die neue St. Marienkirche geweiht werden. Seitdem ist die St. Mariengemeinde immer weiter gewachsen; sie ist heute eine der größten Kirchengemeinde der SELK in Berlin.

 

2006 schloss sich die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeitsgemeinde Berlin-Steglitz der Mariengemeinde an. Sie kann auf eine längere Geschichte zurückblicken: Die Anfänge einer Gemeinde der "Evangelisch-Lutherischen Freikirche in Sachsen und anderen Staaten" in Berlin reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Ein deutliches Wachstum hatte die Gemeinde seit dem Ersten Weltkrieg zu verzeichnen; bald darauf begann sie, ihre Gottesdienste in der Paul-Gerhardt-Kirche in Berlin-Schöneberg zu feiern. In den 20er Jahren hatte die Gemeinde dann ein solch schnelles Wachstum zu verzeichnen, daß sie 1924 in drei selbständige Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Freikirche aufgeteilt wurde, von denen eine die "Dreieinigkeits-Gemeinde Berlin-Süd" war. Schnell machte man sich an die Errichtung eines Kirchgebäudes, der Dreieinigkeitskirche, die am 26.2.1928 geweiht werden konnte. Die Kirche brannte 1943 nach Bombentreffern aus. Nachdem die Gottesdienste anschließend zunächst in einer Notbaracke und später im Gemeinderaum im Keller gefeiert wurden, konnte die Kirche selber 1953 wieder geweiht werden. 1947 schlossen sich die Glieder der evangelisch-lutherischen Immanuelsgemeinde in Berlin der Dreieinigkeitsgemeinde an; viele dieser Glieder haben das Gemeindeleben der Dreieinigkeitsgemeinde in den folgenden Jahrzehnten wesentlich mitgeprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war an die Dreieinigkeitsgemeinde über viele Jahre auch ein evangelisch-lutherisches Kinderheim, das "Haus Wartburg", angeschlossen, das das Leben der Gemeinde wesentlich mit geprägt hat.

 

Nachdem die Dreieinigkeitsgemeinde bereits in den Jahren zuvor immer enger mit der St. Mariengemeinde in Zehlendorf zusammengearbeitet hatte, beschloß die Gemeindeversammlung der Dreieinigkeitsgemeinde im November 2005, sich ganz der St. Mariengemeinde in Zehlendorf anzuschließen. Die seelsorgerliche Betreuung der Glieder der Dreieinigkeitsgemeinde wurde mit dem 1. Januar 2006 vom damaligen Gemeindepfarrer der St. Mariengemeinde, Pfarrer Dr. Gottfried Martens (1991-2015), übernommen. Damit hörte zunächst die Dreieinigkeitsgemeinde als eigenständige Gemeinde auf zu existieren. Nach weiterem Gemeindewachstum, besonders aufgrund der Arbeit mit Migranten, ist neues Leben in die Dreieinigkeitskirche eingezogen. Mit dem 22. Januar 2015 und die Inkrafttretung der Beschlüsse der kirchlichen Gremien ist die neue Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz wieder neu erstanden. Mit einem großen Festgottesdienst am 10. Mai 2015 wurde dieses Ereignis gefeiert. Zugleich wurde der neu gewählte Kirchenvorstand eingeführt und Pfarrer Dr. Martens als erster Gemeindepastor in das Gemeindepfarramt Steglitz eingeführt.

 

Die Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde zu Berlin-Zehlendorf und die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz bilden nun gemeinsam den gemeinsamen Pfarrbezirk Zehlendorf/Steglitz.

Evangelisch-Lutherische Kirche in Berlin

Am 1. November 1539, Allerheiligen, empfängt Kurfürst Joachim II. aus der Hand des Brandenburger Bischofs Matthias von Jagow in der Berlin-Spandauer Nicolaikirche das Heilige Abendmahl unter beiden Elementen Brot und Wein den wahren Leib und das wahre Blut Jesu Christi. Am darauf folgenden Tag empfangen auch die Ratsherren das Heilige Abendmahl und bekennen sich damit zum schriftgemäßen lutherischen Abendmahlsverständnis. Dieses Ereignis gilt als Einführung der lutherischen Reformation in Berlin.

Kurfürst Johann Georg von Brandenburg erließ eine dezediert lutherische Kirchenordnung, die auf der Grundlage des Augsburgischen Bekenntnisses, sowie des Kleinen und Großen Katechismus Dr. Martin Luthers basiert. Folglich unterschreibt er 1580 auch das Konkordienbuch, in welchem sämtliche Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche zusammengestellt sind.

Die lutherische Kirche in Berlin und Brandenburg geriet ab 1613 unter dem Kurfürsten Johann Sigismund, der zum Kalvinismus - der reformierten Lehre - übertrat in Bedrängnis. Gerade die lutherische Abendmahlslehre, wonach die Abendmahlsgäste wirklich Christi wahren Leib und sein wahres Blut zur Vergebung der Sünden empfangen, wird durch den Einfluss der reformiert-kalvinistischen Auffassung immer mehr verdunkelt. Dieses ruft den Widerspruch der lutherischen Berliner Pfarrer hervor. Einer der prominentesten Gegner der reformiert-kalvinistischen Meinung zum Abendmahl, war der Liederdichter und Pfarrer Paul Gerhardt. Er wurde amtsenthoben und musste Berlin wegen seines Glaubens und Bekennens verlassen. Der Druck auf die lutherische Kirche in Berlin und Brandenburg wuchs. Auch die Zeitalter von Rationalismus und Aufklärung taten ihr Übriges die Autorität der Bibel und der Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche zu relativieren bzw. abzulehnen.

 

Einführung der Union zwischen lutherischer Kirche und reformierter Tradition

Am 27. September 1817 erlässt König Friedrich Wilhelm III. von Preußen per Kabinettsorder, dass Lutheraner und Reformierte gemeinsam das Heilige Abendmahl zu feiern haben. Die theologischen Unterschiede sollten hierbei keine Rolle spielen. Aus persönlichen, wie machtpolitischen Gründen, war ihm eine einheitliche protestantische evangelisch-unierte Gemeinschaft wichtig. Mit der Kabinettsorder von 1830 wurde die Evangelische Kirche Preußens neu gegründet und die lutherische Kirche in Preußen sollte dem Untergang geweiht sein.

Gegen die Vereinigung per königlichem Dekret zwischen der Lutherischen Kirche mit der reformierten  Tradition in Preußen, erhob sich zunächst in Breslau friedlicher Widerstand. Der Theologieprofessor und Diakonus an der dortigen Evangelisch-Lutherischen St. Elisabeth Kirche, Johann Gottfried Scheibel, wandte sich gegen die Union der unterschiedlichen Konfessionen. Mit ihm sprachen sich auch zahlreiche lutherische Pfarrer und lutherische Kirchengemeinden gegen die neu entstandene Unionskirche aus. Schon bald wurden diese Bekenner lutherischen Glaubens eher abwertend als Altlutheraner bezeichnet. Ihr Anliegen war es die alte Evangelisch-Lutherische Kirche Preußens zu erhalten, mit selbständiger Verfassung, lutherischen Gottesdiensten und lutherischen Bekenntnissen. Der preußische Staat reagierte auf das Recht der Religions- und Meinungsfreiheit aber mit harten Verfolgungsmaßnahmen: Kirchgebäude wurden enteignet, Amtshandlungen lutherischer Pfarrer wurden untersagt, Privatbesitz von Altlutheranern wurde konfisziert. Auch das preußische Militär setzte mit Billigung des unierten Konsistoriums in Berlin die Einführung der Evangelischen Unionskirche durch. Die Altlutheraner, die nichts weiter als die Aufrechterhaltung der lutherischen Bekenntnisschriften, der lutherischen Gottesdienste und der selbständigen lutherischen Verfassung wollten, hatten viel zu leiden und zu ertragen. Manche entzogen sich diesen harten Verfolgungszeiten durch Auswanderung in die USA oder nach Australien. Aus diesen Auswandererkirchen der Altlutheraner sind heute zum Teil große lutherische Kirchen geworden, wie beispielsweise die Lutherische Kirche-Missouri Synode in den USA mit knapp 2,5 Millionen Gemeindegliedern. Erst unter dem Nachfolgerherrscher, König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, endete die Verfolgung. Zunächst wurden die Altlutheraner 1841 geduldet und dann unter harten Auflagen am 23.7.1845 anerkannt. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Preußen findet ihre Fortsetzung in der Evangelisch-Lutherischen (altlutherischen) Kirche, die heute zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehört.

 

Lutherische Kirche Berlin-Mitte

Schon um das Jahr 1820 hatten sich zugezogene Lutheraner auf die Suche nach der Lutherischen Kirche in Berlin gemacht. Doch schon bald wurde deutlich, dass die vorfindliche Evangelische Kirche in Berlin, keine evangelisch-lutherische ist. 1831 kam es zu Begegnungen dieser Lutheraner mit dem altlutherischen Pfarrer Johann Georg Scheibel. Im April 1835 empfahl Scheibel ihnen den Hallenser Theologieprofessor Ernst Ferdinand Guerike; ihn  baten sie um pastorale Versorgung. Der Altlutheraner Guerike machte seine Zusage davon abhängig, dass sich die Berliner Lutheraner von der unierten Landeskirche lossagten und öffentlich eine Evangelisch-lutherische Gemeinde in Berlin gründeten.

Am 12. Mai 1835 wurde dieses Dokument unterzeichnet. Es trägt 17 Unterschriften und steht für 150 Altlutheraner. Die lutherische Kirche in Berlin trat hiermit in die Schicksalsgemeinschaft aller altlutherischen Kirchengemeinden ein. Im Jahr 1838 erhielt die Evangelisch-Lutherische Kirche mit Pfarrer Friedrich Lasius einen Pastor, der sie 46 Jahre mit der lutherischen Verkündigung des Wortes Gottes und der einsetzungsgemäßen Spendung der Sakramente versorgte. 1857 konnte diese Gemeinde ihre Kirche in der Annenstraße 52-53 weihen. Aufgrund des starken Zustromes - besonders schlesischer Altlutheraner - wurde es notwendig neue Pfarrbezirke zu  gründen.

So entstand um die Jahrhundertwende die so genannte Nordgemeinde, die heutige Evangelisch-Lutherische Augustanagemeinde in der Usedomer Straße in Berlin-Wedding. Die zweite Tochter der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Berlin-Mitte ist die Westgemeinde - die heutige Evangelisch-Lutherische Gemeinde "Zum Heiligen Kreuz" in Berlin-Wilmersdorf. Weitere Gemeinden entstanden in den folgenden Jahrzehnten, so dass es in Berlin heute 8 Evangelisch-Lutherische Gemeinden gibt, die zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehören. Zu ihr gehört auch die Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde mit ihren Gottesdienstorten in Steglitz und Zehlendorf.

Evangelisch-Lutherische Kirche Preußen

1. Die Geschichte

I. Vorgeschichte

Im Jahr 1797 bestieg Friedrich Wilhelm III. den preußischen Thron. Er war durchaus ein frommer Mann, welcher auch der Aufklärung kritisch gegenüber stand. Er wollte in seinem Königreich die lutherische Landeskirche mit der reformierten Tradition des Königshofes zu einer neuen evangelischen Unionskirche vereinigen. Schon längere Zeit verfolgte das Herrscherhaus der Hohenzollern diese Absicht, die aber bisher an der lutherischen Bekenntnistreue gescheitert war. Durch das Zeitalter der Aufklärung aber waren die Bekenntnisunterschiede zwischen der Lutherischen Kirche und der reformierten Tradition zusehends verwischt worden und in Vergessenheit geraten.

Schon 1798 stand der kirchliche Neubau zu einer Unionskirche dem Herrscher vor Augen. Im Jahre 1808 wurden die getrennten lutherischen und reformierten Kirchenbehörden vereinigt. Somit besaß die lutherische Kirche kein selbständiges Kirchenregiment mehr. Ein Jahr später mussten die lutherischen und reformierten Kandidaten der Theologie vor ein und derselben Prüfungskommission ihre Examina ablegen. 1813 wurden Bekenntnisverpflichtungen der Geistlichen allein auf die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche aufgehoben. Am 27. September 1817 wurde durch königliche Kabinettsorder die neue evangelisch christliche Kirche ins Leben gerufen. Ein neuer Kirchentypus ist entstanden - die protestantische Unionskirche, die sich heute in der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) fortsetzt. Eine lutherische Bekenntniskirche sollte es nicht länger in Preußen geben. Innerhalb dieser neuen unierten Gemeinschaft durfte nur es nur noch einen lutherischen Flügel gleichberechtigt neben dem reformierten Flügel geben. Die Reformierten Überzeugungen sollten gleichermaßen, wie die lutherischen Bekenntnisschriften gelten. Alle Richtungen sollen sich in neuen Verlautbarungen und Bekenntnistexten wiederfinden können. Die seid der Reformation trennenden Unterschiede wurden für aufgehoben erklärt. Zweierlei wird hieraus deutlich: Einmal, dass die Kirche der Union eine Kirchenneubildung ist und dann weiter, dass diese neue Gemeinschaft nicht mehr auf dem Boden der lutherischen Reformation steht, sondern im Gegensatz zu ihr, das in der Abendmahlslehre und in der Christologie besonders deutlich wird.

Am 27. September 1817 feiert König Friedrich Wilhelm III. von Preußen einen gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst mit Reformierten und Lutheranern in der Garnisonkirche Potsdam. In zahlreichen anderen Orten, wo reformierte Gemeinschaften und lutherische Gemeinden nebeneinanderlagen, wurden ebenfalls gemeinsame Abendmahlsgottesdienste gefeiert. Ab 1820 beginnt der König eine für alle evangelischen Konfessionen verbindliche Agende in Preußen zu entwickeln und in seinem Land einzuführen. Hiergegen erhob sich Widerstand bei lutherischen Gemeinden und Pfarrern. 1824 wird die unierte Agende erneut vorgelegt, die aber von einigen Pfarrern weiterhin abgelehnt wurde. Der Hauptwurf war, dass diese Agende nicht lutherisch ist und darum auch in einer lutherischen Kirche nicht in Geltung sein kann. Nochmals wird die Agende überarbeitet und mit Provinzialanhängen versehen. Die meisten Agenden werden 1829 herausgegeben. Feierlich sollte sie nun landesweit am Gedenktag des Augsburgischen Bekenntnisses, den 25. Juni 1830, in Gebrauch genommen werden. Das bei den Reformierten übliche Brotbrechen während der Einsetzungsworte sollte nun auch mit diesem Tag in den lutherischen Gemeinden eingeführt werden.

 

II. Die Verfolgung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen

Anstelle zu Reden, schwiegen die meisten lutherischen Geistlichen mit ihren Gemeinden zu dieser neuen Unionskirche. Friedlicher Widerstand gegen die unierte Gemeinschaft entstand zunächst in Breslau. An der Evangelisch-Lutherischen Elisabethkirche war der Universitätsprofessor für Theologie Johann Gottfried Scheibel als Diakonus - Pfarrer - tätig. Schon 1817 wandte er sich energisch gegen die Union und die neue Agende in den Folgejahren. Als aber 1830 auch in der Elisabethkirche die neue Unionsagende eingeführt werden sollte, weigerte er sich nach diesem neuen Ritus den Gottesdienst zu feiern. Hierauf wurde er Amtsenthoben. Sein Vergehen war einzig beim lutherischen Bekenntnis zu verbleiben und den lutherischen Gottesdienst so zu feiern, wie er seit der lutherischen Reformation üblich war. Der weitaus größte Teil trat der Union bei, während sich zunächst nur eine kleine Gruppe um den Theologieprofessor und Pfarrer an der St. Elisabeth-Kirche, Johann Gottfried Scheibel, treu zur alten lutherischen Kirche hielt. Jedoch wuchs die Gruppe um Scheibel in Breslau und Umgebung bis Ende 1830 auf 2000 Gemeindeglieder. Neben Scheibel waren auch der Juraprofessor Eduard Huschke und der Naturwissenschaftler Prof. Steffens, die als führende Köpfe der Lutherischen Kirche dienten. Das Recht auf freie Religionsausübung, Meinungs- und Versammlungsfreiheit wollte man staatlicherseits den Lutheranern nicht zugestehen. Im Gegenteil. Sie wurden zunächst mündlich attackiert. Separation und Spaltung war der Vorwurf. Umgekehrt aber wird ein Schuh daraus. Denn die neue Unionskirche hat sich von der Lutherischen Kirche getrennt.

Die erste Bittschrift richten die Lutheraner an König Friedrich Wilhelm III. am 27. Juni 1830 - also zwei Tage nach der offiziellen Einführung der Unionsagende. In monatlichen Abständen richteten sie diese Bittschriften an ihn mit der Bitte, um eine selbständige lutherische Kirche, selbständiger lutherischer Verfassung und selbständiger lutherischer Kirchenleitung:

"Wenn Ew. Majestät allergnädigst erklären: die nicht unierte Kirche der Augsburgischen Konfessionverwandten dürfe sich frei neben die unierte evangelische hinstellen, jene solle einen Teil  von den Kirchengebäuden und Gütern, die ihr früher allein gehörten, zurückerhalten, sie dürfe Prediger ihres Bekenntnisses haben, ihren Gottesdienst in alter Ordnung halten, ihre Parochalverhältnisse ordnen - wie schnell würde freundlichste Ordnung und Eintracht an die Stelle der jetzt allgemein herrschenden Zerrüttung treten."

Erst Ende 1830 wird den Lutheranern abschlägig durch den Minister von Allenstein geantwortet. Dennoch wuchs die Zahl der Lutheraner, nicht nur in Breslau, sondern im ganzen preußischen Staatsgebiet. Minister von Allenstein war entschlossen den friedlichen Widerstand zu brechen und die Lutheraner in die evangelische Union zu zwingen. Polizei und schließlich Militär sollten die Lutheraner in die Gemeinschaft mit der neu entstandenen unierten Landeskirche nötigen. Zunächst wandte sich der preußische Staat gegen die drei Pfarrer um exemplarisch zu Abschreckungszwecken gegen sie vorzugehen. Pfarrer Berger aus Hermannsdorf wurde durch eine königliche Kommission suspendiert. Der zuständige Landrat in Polizeibegleitung setzte die Suspendierung durch, indem gefordert wurde die Kirche zu öffnen, um die neue Agende auf den Altar zu legen. Pfarrer Berger wurde unter Polizeibewachung gestellt und schließlich in Breslau inhaftiert. Pfarrer Kellner aus Hönigern ereilte ein ähnliches Schicksal. Pfarrer Kellner weigerte sich ebenfalls die neue Unionsagende zu verwenden, worauf er durch den unierten Superintendenten suspendiert wurde. Friedlich weigerte er und seine Gemeinde sich das Kirchgebäude der "Unionskirche" zu überlassen. Auch wenn der Landrat, die Polizei und der unierte Superintendent zunächst nichts auszurichten vermochten, so rückte am 23. Dezember preußisches Militär an, um sich gewaltsam der Kirche zu bemächtigen. Eine stattliche Streitmacht von 400 Infanteristen, 50 Kürasiere und 50 Husaren standen unbewaffnete Zivilsten gegenüber, die nur ihrer evangelisch-lutherische Kirche die Treue halten wollten. Mit Kolbenstößen verschaffte sich das Militär gewaltsam zutritt. Am ersten Weihnachtstag übergab der unierte Superintendent in einem Gottesdienst dem neuen unierten Pastor die Agende und das Kirchgebäude. Erst nach 6 Tagen zogen sich die Soldaten zurück, nachdem sie der Bevölkerung deutlich zu verstehen gegeben haben, dass sie die unierten Gottesdienste zu besuchen hätten. Unierte Landeskirche, preußischer Staat und Militär arbeiteten Hand in Hand, um den Lutheranern den gar aus zu machen. Trotz Unterdrückung, Verhaftungen, Polizei- und Militärgewalt organisierte sich die lutherische Kirche im Untergrund, wuchs zahlenmäßig und blieb friedlich. Einige Lutheraner entzogen sich der Verfolgung durch Auswanderung in die Vereinigten Staaten von Amerika oder Australien. Große Lutherische Kirchen sind heute dort anzutreffen.

 

III. Die Rettung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen

Die Verfolgungszeit dauerte 10 Jahre von 1830 bis 1840. Erst König Friedrich Wilhelm IV. beendete die Verfolgung - wenn auch unter Auflagen. Alle gefangenen Pfarrer wurden freigelassen und durften zu ihren Gemeinden zurückkehren. Sowohl die polizeilichen Maßnahmen wurden eingestellt als auch das Predigtverbot für lutherische Pfarrer als auch das Verbot der Ausübung ihres Dienstes (Abendmahlsgottesdienste feiern, Taufe spenden, Beichte hören, etc.) wurden aufgehoben. 1841 konnte die erste lutherische Generalsynode nach der Verfolgung stattfinden und mit der Reorganisation bezüglich ihrer Verfassung begonnen werden. 1845 wurde die königliche "Generalkonzession für die von der Gemeinschaft der evangelischen Landeskirche sich getrennt haltenden Lutheraner" erlassen. Die Lutherische Kirche durfte sich nicht weiter Kirche nennen - sondern es sollte eine Gemeinschaft sein. Auch die Kirchgebäude durften nicht als Kirchen bezeichnet werden. Kirchtürme waren genauso verboten, wie Glocken. Auch wenn von staatlicher Seite der Name Kirche verweigert wurde, so verstehen sich diese Lutheraner als Evangelisch-Lutherische Kirche in Preußen. Dennoch entstanden in den Folgejahren zahlreiche Kirchgebäude ohne jegliche Unterstützung des Staates, allein aus Spenden und Engagement der Gemeinden. Erst Jahrzehnte später wurden auch diese Repressalien aufgehoben. 1926 besaß die Evangelisch-Lutherische Kirche in Preußen 163 Kirchen und Kapellen, 67 Pfarrhäuser, ein eigenes theologisches Seminar in Breslau, ein Diakonissenhaus und ein Waisenhaus. Sie zähle 1926 54.000 Glieder, die von 80 Pfarrern in den unten aufgeführten Diözesen Dienst taten. Geleitet wurde die Evangelisch-Lutherische Kirche in Preußen vom Oberkirchenkollegium, das seinen Sitz in Breslau hatte. 1930 wurde der Evangelisch-Lutherischen (altlutherischen) Kirche mit ihren Gemeinden die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen.

 

IV. Wo finde ich meine lutherische Heimatkirche?

Lutherische Kirchengemeinden um 1926

Diese Frage wurde damals gestellt und stellt mancher heute auch noch, der als lutherischer Christ nach Berlin zuzieht. Die 1926 im Büchlein, Wo finde ich in Preußen meine lutherische Heimatkirche? Dort heißt es:

 "Jahraus jahrein ziehen hunderte und tausende von Lutheranern aus lutherischen Landeskirchen nach Preußen (Anmerkung: Berlin war preußisch),ohne über die kirchlichen Verhältnisse daselbst Bescheid zu wissen. Sie denken die "Evangelische Kirche der Altpreußischen Union" sei ebenso eine lutherische Landeskirche, wie die Kirche, aus der sie kommen. Ohne weiteres schließen sie sich ihr an, gehen da zum heiligen Abendmahl, lassen da ihre Kinder taufen und konfirmieren und zahlen dorthin Kirchensteuern. Gar manchem von diesen Lutheranern ist es dann begegnet, dass er sich in der unierten evangelischen Landeskirche nicht recht heimisch fühlen konnte. Schon die ungewohnte Art der Liturgie befremdete ihn, in manchen Gegenden auch der abweichende Katechismus. Vor allem aber ist mancher erschrocken, wenn er allmählich wahrnahm, dass von nicht wenigen Kanzeln und in so manchem Konfirmandenunterricht dieser Landeskirche ein Evangelium verkündigt wurde, das ganz anders lautete, als das alte, biblische Evangelium, wie Dr. Luther im Kleinen Katechismus so schlicht und herzlich bezeugt. (...) Die hier beschriebene Kirche ist in Altpreußen die lutherische Kirche, während die "Evangelische Kirche der altpreußischen Union" nicht eine lutherische, sondern eine unierte Kirche ist. (...) Vielen Lutheranern, die aus Landeskirchen kommen, wird es freilich zuerst schwer, sich an die oft kleinen Kirchen und Kapellen und an die mitunter armseligen Gemeindeverhältnisse der "Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen" zu gewöhnen. Aber wer auf den reichen inneren Schatz sieht, den diese Kirche für alle ihre Glieder treu zu hüten sucht, das edle Erbe der Reformation: lautere Evangeliumsverkündigung von allen Kanzeln und rechte Sakramentsspendung an allen Taufsteinen und Altären, wird sich nicht schämen, sich in Preußen zu dieser kleinen Schar zu halten."

Da sich die weitaus meisten und auch größten Gemeinde der Altlutheraner jenseits der Oder/Neiße befanden, finden sich nach dem 2. Weltkrieg dort nur noch wenige Spuren der Altlutheraner. Manche Kirche, mancher Friedhof oder manches Pfarrhaus sind aber stehen geblieben. Heute feiern Christen anderer Konfessionen in den lutherischen Kirchen ihre Gottesdienste. Die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche im Westen hat sich 1972 mit anderen lutherischen Bekenntniskirchen zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche zusammengeschlossen. 1991 trat auch der Ostteil der Altlutheraner in der ehemaligen DDR dieser Kirche bei.

Preußen ist mit Kontrollratsbeschluss der Alliierten nach dem 2. Weltkrieg aufgelöst worden. Die Namen der Kirchen haben sich auch geändert. Die Evangelische Kirche der altpreußischen Union heißt nun: Evangelische Landeskirche Berlin - Brandenburg Schlesische Oberlausitz. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Preußen nennt sich heute: Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche. Die theologischen Anfragen sind jedoch geblieben und haben sich teilweise noch potenziert.

Wer heute nach Berlin zuzieht und lutherischer Christ in kirchlicher Verbindlichkeit bleiben möchte, findet seine geistlich-kirchliche Heimat in der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde, da es sich bei der hiesigen Landeskirche um eine unierte handelt.

 

2. Ehemalige Diözesen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Preußen gliederte sich 1926 in 8 Diözesen. Die polnischen bzw. russischen Namen werden zu gegebener Zeit weiter ergänzt, sofern sich die Orte in Polen oder Russland befinden.

 

I. Diözese Breslau

Hierzu zählten die folgenden lutherischen Kirchengemeinden bzw. Pfarrbezirke:

· Bernstadt (Bierutów)

· Breslau Süd (Wroclaw)

· Breslau Nord (Wroclaw)

· Brieg (Brzeg)

· Gleiwitz-Ratibor (Gliwice-Racibórz)

· Goldschmieden

· Konstadt (Wolczyn)

· Luzine

· Ohlau (Olawa)

· Schwirz

· Strehlen (Strzelin)

· Waldenburg (Walbrzych)

 

II. Niederschlesische Diözese

Hierzu zählten die folgenden lutherischen Kirchengemeinden bzw. Pfarrbezirke:

· Bunzlau (Boleslawiec)

· Cottbus

· Freistadt

· Guben

· Herischdorf-Warmbrunn (Cieplice Slaskie-Zdrój)

· Liegnitz (Legnica)

· Reinswalde

· Rothenburg (Oder) (Czerwiensk)

· Sorau-Sagan (Zagan)

· Weigersdorf-Klitten

· Züllichau (Sulechów)

 

III. Diözese Posen

Hierzu zählten die folgenden lutherischen Kirchengemeinden bzw. Pfarrbezirke:

· Altkranz

· Glogau (Glogów)

· Meseritz-Prittisch

· Militsch (Milicz)

· Neutomischel (Nowy Tomysl)

· Posen (Poznan)

· Rogasen

· Schwarzwald (Bezirk Posen)

 

IV. Ost- und Westpreußische Diözese

Hierzu zählten die folgenden lutherischen Kirchengemeinden bzw. Pfarrbezirke:

· Bromberg (Bydgoszcz)

· Danzig (Gdansk)

· Insterburg-Tilsit (Tschernjachowsk-Swetsk)

· Königsberg in Preußen (Kaliningrad)

· Marienwerder (Kwidzyn)

· Weißenhöhe-Schneidemühl (Pila)

· Thorn (Torun)

· Argenau (Gniewkowo)

 

V. Diözese Pommern

Hierzu zählten die folgenden lutherischen Kirchengemeinden bzw. Pfarrbezirke:

· Cammin (Kamien Pomorski)

· Greifenberg in Pommern (Gryfice)

· Groß-Justin

· Seefeld

· Stettin (Szczecin)

· Stolp (Slupsk)

· Treptow (Trzebiatów)

· Trieglaff

· Ubedel-Bublitz

· Wollin I (Wolin)

· Wollin II (Wolin)

· Hackenwalde-Regenwalde (Naugard) (Resko)

 

VI. Berlin-Märkische Diözese

Hierzu zählten die folgenden lutherischen Kirchengemeinden bzw. Pfarrbezirke:

· Berlin (Annenstraße)

· Berlin (Usedomerstraße)

· Berlin (Nassauische Straße)

· Alt-Rüdnitz

· Angermünde-Brüssow

· Fürstenwalde (Spree)

· Jabel

· Kiehnwerder

· Neuruppin-Spandau

· Potsdam

 

VII. Thüringisch-sächsische Diözese

Hierzu zählten die folgenden lutherischen Kirchengemeinden bzw. Pfarrbezirke:

· Erfurt

· Magdeburg – Halberstadt

· Mühlhausen (Thüringen)

· Sangerhausen

· Wernigerode

· Corbach (Waldeck)

· Pyrmont – Hannover

· Steinbach-Hallenberg

 

VIII. Rheinisch-Westfälische Diözese

Hierzu zählten die folgenden lutherischen Kirchengemeinden bzw. Pfarrbezirke:

· Köln

· Düsseldorf

· Elberfeld (Barmen)

· Essen

· Frankfurt, Wiesbaden, Heidelberg

· Fürth

· Gemünden (Westerwald)

· Radevormwald

· Saarbrücken, Walpershofen, Straßburg (Frankreich)

· Schwenningdorf

· Witten

· Zürich (Schweiz)

 

3. Abschließende Bemerkungen

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Preußen wurde 10 Jahre verfolgt. Aus unserer Geschichte heraus resultiert eine unbedingte Solidarität mit Gebet und Hilfe für die verfolgten Christen weltweit. So feiern wir in der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde am 26. Dezember den Gedenktag des Erzmärtyrers Stephanus und lassen uns auch erinnern, dass in Gegenden dieser Erde bis heute Christen um ihres Glaubens willen verfolgt werden.

Auch auf Grund unserer Geschichte, aber gerade auf Grund der Auslegung der Bibel und der Evangelisch-Lutherischen Bekenntnisschriften, können wir bis heute nicht Kirchen- und Abendmahlsgemeinschaft mit den Landeskirchen feststellen. Dennoch arbeiten wir in der Ökumene gerne mit ihnen zusammen.

Mit großer Dankbarkeit und auch Freude haben wir das „Theologische Kolloquium zwischen der Union evangelischer Kirchen und der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche“ zum Thema Union, Bekenntnis und kirchliche Identität 1817-2017, das vom 26. Bis 28. Februar 2013 auf Anregung der Bischöfe Schindehütte (UEK) und Voigt (SELK) initiiert wurde, zur Kenntnis genommen. Beide Bischöfe waren für die Offenheit und das gegenseitige Verstehen dankbar. Weitere Schritte sind geplant.

Dankbar sind wir, dass wir in einem demokratischen Staat leben dürfen. Sonntäglich wird für unsere Regierung gebetet. Auch hat die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche einen Beauftragten am Sitz der Bundesregierung. Gleichwohl lassen wir keine Kirchensteuern vom Staat einziehen, sondern wir finanzieren uns über Kirchenbeiträge und Spenden.

Kindertreff

Einmal im Quartal kommt der Kindertreff in Zehlendorf an einem Samstag zusammen. Um 10.00 geht es mit einer kleinen Andacht in der Kirche los, dann wird im Gemeindezentrum eine biblische Geschichte gehört, um dann gemeinsam Mittag zu essen, Freizeit zu haben, zu singen, zu spielen, zu basteln. Zu Ende geht der Tag gegen 15.00 Uhr mit einer Abschlussandacht in der Kirche.

Kindergottesdienst Zehlendorf

Sonntäglich wird in der St. Mariengemeinde in Zehlendorf Kindergottesdienst angeboten. Bis nach dem Glaubensbekenntnis bleiben die Kinder im Gottesdienst und werden beim Lied vor der Predigt in den Kindergottesdienst entlassen.

Im Gemeinderaum hören sie eine biblische Geschichte, singen und basteln während der Predigt. Zur Feier des Heiligen Abendmahls kommen sie wieder in den Gottesdienst zurück.

Kindergarten

KindergartenSeit 1985 gibt es in unserer Gemeinde einen Kindergarten: Bis zu 20 Kinder im Alter von etwa drei bis fünf Jahren werden von drei Erzieherinnen montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr in unserem Gemeindehaus betreut. Durch das liebevolle Engagement unserer Erzieherinnen hat sich unser Kindergarten in Zehlendorf einen sehr guten Ruf erworben. Die kleine Gruppe, die eine intensive Beschäftigung der Erzieherinnen mit den Kindern ermöglicht, und die schönen äußeren Gegebenheiten, zu denen auch der große Gemeindegarten zählt, in dem die Kinder spielen können, tragen zur Attraktivität unseres Kindergartens bei.

In unserem Kindergarten werden die Kinder im christlichen Sinne erzogen; es soll den Kindern durch Wort und Tat Liebe Gottes nahegebracht werden. Gemeinsames Singen, Basteln, Spielen, Ausflüge und Fahrten sollen das kreative und soziale Verhalten der Kinder fördern.

Auskünfte erhalten Sie im Kindergarten unter der Telefonnummer 030-80 90 30 14 oder per Mail an Frau Wonneberg oder Frau Zieger.

 

Kindergarten

Kindergartenleitung

Frau Barbara Zieger
Riemeisterstraße 10/12
14169 Berlin
Telefon: 030-80903014
Mail: kindergarten@lutherisch.de
Internet: www.kindergarten-zehlendorf.de

 

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Kirchliches Gästehaus St. Marien

Das kirchliche Gästehaus St. Marien ist im Untergeschoss des Gemeindezentrums unserer Marienkirchengemeinde gelegen. Es bietet sich für Freizeiten mit Konfirmanden- oder Jugendgruppen ebenso an wie für Urlaubstage mit der Familie oder für Übernachtungen während eines dienstlichen Aufenthalts in Berlin.

Genießen Sie ein paar freie Tage im "grünen Bezirk" Berlins, oder tauchen Sie ein in das turbulente Leben der Hauptstadt! Entdecken Sie die faszinierenden Gegensätze dieser Stadt, und wählen Sie je nach Geschmack und Altersgruppe aus der Fülle von Angeboten einige Höhepunkte aus!

Die Schlafräume des Gästehauses sind ein 4-Bett-, ein 6-Bett- und ein 7-Bett-Zimmer aufgeteilt.

Neben modernen Sanitäranlagen stehen eine komplett neu eingerichtete Küche, ein großer Aufenthaltsraum und eine Krypta für Andachten zur Verfügung.

Hinter dem Haus befinden sich ein Parkplatz (2 Stellplätze stehen für Gäste zur Verfügung) und ein Garten mit Spielgeräten für Kinder, der nach Schließung unseres Kindergartens und am Wochenende (jedoch nicht bei Gemeindeveranstaltungen und Gottesdiensten) genutzt werden können.

Freizeitleiter können nach Absprache auf Hilfsmittel der Gemeinde (Kopierer, Overheadprojektor etc.) zurückgreifen.

Berlin war und ist immer wieder eine Reise wert - überzeugen Sie sich selbst.

Wir freuen uns auf Sie!

Für Anfragen/Reservierungen wenden Sie sich bitte an:
Kirchliches Gästehaus St. Marien
Ansprechpartnerin: Frau Olga Forsch
Riemeisterstr. 10-12
14169 Berlin
Tel: 030 - 802 86 13
Gaestehaus@lutherisch.de
www.Gaestehaus-Zehlendorf.de

 

 

Kirchenbeitrag

Rechtsstatus
Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche und die St. Mariengemeinde sind Körperschaften des öffentlichen Rechtes wie auch z.B. die Evangelische Kirche oder die Römisch-katholische Kirche in Deutschland. Auf die damit verbundene Möglichkeit, Kirchensteuern über das Lohnsteuerabzugsverfahren durch die staatlichen Finanzämter einziehen zu lassen verzichtet die SELK jedoch. Statt dessen finanziert sie sich durch Kirchenbeiträge, Spenden und Kollekten selbst.


Kirchenbeiträge
Kirchenbeiträge sind von den Gemeindegliedern direkt an die Kirchengemeinde zu entrichten. Jede Gemeinde überweist eine sogenannte Umlage an die Allgemeine Kirchenkasse, aus der vor allem die Pfarrgehälter bezahlt werden, die gesamtkirchlich einheitlich sind und nicht von der Größe oder Zahlungskraft einer Ortsgemeinde abhängen. Das sichert den Pfarrern die nötige Unabhängigkeit im Verkündigungsdienst. In unserer Gemeindeordnung heißt es in § 5,3:

 

Die Glieder der Gemeinde sind nach Gottes Wort verpflichtet, zur Erfüllung der kirchlichen und gemeindlichen Aufgaben mit Beiträgen, Spenden und Kollekten in angemessener Höhe beizutragen.

 

Höhe des Kirchenbeitrags und Steuerabzugsfähigkeit
Es gibt Richtwerte über die Höhe des Kirchbeitrages und eine geistliche Verpflichtung, sich auch finanziell am Erhalt der Kirche zu beteiligen. Als Richtwert gilt der landeskirchliche Kirchensteuersatz . Willkommen sind auch höhere Spendenbeiträge. Die Kirchenbeiträge sind steuerlich genauso absetzbar wie Kirchensteuern oder Spenden für kirchliche Zwecke. Jährlich werden darüber Spendenquittungen zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt.

 

Allgemeine Kirchenkasse und Kirchenverwaltung
Der Hauptanteil der Umlagesummen an die Allgemeine Kirchenkasse wird für die Besoldung der Pfarrer benötigt. Daraus werden auch die Zuschüsse für kirchliche Werke, vor allem die Lutherische Theologische Hochschule in Oberursel finanziert. Ein verschwindend geringer Bruchteil wird für die gesamtkirchliche Verwaltung benötigt. Im Unterschied zu den Großkirchen kommt die SELK mit einer Kirchenkanzlei in einem Einfamilienhaus und einer Handvoll Angestellten aus. Die Lutherische Kirchenmission, die Medienmission „Lutherische Stunde“ und die diakonischen Einrichtungen der SELK finanzieren sich weitgehend unabhängig von der Allgemeinen Kirchenkasse durch Spenden.


Die Besoldung der Pfarrer
In der SELK legen wir Wert darauf, daß die Pfarrer in der Verkündigung von Gesetz und Evangelium unabhängig sind. Das heißt: 1. Unabhängig vom Staat und seiner jeweiligen Einstellung zu Kirche und Glaube und 2. unabhängig von ihren Gemeinden, dort vorherrschenden Tendenzen und Mehrheiten. Darum verzichtet die SELK weitestgehend auf jegliche staatlichen finanziellen Zuschüsse und etwa auch auf die ihr zustehende Möglichkeit des Einzugs von Kirchensteuern über die Finanzämter. Sie kennt aber auch keine Direktbesoldung der Pfarrer durch die Einzelgemeinde (wie z.B. in den meisten Freikirchen), sondern besoldet alle Pfarrer über ein Umlagesystem aus der Allgemeinen Kirchenkasse. Die Gehälter der Pfarrer orientieren sich zwar am öffentlich-rechtlichen Beamtenbesoldungssystem, liegen aber um etwa ein Drittel unter denen evangelischer oder römisch-katholischer Geistlicher. Je nach Finanzlage der Gesamtkirche können die Gehälter der Pfarrer sinken oder steigen.

Nach Propst Gert Kelter, Görlitz

Trauung

Trauen Sie sich – Die kirchliche Trauung


Segen des Dreieinigen Gottes
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Sie sich für diesen Schritt entschieden haben! Im Vorfeld der Hochzeit gibt es viel zu bedenken: Einladungen verschicken, eine Möglichkeit für die Hochzeitsfeier finden, Termin der Standesamtlichen Eheschließung und vieles mehr. Wir haben hier für Sie einige wichtige Informationen zusammengetragen, die Ihnen unter A erläutern, worum es inhaltlich bei der kirchlichen Trauung geht, und unter B Ihnen erklären, welche konkreten Schritte Sie einleiten müssen. Gerne stehen wir Ihnen auch persönlich mit Rat und Tat zur Seite. Wenden Sie sich doch bitte an das Pfarramt.

 

A) Die Ehe - Von Gott gewollt

Was die Bibel sagt!
Schon gleich zu Beginn der Bibel finden sich zentrale Aussagen über die Ehe, wie wir in 1. Mose 2,24 nachlesen können: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch.“ Wichtig sind die Wörter: verlassen, anhangen, ein Fleisch sein. Mit der Ehe zwischen Mann und Frau beginnt etwas Neues. Sowohl der Mann als auch die Frau werden aus dem alten Familienverbund herausgelöst. Dies heißt nun nicht, dass die Eltern keine Rolle mehr im Leben spielen dürfen. Dennoch müssen Eltern und Kinder lernen loszulassen. Die Eltern müssen dem jungen Paar Zeit geben sich zu finden, spätestens dann deren Selbständigkeit bejahen und sie ihren gemeinsamen Weg in Verantwortung gehen lassen. Dennoch werden sich wohl manche Paare freuen, wenn die Eltern sie weiter begleiten durch Gebet, Gesprächsangebote und praktische Hilfe. Gleichzeitig werden Mann und Frau aneinander gewiesen: Sie sollen in allen Lebenssituationen aneinander hängen. Ein Ausdruck für diese tiefe Verbindung findet sich in der ehelichen Sexualität – sie werden ein Fleisch sein. Diese tiefste und engste Gemeinschaft soll ausschließlich mit dem von Gott geschenkten Ehepartner erlebt werden. So ist die Ehe zwischen Mann und Frau angelegt. Ausschließlich die Ehe zwischen Mann und Frau entspricht dem Willen Gottes und wird von ihm gesegnet. Wenn Sie eine Bibel zur Hand haben, lesen sie die anderen Bibelstellen, die auch im Traugottesdienst verlesen werden (1. Mose 2,18, 1. Mose 27-28a, Matthäus 19,4-6, Epheser 5,21-30, Kolosser 3,12-17).

 

Die Ehe – Beziehung auf Dauer!
Mit der Ehe legen sich Mann und Frau fest ausschließlich mit diesem Mann, ausschließlich mit dieser Frau, die Abenteuer des Lebens gemeinsam meistern zu wollen. Dies ist kein Grund „kalte Füße zu kriegen.“ Ganz im Gegenteil! Denn dem verbindlichen und geordneten Miteinander von Mann und Frau in der Ehe hat Gott seinen Segen verheißen. Im Traugottesdienst mit den Eltern, Verwandten, Freunden und der Gemeinde wird einerseits um Gottes Segen gebeten andererseits dann aber auch dem Brautpaar unter Handauflegung durch den Pfarrer zugesprochen. Gott gibt seine Zusage in guten und in schlechten Zeiten bei den Eheleuten zu sein, sie zu tragen, sie zu begleiten und sie zu schützen. Im Vertrauen darauf geben sich Mann und Frau das Versprechen, zusammenbleiben zu wollen, in Liebe füreinander da zu sein und einander zu helfen.

 

Das Trauversprechen!
Bei der standesamtlichen Eheschließung ist die Ehe rechtsgültig geschlossen worden. Was ist nun das Besondere vor dem Traualtar? Eine Ehe wird zu einer christlichen Ehe durch die Verkündigung von Gottes Wort in den Lesungen und in der Traupredigt, in der Bitte um Gottes Beistand und Begleitung und den Zuspruch seines Segens. Im festen Vertrauen auf Gottes Wort trauen sich die Braut und der Bräutigam zu sagen: „Ja, mit Gottes Hilfe.“

 

Gemeinsam die christliche Ehe gestalten!
Durch die kirchliche Trauung wird die Ehe zu einer christlichen. Dieser christliche Beginn des gemeinsamen Weges soll seinen Ausdruck auch im alltäglichen Leben der Eheleute finden. Neben gemeinsamen Gesprächen, Treffen mit Freunden und Eltern, Ausflügen, die Berufstätigkeit und anderen Dingen, die das gemeinsame Leben prägen werden, soll auch der christliche Glaube ein wesentlicher Bestandteil des Alltags sein. So können beide den Tag gemeinsam mit einem Bibelwort und einem Gebet beginnen und abends in gleicherweise den Tag beschließen. So nehmen sie sich nicht nur Zeit für Gott, sondern können im Anschluss daran auch miteinander ins Gespräch über den Tag, die Sorgen und Freuden kommen. Zudem kann das Tischgebet vor und nach dem Essen ein weiteres Element sein, gemeinsam seine Ehe christlich zu gestalten. Wenn sie Hilfe oder Anregungen brauchen, wenden Sie sich bitte an Pfarrer Büttner.


B) Sich trauen lassen – die nächsten Schritte

 

Wo melden wir die kirchliche Trauung an?
Bitte wenden Sie sich in allen Fragen an das Pfarramt!
Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche
Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde
Riemeisterstraße 10-12
14169 Berlin
Telefon: 030-802 70 34 oder 030-667 669 13 oder 030-80 90 30 19
Email: gemeindebuero@lutherisch.de

 
Es ist wichtig, sich so früh wie möglich mit dem Pfarrer in Verbindung zu setzen, damit Termine für das Traugespräch zwischen Brautpaar und Pfarrer und die kirchliche Trauung vereinbart werden können.

 

Was erwartet uns beim Traugespräch mit dem Pfarrer?
Pfarrer und Brautpaar wollen in angenehmer Atmosphäre zunächst ins Gespräch kommen über die Vorstellung der gemeinsamen Zukunft und der Gestaltung des Zusammenlebens. Hierbei geht es nicht um Bevormundung, sondern um zu klären, ob beide in etwa auch ähnliche Vorstellungen vom gemeinsamen Leben haben. Ziel ist es, dass das Brautpaar miteinander ins Gespräch kommt und sich über die gemeinsame Zukunft Gedanken macht. Weiter soll gesprochen werden über Gottes Gebote und Verheißungen zur Ehe. In einem dritten und letzten Gesprächsgang wird der Traugottesdienst erläutert und Organisatorisches geklärt.

 

Wieviel Zeit wird für ein Traugespräch benötigt und wie oft ist ein Treffen nötig?
Das Traugespräch findet in der Regel im Pfarramt statt. In der Regel finden ein oder zwei Traugespräch(e) statt.

 

Können wir und/oder unsere Freunde den Traugottesdienst mitgestalten?
Ja, sehr gerne! Eine Mitwirkung durch die Brautleute und auch durch deren Freunde ist willkommen, etwa bei der Auswahl von christlichen Liedern, dem Trauspruch aus der Bibel, der die beiden durch das Leben begleitet, der musikalischen Ausgestaltung christlicher Prägung des Gottesdienstes.

 

Brauchen wir Trauzeugen?
Nein, Trauzeugen sind nicht erforderlich. Seit einiger Zeit sind Trauzeugen auch für die standesamtliche Eheschließung nicht mehr gefordert. Wenn aber Trauzeugen im Gottesdienst mitwirken sollen, wäre das Reichen der Ringe durch einen Trauzeugen oder eine Lesung aus der Bibel möglich. Sprechen Sie darüber mit Pfarrer Büttner.

 

Können wir uns ausschließlich kirchlich trauen lassen?
Seit dem 1. Januar 2009 ist die gesetzlich geschlossene Ehe vor dem Standesamt keine zwingende Voraussetzung für eine kirchliche Trauung. Eine ausschließlich kirchliche Trauung hat nach der jetzigen Gesetzeslage jedoch keine rechtlichen Auswirkungen z.B. bezüglich der Auskunftspflicht bei Erkrankungen, Steuergesetzgebung etc. In ausschließlich seelsorgerlichen Einzelfällen kann in Absprache mit dem Pfarrer und der Kirchenleitung eine kirchliche Trauung ohne vorherige Eheschließung vor dem Standesamt erfolgen. Setzen Sie mit dem Pfarrer in Verbindung.

 

Können wir uns trauen lassen, wenn einer von uns nicht zur Kirche gehört?
Bei der Eheschließung eines Christen mit einem Nichtchristen kann keine christliche Trauung erfolgen. Jedoch kann an den Eheleuten im Zusammenhang mit einem Gemeindegottesdienst kirchlich gehandelt werden, wenn Sie das wünschen. Voraussetzung ist auch hier ein Gespräch mit dem Pfarrer. Das kirchliche Handeln im Gottesdienst umfasst dann Abkündigung, Anrede mit Gottes Wort, Fürbitte und Segenswunsch.

 

Können wir uns „ökumenisch“ trauen lassen?
Gehört ein Partner einer anderen christlichen Kirche als der lutherischen an, dann ist das kein Hindernis für eine Trauung. Die damit zusammenhängenden Fragen sind im Traugespräch zu klären und offen zu besprechen.

 

Wie lange dauert eine kirchliche Trauung?
Das hängt von der Gestaltung des Gottesdienstes ab. Gewöhnlich dauert ein Traugottesdienst zwischen 30 und 45 Minuten.

 

Wer schmückt die Kirche?
Die Kirche ist mit Blumen und Kerzen auf dem Altar geschmückt. Wenn Sie weiteren Blumenschmuck wünschen, müssen Sie oder Ihre Freunde sich darum kümmern. Sie können sich aber auch professionelle Hilfe aus Blumengeschäften holen.

 

Ehejubiläen
Sie sind 25 oder 50 Jahre verheiratet und möchten einen Dankgottesdienst in der Kirche feiern? Sehr gerne! Setzen Sie sich mit dem Pfarrer in Verbindung.

 

Konfirmation

Alles rund um die Konfirmation
Nun ist es soweit, dass Ihre Kinder den Konfirmandenunterricht besuchen möchten. Aber was ist zu tun? Im Folgenden finden Sie einige Antworten auf immer wieder gestellte Fragen. Sehr gerne dürfen Sie sich auch mit den Pfarrern in Verbindung setzen. Persönlich können dann diese oder weitere Fragen im Gespräch geklärt werden.

 

Wie melde ich mein Kind zum Konfirmandenunterricht an?
Im Pfarramt erhalten Sie ein Anmeldeformular, das Ihnen mit der Post oder auch mit E-Mail auf Anfrage zugesandt wird. Dieses Formular schicken Sie bitte ausgefüllt und unterschrieben an das Pfarramt zurück. Der Unterricht beginnt in der Regel im Frühjahr eines jeden Jahres. Es können aber auch Ausnahmen gemacht werden, wenn eine Gruppe von mindestens 3 Kindern zusammenkommt.

 

Wer darf am Unterricht teilnehmen?
Zum Konfirmandenunterricht kann sich jeder anmelden, der zwischen 10 und 12 Jahre alt ist. Die Taufe ist keine Voraussetzung für den Unterricht. Diese kann im Laufe der Konfirmandenzeit gefeiert werden. Durch den Unterricht sollen die Kinder, die Getauften und die noch nicht Getauften, in die Welt des christlichen Glaubens hineinwachsen, auf ihre Fragen von der Bibel her Antworten erhalten und mündige Christinnen und Christen werden.

 

Wann und wo findet der Unterricht statt?
Der Unterricht findet in den Gemeinderäumen der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde Berlin statt. Neben dem Rhythmus der Unterrichtseinheiten gibt es Konfirmandentage und Konfirmandenfreizeiten, an denen die Konfirmanden teilnehmen müssen.

 

Was erwarten wir?
Wir erwarten, dass die Kinder regelmäßig zum Unterricht kommen und sich Abmelden, wenn sie verhindert sind. Zudem erwarten wir die regelmäßige Teilnahme an den Gottesdiensten der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde, Berlin. Außerdem sollen die Eltern den Pfarrer bei seiner Aufgabe die Kinder zu unterrichten unterstützen, indem die Eltern ihre Kinder zum Lernen der Aufgaben ermuntern, zum Unterricht bringen und auch wieder abholen.

 

Was dürfen Sie von uns erwarten?
Sie dürfen von uns und dem Pfarrer erwarten, dass der Unterricht gut vorbereitet ist und Ihre Kinder nach den Richtlinien der Lutherischen Kirche unterrichtet werden. Das beinhaltet:

 

1. Die Bibel (Altes und Neues Testament) - Kenntnisse der wichtigsten biblischen Geschichten- Überblick über die biblischen Bücher

2. Kennenlernen des christlichen Glaubens an Hand des Kleinen Katechismus Dr. M. Luthers

- Die 10 Gebote
- Das apostolische Glaubensbekenntnis
- Das Vaterunser
- Die Taufe
- Das Abendmahl
- Die Beichte

3. Kenntnisse zum Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG) - Aufbau- Lieder- Gottesdienstablauf

Neben Bibelversen und einigen Gesangbuchliedern, soll der Kleine Katechismus Dr. Martin Luthers am Ende des Unterrichts in Auszügen auswendig beherrscht werden. Hierbei wird Rücksicht auf die jeweilige Situation und Entwicklung des Kindes genommen.

 

Wie lange dauert ein Kurs?
Zurzeit dauert ein Konfirmandenkurs 2 Jahre. Nach einem Jahr findet die Frühkommunion - also die erste Teilnahme am Heiligen Abendmahl statt.

 

Wie teuer ist die Teilnahme am Kurs?
Für den Unterricht müssen Sie nichts bezahlen. Kosten, die für den Unterricht entstehen, sowie Konfirmandenfreizeiten sind selbst zu finanzieren. Zuschüsse seitens der Gemeinde sind auf Antrag möglich.

 

Welches Unterrichtsmaterial wird benötigt?
- Ordner/Ringbuch DIN A 4 für zweifach gelochtes Papier
- Ein Hausaufgabenheft
- Papier und Schreibzeug
- Bibel (Lutherbibel 1984)
- Evangelisch-Lutherisches Kirchengesangbuch, neuste Auflage

 

Der Konfirmationsgottesdienst!
Nach der Konfirmandenprüfung wird an einem Sonntag ein festlicher Gottesdienst zur Konfirmation gefeiert. In der Dreieinigkeitskirche in Steglitz immer am ersten Sonntag nach Ostern und in der St. Marienkirche immer am Pfingstsonntag. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden treten an den Altar. - Die Konfirmanden sagen vor Gott und der Gemeinde Ja zu ihrer Taufe- Die Gemeinde betet für die Konfirmanden und bittet um den Heiligen Geist - Der Pfarrer segnet jeden einzelnen, legt die Hände auf und spricht den Segen Gottes zu. Den Jugendlichen wird ein Bibelvers (Konfirmationsspruch) zugesprochen. Mit der Konfirmation dürfen die Jugendlichen dann auch das Patenamt bei der Taufe übernehmen.

 

Die Konfirmation – Schlussstrich oder Hilfe zum Leben?
Konfirmiert sein – heißt das Freiheit von der Kirche? Dies ist natürlich nicht so gewollt und ein Zerrbild dessen, was die Konfirmation eigentlich will. Die Konfirmation ist mehr als ein Ritus, der den Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter markiert. Die konfirmierten Jugendlichen sind eingeladen weiter auf dem Weg des Glaubens in der Gemeinde Jesu Christi zu gehen. Hierfür brauchen sie über die Konfirmation hinaus die Begleitung durch ihre Eltern. Paten und der ganzen Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde Berlin.

 

Glauben leben!
„Konfirmation“ ist ein Fremdwort. Es kommt aus der lateinischen Sprache und heißt: befestigen, stärken, bestätigen, beteuern. Dies soll im Unterricht geschehen und findet seine Bestätigung in der Konfirmation. Mit dem christlichen Glauben ist es so, wie mit Kindern. Kinder werden geboren, sie lernen krabbeln, dann langsam laufen, brabbeln unverständliches vor sich hin bis sich die ersten richtigen Wörter formen, ganze Sätze entstehen. Ähnlich verhält es sich mit dem christlichen Glauben. Wir müssen den christlichen Glauben lernen, versuchen selber über unseren Glauben zu reden und dann Schritte in Kirche und Gemeinde zu tun. Dies ist ein lebenslanger Prozess, zu dem auch der kirchliche Unterricht mit der Konfirmation steht. Um weitere Glaubensschritte zu tun bietet die Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde einen Jugendkreis und als Höhepunkt den Gottesdienst an. Lassen auch Sie sich neu einladen Schritte in Gottes Welt zu tun.

 

Taufe und Konfirmation
In der Regel sind die Konfirmanden als Säuglinge oder kleine Kinder getauft worden. Dort sind sie auf den Namen Gottes des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes mit Wasser getauft worden und zum Kind Gottes geworden. In der Konfirmation sollen die Jugendlichen nun selber ihren christlichen Glauben bekennen und Ja zu ihrer Taufe sagen. Das, was damals am Taufstein die Paten versprochen haben, sagen sie nun selber. Die Konfirmation ist nicht das Ende, sondern ein weiterer Schritt auf dem Weg durch dieses Leben hin zur ewigen sichtbaren Gemeinschaft mit Jesus Christus.

 

Die Heilige Taufe

Das Christsein beginnt mit der Heiligen Taufe. Dort spricht der Dreieinige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, sein Ja zu Ihnen. Vom Empfang der Heiligen Taufe soll niemand ausgeschlossen werden. Darum werden in der Evangelisch-Lutherischen Kirche alle Menschen getauft, die darum bitten. Oft wird die Taufe an Säuglingen gespendet, aber auch immer mehr Erwachsene suchen den christlichen Glauben und finden dort ihr geistliches Zuhause. Der christliche Glaube gibt Halt und eröffnet einen neuen Lebenshorizont. Darum laden wir Sie herzlich ein auf unseren Seiten erste Informationen zu sammeln und freuen uns auf einen Kontakt mit Ihnen.

 

A) Die Heilige Taufe - Was ist das?

Der Auftrag!
Jesus Christus hat der Kirche den Auftrag gegeben überall hinzugehen, die Völker zu lehren und zu taufen im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Matthäus 28,19+20). Somit hat Jesus Christus die Taufe eingesetzt. Die Taufe erfolgt mit Wasser auf den Namen des Dreieinigen Gottes, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die Heilige Taufe ist eines der Sakramente in der Evangelisch-Lutherischen Kirche


Wer kann getauft werden?
Grundsätzlich gilt das Angebot Gottes allen Menschen, den Säuglingen und den Erwachsenen, den Jungen und den Alten, den Ausländern und den Einheimischen. Alle Völker, alle Menschen, sollen durch die Heilige Taufe zu Gottes Kindern werden.


Wer handelt in der Taufe?
Durch den Pfarrer handelt der Dreieinige Gott an dem Menschen, der getauft werden soll.

 

Warum taufen?
Wir Menschen, vom Säugling bis zum Greis, stehen in einer unheilvollen Schicksalsgemeinschaft, aus der wir aus eigener Kraft nicht herauskommen. Es ist wie ein Virus, das wir in uns tragen. Die Bibel und in Folge dessen auch unsere lutherischen Bekenntnisschriften bezeichnen es als Auflehnung Gott gegenüber. Wir räumen ihm nicht den Platz in unserem Leben ein, den er eigentlich haben müsste und geben ihm nicht die Ehre. Vielmehr neigen wir lieber zum Bösen, von Gott abgewandt. Darum wird dies auch die Hauptsünde genannt. Das sagt uns Gottes Wort. Von selbst verstehen wir das nicht. Es geht bei dieser eben beschriebenen Hauptsünde also nicht nur um bewusste Schuld und Sünde, sondern um die Grundeinstellung Gott gegenüber, die wir in unserem Wesen haben. Sie lässt sich mit dem Verstand nicht erkennen; weder kann dies ein Säugling noch ein Erwachsener. Gottes Wort allein sagt es uns.

 

Was geschieht in der Heiligen Taufe?

Das Neue Testament spricht an vielen Stellen von der Heiligen Taufe und beschreibt unterschiedliche Gesichtspunkte:

-  Der Täufling wird von neuem geboren (Titus 3,5)

-  Der Täufling bekommt das, was Jesus Christus am Kreuz für getan hat, geschenkt (Römer 6,3-11)

-  Der Täufling wird in die Gemeinde Jesu Christi - der Kirche - eingegliedert (1. Korinther 12,13)

-  Der Täufling bekommt Christus angezogen (Galater 3,27)

-  Der Täufling erhät Vergebung der Sünden und die Gabe des Heiligen Geistes (Apostelgeschichte 2,38)

 

In der Heiligen Taufe handelt der Dreieinige Gott umfassend und ganzheitlich. Dort beginnt ein neues Leben und ewiges Heil wird dort geschenkt. Darum ist die Taufe auch eine zweite Geburt. Mit der ersten, leiblichen Geburt werden wir Erdenbürger, Mitglieder einer Familie, mit der zweiten Geburt werden Bürger im Reich Gottes und Glied einer christlichen Gemeinde mit Schwestern und Brüdern im Herrn. In der Taufe geht der Dreieinige Gott eine lebendige Verbindung ein, die nicht einmal der Tod unterbrechen kann. Denn durch die Taufe sind die Mächte, die Chaos ins Leben bringen: Sünde, Tod und Teufel, gebändigt und besiegt. Auch wenn sie immer wieder versuchen im Leben Macht zu bekommen, haben sie keine letztgültige Chance mehr, weil wir Gottes Kinder sind. Andere Mächte haben da keinerlei Ansprüche mehr anzumelden. So schenkt uns der Dreieinige Gott Vergebung der Sünden, Erlösung vom ewigem Tod und dem Teufel, und schenkt uns Gotteskindschaft und ewiges Leben.

 

Leben aus der Taufe!
Wie in einer freundschaftlichen Beziehung oder der Ehe, will die lebendige Verbindung zwischen Gott und dem Täufling gepflegt werden. Pflegen wir Menschen untereinander Freundschaften nicht, zerbrechen sie. Gott möchte diese Verbindung zum Täufling pflegen. Diese Verbindung muss allerdings auch von unserer Seite aus mit Leben gefüllt werden. Ein Christ kann niemals für sich allein bestehen. Es gibt in Wirklichkeit kein „privates Christentum“. Der Christ braucht die Gemeinschaft des Gottesdienstes, der Kirche und Gemeinde. Wird ein brennender Holzscheit aus dem Feuer genommen und an die Seite auf einen Stein gelegt, geht er aus. Ohne die Gemeinschaft mit Jesus Christus und den Glaubensgeschwistern geht auch das Feuer des Glaubens aus und verlischt. Auch als Christen fallen wir immer wieder zurück in Schuld gegenüber unserem Mitmenschen und Sünde Gott gegenüber. Als Getaufte gilt es daher immer wieder zurück zur Taufe. Ein Beispiel kann uns einiges verdeutlichen: Die Taufe ist ein sicheres Schiff, das jedoch auf der hohen und stürmischen See des Lebens fährt. Wir Menschen sind dann leider so leichtsinnig und springen jeden Tag neu in die Fluten von Schuld und Sünde. Christus schmeißt uns allerdings einen Rettungsring in diese tobende See – das ist die Beichte. Jesus Christus zieht uns durch die Beichte wieder ins sichere Boot der Taufe zurück.

 

Wie oft taufen?
Grundsätzlich wird die Taufe nur einmal gespendet. Eine Wiedertaufe ist nicht möglich.


Wann taufen?
Die Taufe sollte nicht zu lange aufgeschoben werden, sondern möglichst früh nach der Geburt erfolgen.

 

B) Die Heilige Taufe - Wie geht es weiter?

Dieser Abschnitt möchte Ihnen das weitere Vorgehen erklären und auf Fragen antworten, die häufig gestellt werden.

 

Das Taufgespräch
Zunächst bitten Sie den Pfarrer um ein Taufgespräch. Dort werden sowohl die grundsätzlichen Inhalte der Taufe als auch der Ablauf im Gottesdienst besprochen. Ebenso können Sie dem Pfarrer mitteilen, welchen Taufspruch Sie für ihr Kind ausgesucht haben und Sie können gegebenenfalls auch christliche Liedwünsche äußern. An dem Taufgespräch sollen neben den Eltern des Täuflings nach Möglichkeit auch die Taufpaten anwesend sein.


Die Taufpaten
Paten sind geistliche Väter oder Mütter ihres Patenkindes. Stellvertretend für den unmündigen Säugling bekennen die Paten den christlichen Glauben während der Taufhandlung.


Wer kann Taufpate werden?
Taufpate kann nur der werden, wer getauft und konfirmiert ist, zu einer christlichen Kirche gehört, deren Taufpraxis anerkannt wird, und die Berechtigung zur Übernahme eines Patenamtes hat. Hierzu wird ein so  genannter Patenschein benötigt, der von dem für Sie zuständigen Pfarramt ausgestellt wird.  Eltern sollen die Paten gewissenhaft aussuchen. Mindestens ein Pate soll Glied der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) sein, damit das Kind auch in "seine" lutherische Kirche hineinwächst.


Wie kann ich mein Patenamt ausgestalten?
Neben der Begleitung des Kindes, ist zunächst das Gebet zu nennen. Sie können Gott für das Kind, das sie begleiten dürfen, danken und um seinen Schutz und seine Bewahrung bitten. Auch eine besondere Gestaltung des Tauftages durch einen Besuch beim Patenkind, einen Anruf, eine Karte oder vielleicht ein Geschenk zum Tauftag rufen dem Kind in Erinnerung, das es getauft ist. So halten Sie die Taufe und den Tauftag im Leben des Kindes wach.

 

Gibt es eine ökumenische Taufe?
Nein, es gibt keine ökumenische Taufe, da die Taufe die Kirchenmitgliedschaft in einer konkreten Kirche begründet.

 

Gibt es eine Altersbeschränkung bei Taufpaten?
Nein, eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Taufpate kann werden, wer die Berechtigung zur Übernahme eines Patenamtes hat. Diese erfolgt in der Evangelisch-Lutherischen  Kirche mit der Konfirmation.

 

Ist eine bestimmte Anzahl von Paten erforderlich?
Nein, es gibt keine Vorgaben, wie viele Taufpaten ein Kind haben soll. Es kann aber für ein Kind gut und hilfreich sein mehrere Paten zu haben.

 

Ich bin aus der Kirche ausgetreten. Kann ich das Patenamt übernehmen?
Nein, Taufpate kann nur werden, wer Glied der Kirche ist. Mit dem Kirchenaustritt ist dokumentiert worden, dass der in der Kirche gelebte christliche Glaube keine Bedeutung zugemessen wird. Weil im Rahmen der Taufhandlung die Paten versprechen mitzuhelfen das Kind im christlichen Glauben zu erziehen, ist es zu Recht eine Zumutung von einem Ausgetretenen ein solches Versprechen einzufordern.

 

Kann ein älteres Kind während der Konfirmandenzeit getauft werden?
Ja, das ist möglich. Voraussetzung für den Konfirmandenunterricht ist nicht die Taufe.

 
Ich würde gerne als Erwachsener getauft werden. Was ist zu tun?
Wir freuen uns, wenn Sie sich taufen lassen wollen. Vor der Taufe ist ein Taufunterricht zu absolvieren. Die wesentlichen Inhalte des Glaubens werden dort erläutert und erklärt. Nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Pfarramt auf. Der Pfarrer wird Ihnen die weiteren Schritte erläutern.


Wo wird die Taufe vollzogen?
Die Taufe wird in der Regel in der Kirche in einem Gemeindegottesdienst vollzogen. In besonderen Ausnahmefällen kann die Taufe auch in einem eigenen Taufgottesdienst gefeiert werden.


Welche Möglichkeiten der Mitwirkung haben wir im Rahmen der Taufhandlung?
Sie können in Absprache mit dem Pfarrer einen Taufspruch aus der Bibel aussuchen. Ebenso ist es möglich Tauflieder aus dem Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch herauszusuchen, die im Gemeindegottesdienst gesungen werden können. Weiter können Sie eine Taufkerze für Ihr Kind zur Taufe mitbringen oder ein so genanntes Taufkleid. Dann ist es auch möglich den Taufstein mit Blumen zu schmücken.

 
Wird bei einem Konfessionswechsel erneut getauft?
In der Regel nicht, sofern die Taufe im Namen des Dreieinigen Gottes mit Wasser vollzogen wurde. Die Taufen der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), der römisch-katholischen Kirche, der orthodoxen Kirchen, der anglikanischen Kirche u.a. werden anerkannt. Fragen Sie gerne im Pfarramt.


Welche Hilfen gibt die Kirche sich seiner Taufe zu erinnern?
Regelmäßig finden Taufgedächtnis- oder Tauferinnerungsgottesdienste statt. In besonderer Weise erinnern wir uns der eigenen Heiligen Taufe im Rahmen eines Gemeindegottesdienstes.


Was ist eine Nottaufe?
Eine Nottaufe erfolgt bei Lebensgefahr bei einem Menschen, der noch nicht getauft ist. Jeder Christ darf diese Nottaufe vollziehen, wenn kein Geistlicher rechtzeitig herbeigerufen werden kann. Hierbei hat die Taufe mit Wasser im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu erfolgen. Die Nottaufe wird gespendet mit den Worten: Ich taufe dich – Name des Kindes – im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Hierbei wird der Kopf dreimal mit Wasser begossen. Eine vollzogene Nottaufe ist dem zuständigen Pfarramt zu melden, damit Kontakt zu den Eltern hergestellt, die Taufe der Gemeinde bekannt gegeben und die Taufe im Taufbuch vermerkt werden kann.


Wie melde ich mein Kind zur Taufe an?
Bitte wenden Sie sich an das Pfarramt und vereinbaren rechtzeitig einen Termin zur Taufe.


Wie melde ich mich als Erwachsener zum Taufunterricht an?
Bitte wenden Sie sich an das Pfarramt. Dort wird der weitere Ablauf mit Ihnen besprochen.

 

C) Tauflieder aus dem Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG)

-    Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte nachzuleben                              

-    Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist

-    Lasset mich voll Freuden sprechen: Ich bin ein getaufter Christ                     

-    Ich bin getauft, ich steh im Bunde durch meine Tauf mit meinem Gott           

-    Gott und Vater, nimm jetzund dieses Kind von unsern Armen                      

 

Die christliche Beerdigung

Das Begräbnis - Vom christlichen Umgang mit Sterben und Tod

Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben. (Johannes 14,19). Diese herrliche Zusage Christi haben wir Christen. Das Leben auf dieser Erde mag jetzt zu Ende gehen/sein, aber wir haben die Gewissheit, dass wir als Glaubende für immer mit Gott leben werden.

Nun geht das Leben eines lieben Menschen zu Ende bzw. er ist schon verstorben. Jetzt stellen Sie sich vielleicht manche Fragen. Diese Seite versucht Fragen zu beantworten und möchte Ihnen helfen mit der Trauer umgehen zu lernen. Hier finden Sie folgende Rubriken:

A) Sterben und Tod – Was muss ich tun?
B) Bibelverse und Lieder – Hier finden Sie eine Auswahl!
C) Das Leben neu entdecken – Mit Trauer umgehen lernen!
D) Leben und Tod aus biblischer und lutherischer Sicht!

 

A) Sterben und Tod – Was muss ich tun?

 

Ein Mensch liegt im Sterben
Liegt ein Mensch im Sterben, können Sie gerne einen Pfarrer rufen. Ist der Sterbende noch ansprechbar, dann können Dinge des Lebens aufgearbeitet, Vergebung unter den Angehörigen und vor Gott empfangen werden, aber auch die Liebe untereinander ausgedrückt werden. Der Pfarrer wird versuchen den Sterbenden und die Angehörigen zu begleiten. Dies ist macht er durch das Gebet, durch die Krankensalbung und natürlich durch die Feier des Heiligen Abendmahls. Schon in der Alten Kirche wurde das Heilige Abendmahl als Gegengift gegen den Tod bezeichnet, weil wir durch die Gaben Leib und Blut Christi, Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit geschenkt bekommen. Sowohl der Sterbende als auch Sie als Angehörige dürfen hieraus Trost für die Stunden des Abschieds empfangen und der Sterbende Kraft für den Übergang ins Leben der Auferstehung.

 

Ein Mensch ist verstorben
Ist ein Mensch zu Hause verstorben, verständigen Sie bitte einen Arzt. Gerne dürfen Sie einen Pfarrer rufen. Ebenso ist ein Bestattungsunternehmen zu beauftragen. Ist ein Angehöriger im Krankenhaus verstorben, beauftragen Sie bitte ein Bestattungsinstitut. Bei Unfalltod, Suizid oder einer Straftat ist grundsätzlich die Polizei zu informieren. Der Verstorbene ist beim Standesamt durch Vorlage der Sterbeurkunde (Ausstellung durch einen Arzt) abzumelden.

Hierneben sind noch andere Punkte zu bedenken, wie beispielsweise: Weitere Familienangehörige sind zu verständigen und das Testament des Verstorbenen ist zu berücksichtigen. Zwischen Ihnen als Angehörige, dem Beerdigungsunternehmen und dem Pfarrer ist dann einvernehmlich ein Termin für die Bestattung zu finden. Auch ist eventuell auch an Blumenschmuck für das Grab und den Sarg zu denken. Zahlreiche Punkte erledigt der beauftragte Bestatter für Sie.

 

Gibt es einen kirchlichen Abschied im Trauerhaus?
Ja. Hierbei handelt es sich um eine Aussegnungsandacht. Es ist ein kurzer Gottesdienst von vielleicht 10 Minuten. Er hat folgenden Ablauf:

Friedensgruß
Votum
Gebet
(Valetsegen)
Lesung (mit Zuspruch)
Vaterunser
Segen

Nach der Aussegnung wird der Verstorbene durch ein Beerdigungsinstitut abgeholt.

 

Der Trauerbesuch durch den Pfarrer
Vor dem Pfarrer müssen Sie nicht um Fassung ringen. Sind Sie traurig, dürfen Sie das zum Ausdruck bringen. Neben der Trauer, dient der Besuch des Pfarrers auch dazu die Beerdigung vorzubereiten.

Im Trauergespräch fragt  der Pfarrer Sie nach dem Leben des Verstorbenen, nach besonderen Ereignissen und Stationen. Diese Fragen dienen zur Erstellung des Lebenslaufes, der vorgelesen werden kann, wenn Sie dieses wünschen.

Dann ist es wichtig einen Vers aus der Bibel auszuwählen, über den die Traueransprache gehalten werden soll. Es eigenen sich hierfür besonders Tauf,- Konfirmations- oder Trausprüche, oder aber Verse aus der Bibel, die dem Verstorbenen in seinem Leben Trost, Hoffnung und Kraft gegeben haben oder aber andere Worte der Heiligen Schrift.

Weiter wird auch der Trauergottesdienst besprochen, Fragen nach christlichen Liedern geklärt oder nach der musikalischen Umrahmung durch Orgelbegleitung und/oder Posaunenchor.

Zum Schluss spricht der Pfarrer noch ein Gebet und weist auf Gottes Trost und Beistand hin.

 

Dürfen Würdigungen durch Vereine, Arbeitgeber oder andere erfolgen?
Ja, Würdigungen sind nach dem Segen am offenen Grabe möglich. Da es sich um einen Gottesdienst handelt, möchten Wertschätzungen des Verstorbenen nicht vor Erteilung des Segens erfolgen.

 

Wie sollen wir mit dem Thema Beileidsbekundungen am Grabe umgehen?
Dies liegt in Ihrem Ermessen. Jeder wird Verständnis haben, wenn Sie keine Beileidsbekundungen am Grabe wünschen. Bedenken Sie hierbei aber, dass Freunde, Bekannte, Nachbarn die Trauer mit Ihnen teilen möchten und Ihnen auf diesem Wege zeigen wollen, dass Sie nicht alleine sind. Beileidsbekundungen können ja sehr unterschiedlich sein. Eine Umarmung, ein stummer Händedruck, ein kurzer Vers aus der Bibel mit einem persönlichen Wort oder anderes. Es kann also gut sein, auf diese Weise die Anteilnahme zu erfahren.

 

Was ist nach der Bestattung zu tun?
In unseren Breiten werden oftmals Bekannte, Freunde und Verwandte zu einem kleinen Imbiss in eine Gaststätte eingeladen. Sie müssten also klären, ob und wenn ja, wo ein solches Essen stattfinden soll. Bei diesem Imbiss geht es nicht um eine Feier, sondern darum, dass Sie als Angehörige nach der Beerdigung nicht gleich alleine sind. Sie haben dort die Möglichkeit mit Freunden, Verwandten und Nachbarn sich auszutauschen über das, was war, was jetzt ist und was sein wird.

 

B) Bibelverse und Lieder – Hier finden Sie eine Auswahl!


1. Bibelverse

Herr, ich warte auf dein Heil!
1. Mose 49,18

Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen; der Name des Herrn sei gelobt!
Hiob 1,21

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!
Hiob 19,25

In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
Psalm 31,6

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen.
Psalm 37,5

Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Wie haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet.
Psalm 68,20f

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.
Psalm 73,23

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.
Psalm 103,13

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Johannes 3,16

Jesus Christus sagt: Wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.
Johannes 8,51

Jesus Christus sagt: Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Johannes 10,27

Jesus Christus sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.
Johannes 11,25f

Jesus Christus sagt: Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Johannes 14,27

Jesus Christus sagt: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Johannes 16,33

O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
Römer 11,33f

Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2. Timotheus 1,10

Es ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen.
Hebräer 4,9f

Jesus Christus sagt: Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einen jeden zu geben, wie seine Werke sind. Ich bin das A und O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
Offenbarung 22,12f

 

2. Lieder aus dem Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG)

Lieder mit dem Thema Auferstehung - Osterlieder
Christ ist erstanden     (ELKG 75)
Christ lag in Todesbanden    (ELKG 76)
Jesus Christus, unser Heiland    (ELKG 77)
Auf, auf mein Herz mit Freuden     (ELKG 86)
O Tod, wo ist dein Stachel nun     (ELKG 87)
Wach auf, mein Herz    (ELKG 88)

 

Lieder mit dem Thema Danken - Danklieder
Lobe den Herren, o meine Seele     (ELKG 198)
Lobet den Herren     (ELKG 199)
Lobe den Herrn, den mächtigen König    (ELKG 234)

 

Lieder mit Thema Geborgenheit
Aus tiefer Not schrei ich zu dir     (ELKG 195)
Herzlich lieb hab ich dich, o Herr     (ELKG 247)
Ist Gott für mich, so trete gleich alles     (ELKG 250)
Meinen Jesus lass ich nicht      (ELKG 251)
Christi Blut und Gerechtigkeit     (ELKG 273)
Was mein Gott will, gescheh allzeit    (ELKG 280)
Von Gott will ich nicht lassen     (ELKG 283)
In dir ist Freude      (ELKG 288)
Befiehl du deine Wege      (ELKG 294)
Wer nur den lieben Gott lässt walten     (ELKG 298)
Wie Gott mich führt, so will ich gehn    (ELKG 302)
Ich steh in meines Herren Hand     (ELKG 306)
Mitten wir im Leben sind     (ELKG 309)

 

Lieder mit dem Thema Taufe - Tauflieder
Ich bin getauft auf deinen Namen     (ELKG 152)
Lasset mich voll Freuden sprechen: Ich bin ein getaufter Christ    (ELKG 464)
Ich bin getauft, ich steh im Bunde     (ELKG 465)

 

C) Das Leben neu entdecken – Mit Trauer umgehen lernen!

Nach dem Verlust eines lieben Menschen, ist es zunächst nicht immer einfach wieder zurück ins Leben zu finden. So manches Mal kann einem Hinterbliebenen Trauer überkommen, eine Leere bleibt zurück und Einsamkeit kann drücken. Trauern ist nicht leicht. Schon das Wort Trauerarbeit drückt es aus. Ein gutes Stück ist man gefordert, die Trauer zu überwinden. Damit Sie wieder neu ins Leben zurückfinden, kann es eine Zeit dauern. Nehmen Sie sich aber die Zeit, die Sie zur Trauer brauchen. Sie benötigen nicht nur die Zeit, um loszulassen, sondern auch Ihr Leben neu und ohne den geliebten Menschen zu gestalten. Dieses Zurechtfinden wird mal besser mal schlechter gelingen. Lassen Sie ruhig Ihre Gefühle zu. So ist es gut, Zeit alleine zu haben, ebenso wichtig aber ist auch die Gemeinschaft mit Familienangehörigen, Freunden und Bekannten. Reden Sie über Ihren Verlust, den Schmerz, usw.. Bedenken Sie hierbei, dass es unterschiedliche Weisen gibt, mit Trauer umzugehen. Finden Sie hier Ihren Weg und akzeptieren Sie den anderer. Auf dem Weg zurück ins Leben gehören auch die Erledigungen des Alltagsgeschäftes: Einkaufen, geregelt Essen und Trinken, Freunde besuchen, vielleicht eine Zeit aus der gewohnten Umgebung wegfahren, seiner Arbeit nachgehen. Natürlich geht es auch darum, Kontakt mit Gott zu halten. Dies kann einmal im Gebet und in der Bibellese zu Hause geschehen. In besonderer Weise begegnet Ihnen der Herr Christus im Besuch der Gottesdienste. Aber auch die Gemeindegruppen laden ein mitzumachen, den Kontakt mit anderen Gemeindegliedern zu suchen und zu pflegen. Die Termine können Sie auf unserer Homepage entnehmen.

 

D) Leben und Tod aus biblischer und lutherischer Sicht!

 

Das Leben – ein kostbares Geschenk
Gemeinsam sind Sie mit einem lieben Menschen an Ihrer Seite durch dieses Leben gegangen als Ehepartner, Kind, Geschwister, Eltern, Großeltern, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen… Gott hat das Leben geschenkt und hat viele gemeinsame Stunden ermöglicht. Hierfür dürfen Sie dem himmlischen Vater dankbar sein. Er hält das Leben eines jeden in seiner Hand. So wie Gott das Leben schenkt, bewahrt und erhält, liegt auch das Ende des Lebens allein bei ihm.

Unser Leben ist bedroht. Martin Luther bringt es dichterisch auf den Punkt: Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen (Evangelisch-Lutherisches Kirchengesangbuch Nr. 309). Gerne setzen wir Menschen uns nicht mit dem Tod auseinander, weil er etwas Endgültiges, Abschließendes und Unwiderbringliches an sich zu haben scheint. Der Schrecken des Todes sei es das er durch Krieg, Terror oder Naturkatastrophen, sei durch Alter, Verkehrsunfall oder Krankheit nach dem Leben greift, machen uns Menschen Angst. Angesichts von Sterben und Tod zeigt sich, dass der Satz, der Tod gehört zum Leben dazu, falsch ist. Sterben und Tod sind widernatürlich und lebensfeindlich.

 

Warum?
Die äußeren Umstände für den Tod sind für uns Menschen sichtbar. Bei Unglücksfällen beispielsweise, können Sacherständige sagen, was passiert ist. Aber das ist ja nur vordergründig unsere Frage. Warum? – Diese Frage geht tiefer.

Um sich einer Antwort anzunähern, lohnt ein Blick in die Bibel. Zunächst war es nicht Gottes Plan das Leben vergänglich zu erschaffen (1. Mose 1+2). Erst die Trennung von Gott durch die Auflehnung des Menschen, brachte den Tod ins Leben. So schreibt der Apostel Paulus: Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unseren Herrn (Römer 6,23). Damit der Tod nicht das letzte Wort über das Leben hat, ist Gottes Sohn, Jesus Christus, am Kreuz für uns gestorben, damit wir aus diesem Verhängnis von Schuld und Tod herauskommen. Jesus Christus ist auferstanden und lebt – heute, jetzt, in diesem Augenblick. Der Tod ist darum besiegt. Er hat nur das vorletzte Wort, aber das letzte Wort hat der auferstandene Herr Christus. Er wird die, die in seinem Namen gestorben sind, auferwecken zum ewigen Leben. Diese Tatsache ist für uns Christen eine Hoffnung, wofür Jesus mit seinem guten Namen eintritt. Es ist also keine Hoffnung ins Blaue hinein, sondern von Jesus Christus garantierte Realität. Diese Wirklichkeit wird in der Heiligen Taufe geschenkt und jedem einzelnen persönlich übertragen. Durch die Taufe im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit Wasser verbindet sich der Dreieinige Gott mit dem Täufling. Seitdem ist der Christ, der an den Dreieinigen Gott glaubt und ein Leben mit ihm führt, mit dem Dreieinigen Gott verbunden. Es ist wie ein göttlicher Stromkreis seiner Liebe, den nicht einmal der Tod unterbrechen kann. Der Apostel Paulus drückt es in Römer 8,38-39 so aus:

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

 

Wo sind die Toten?
Die in Christus Entschlafenen ruhen in Gottes Hand, sind bei ihm geborgen. Er wird sie am Ende der Tage auferwecken zum ewigen Leben und der sichtbaren Gemeinschaft mit Gott. Führen wir in diesem Leben unseren Alltag im Glauben an Christus, erwartet uns diese herrliche Zukunft. Wenn wir aber ein Leben ohne Gott, Kirche, den christlichen Glauben führen, respektiert Gott es hier in diesem Leben, aber auch im kommenden. Der Mensch ohne Gott wird sein künftiges Leben ohne seine Liebe führen müssen. Darum kann man dieses Leben, dann auch als ewigen Tod im Gegensatz zum ewigen Leben bezeichnen. Die Konsequenzen eines Lebens ohne Gott wird der Mensch selber tragen. Am Ende der Zeiten wird es also eine Scheidung geben zwischen denen, die im Glauben an Christus gestorben sind und denen, die ihr Leben ohne Jesus Christus geführt haben. Die beiden Möglichkeiten, die wir schon in dieser Welt haben, setzen sich also fort. Allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass wir in dieser Welt, immer zu Gott kommen können, seine Vergebung und sein Liebe durch Jesus Christus erleben können. Im kommenden Leben ist dies nicht möglich. Nachdem was wir aus der Bibel wissen, ist die Trennung zwischen Gott und dem Menschen ohne den Glauben an Christus endgültig. Darum lädt Gott uns heute immer wieder neu ein, ein Leben mit ihm zu führen, an Christus zu glauben, sich mit seinen Gaben Gottes Wort, Taufe, Beichte und Abendmahl beschenken zu lassen.

Gemeindewechsel

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gliedern sich nicht nach dem Territorialprinzip, wie in der Regel die der Landeskirchen oder der römisch-katholischen Kirche. Vielmehr ist jede Kirchengemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherische Kirche eine Personalgemeinde, das heißt: Nicht durch Zuzug in eine Region, sondern durch Überweisung für Kirchglieder der SELK oder einer ihrer Schwesterkirchen oder Eintritt für Christen anderer Konfessionen wird man Mitglied einer Kirchengemeinde vor Ort.
 
Ich möchte die Gemeinde wechseln. Was muss ich tun?
Wenn Sie zu einer Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehören und in unsere St. Mariengemeinde, Berlin-Zehlendorf, wechseln möchten, wenden Sie sich bitte an Ihr bisher zuständiges evangelisch-lutherisches Pfarramt. Ihr Gemeindepfarrer wird Sie dann an uns überweisen. Die Überweisung erfolgt unbürokratisch und problemlos.
 
Wie teuer ist die Überweisung?
Eine Überweisung ist kostenlos.
 
Ich gehöre zu einer anderen Konfession und möchte in die St. Mariengemeinde wechseln.
Wenn Sie zu einer anderen christlichen Konfession gehören und in unsere Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde wechseln möchten, dann müssen Sie zuvor Ihren Kirchenaustritt erklären.

Kircheneintritt

In die Kirche eintreten – Evangelisch-Lutherisch mit Profil

Herzlich willkommen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche! Wir freuen uns, wenn wir Sie in der Lutherischen Kirche begrüßen können. Vielleicht denken Sie darüber nach in die Evangelisch-Lutherische Kirche (wieder) einzutreten. Wir haben für Sie einige Informationen zusammengestellt, die Ihnen beim Kircheneintritt eine Hilfe sein können.


Wo kann ich eintreten?
Sie können in die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche unter anderem beim Evangelisch-Lutherischen Pfarramt St. Marien zu Berlin-Zehlendorf eintreten:

Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde
Pfarrer Markus Büttner
Riemeisterstraße 10-12
10717 Berlin-Zehlendorf
Telefon: 030-802 70 34


In die Kirche eintreten – Zuhause in der Evangelisch-Lutherischen Kirche
Im Leben gibt es immer wieder Situationen, die zum Nachdenken über Gott und die Welt führen. Dabei kommt auch die Frage nach Kirche und einer verbindlichen Kirchenmitgliedschaft. Solche Anlässe können fröhliche oder traurige sein:

- Ein Kind soll getauft werden und Sie sind gebeten, dass Patenamt zu übernehmen.

- Sie wollen heiraten und möchten Ihre Ehe unter den Segen des Dreieinigen Gottes stellen.
   Eine kirchliche Trauung ist gewünscht.

- Krankheit belastet Ihre Gesundheit und Sie wünschen Trost und Beistand.

- Ein Trauerfall beschäftigt Sie und Sie Fragen nach dem eigenen Sterben und dem Tod.

- Sie denken über Ihre Lebenssituation nach und möchten ein Leben mit Gott führen.

- Oder es sind andere Gründe, die Sie ins Nachdenken über einen Kircheneintritt bewegen.

Als Christen wissen wir uns durch die Taufe mit dem Dreieinigen Gott verbunden. Er stiftet auch die Gemeinschaft unter uns. Als Kirchenglied sind Sie Teil dieser Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft zeigt sich auf vielfältige Weise: Im Gottesdienst, in den Gemeindeveranstaltungen, aber auch kirchenweit in den diakonischen Einrichtungen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Lutherische Kirche möchte Menschen weltweit mit dem Evangelium von Jesus Christus erreichen. Hiermit ist die Lutherische Kirchenmission, Bleckmar, beauftragt.


In die Evangelisch-Lutherische Kirche eintreten – Offene Türen
Die Türen der Kirche stehen offen! Sie sind uns herzlich willkommen. Was uns als Christen in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche eint, sind die Bibel und das Evangelisch-Lutherische Bekenntnis. Entdecken Sie die betont liturgischen Sakramentsgottesdienste, die festlichen Andachten und das Gemeindeleben. Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie in die allein der Heiligen Schrift und den evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften verpflichtete Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche eintreten wollen, sind uns Ihre Fragen willkommen. Gerne nimmt sich der Pfarrer Zeit für Ihre Anliegen. Vereinbaren Sie bitte einen Gesprächstermin. In diesem Gespräch ist Raum für Ihre Fragen.


Wie trete ich in die evangelisch-lutherische Kirche ein?
Durch die Taufe werden Sie Glied in der Evangelisch-Lutherischen St. Marienkirchengemeinde und auch Mitglied in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Die Taufe wird nicht wiederholt. Wenn Sie als Erwachsener noch nicht getauft sind, erfolgt zunächst ein Taufunterricht und dann die Heilige Taufe. Mit dem Empfang der Heiligen Taufe sind Sie dann auch Glied der Gemeinde und der evangelisch-lutherischen Kirche. Wenn Sie getauft sind (gegebenenfalls auch konfirmiert oder gefirmt), bringen Sie bitte Ihre kirchlichen Unterlagen, wie Taufschein, Konfirmationsurkunde, Trauschein zum Aufnahmegespräch mit. Dort ist auch Zeit über den Glauben zu sprechen und über persönliche Fragen ins Gespräch zu kommen. Ein Aufnahmeantrag wird Ihnen gegeben, den Sie bitte ausgefüllt an das Pfarramt übergeben. In einem Gottesdienst wird Ihr Eintritt der Gemeinde bekannt gegeben und im Pfarrbrief, der Ihnen kostenlos zugesandt wird, veröffentlicht. Ebenfalls ist eine gottesdienstliche Handlung möglich, wenn Sie dies wünschen. Sie ist aber nicht zwingend erforderlich. Dann sind Sie Glied der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf, und damit auch der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.


Übertritt in die evangelisch-lutherische Kirche - wie mache ich das?
Bislang gehören Sie einer christlichen Konfession an, möchten aber in die Evangelisch-Lutherische Kirche wechseln. Vor einem Eintritt in die Lutherische Kirche, müssen Sie Ihren Austritt erklären; in Berlin beim Amtsgericht. Gerne begleiten wir Sie auch in Gesprächen bei diesem nicht einfachen Prozess des Lösens aus einer kirchlichen Gemeinschaft und Ankommens in der Lutherischen Kirche. Wenn Sie in einer Konfession getauft wurden, deren Taufe anerkannt ist, wie z.B. die der Römisch-Katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche Deutschlands, der Anglikaner, etc., werden sie nicht erneut getauft. Nehmen Sie bitte gerne mit uns Kontakt auf.


Wie teuer ist die Mitgliedschaft in der Lutherischen Kirche?
Der Eintritt in die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche ist für Sie kostenlos. Da wir aber als Evangelisch-Lutherische Kirche und Gemeinde selbständig, also vom Staat unabhängig sind, ziehen wir keine Kirchensteuern ein, obwohl dies rechtlich möglich ist. Darum darf auf der Lohnsteuerkarte kein Eintrag vorgenommen werden. Wir erheben aber von allen Kirchgliedern mit eigenem Einkommen (Lohn, Gehalt, Rente) ein Kirchgeld, das nicht unter dem liegen soll, wie der entsprechende Kirchensteuersatz. Da wir keine Zuschüsse vom Staat erhalten, ist die Haupteinnahmequelle der zu entrichtende Kirchenbeitrag. Wir sind dankbar, dass Sie mit Ihrem Kirchenbeitrag die kirchliche Arbeit direkt vor Ort in der Gemeinde und gesamtkirchlich unterstützen. Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, dass Evangelisch-Lutherische Kirche unabhängig ihren Auftrag nachkommen kann Gottes Wort ohne Abstriche zu verkündigen und die Sakramente der Einsetzung Christi gemäß zu spenden. Wenn Sie zum Thema Kirche und Geld fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns.


In die Kirche eintreten – Ich gehöre dazu
Wenn Sie zur Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Zum Heiligen Kreuz und dadurch auch zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehören,

- sind Sie zum Heiligen Abendmahl zugelassen,

- haben das aktive und passive Wahlrecht in der Kirche

- können den Weg der Gemeinde entscheidend mitbestimmen

- können christlich getraut werden

- dürfen das Patenamt übernehmen

- können christlich beerdigt werden

- erfahren seelsorgerliche Begleitung durch den Pfarrer


Sie wagen einen neuen Anfang. Dazu gebe der Dreieinige Gott Ihnen Kraft und Mut. Wir freuen uns auf Sie.
Herzlich willkommen in der Evangelisch-Lutherischen St. Marienkirchengemeinde!

 

Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg

Die Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde ist eingebunden in die gesamtkirchlichen Strukturen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. So gehört die Kirchengemeinde zum Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg und ist auf diese Weise mit zahlreichen anderen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden verbunden.

Geleitet wird der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg von Superintendent Sebastian Anwand, Potsdam, gemeinsam mit dem Beirat. Über dem Kirchenbezirk ist der Kirchenregion Ost, der die gesamten ostdeuschen Bundesländer und Berlin umfaßt, übergeordnet. Folgende evangelisch-lutherische Pfarrämter des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg können Auskunft geben über Gottesdienste, Termine und Predigtplätze.

 

Angermünde
Evangelisch-Lutherische Martinskirche
Pfarramt: Pfarrer Kirsten Burghard Schröter
Schwedter Straße 4
16278 Angermünde
Mail: angermuende[at]selk.de
www.Martinsgemeinde.de

 

Berlin-Marzahn
Evangelisch-Lutherische Missionsgemeinde
Pfarramt: Pfarrer Kirsten Burghard Schröter
Schwarzburger Straße 8
12687 Berlin
Marzahn[at]selk.de
www.selk-marzahn.de


Berlin-Mitte
Evangelisch-Lutherische Gemeinde Berlin-Mitte
Pfarrer Johann Hillermann
Annenstraße 53
10179 Berlin
www.selk-mitte.de


Berlin-Neukölln

Evangelisch-Lutherische Paulusgemeinde
Pfarrer Bernhard Mader
Kranoldplatz 11
12051 Berlin
Kempe[at]selk.de
www.selk-neukoelln.de

 

Berlin-Steglitz
Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeitskirche
Pfarrer Dr. theol. Gottfried Martens D.D.
Südendstraße 19-21
12169 Berlin
Mail: pfarramt[at]steglitz-lutherisch.de
www.steglitz-lutherisch.de

 

Berlin-Wedding
Evangelisch-Lutherische Augustana-Kirche
Pfarramt vakant
Usedomer Straße 11
13355 Berlin

 

Berlin-Wilmersdorf
Evangelisch-Lutherische Kirche Zum Heiligen Kreuz
Pfarramt vakant
Nassauische Straße 17
10717 Berlin
heilig-kreuz.berlin[at]selk.de
www.lutherisch-berlin.de

 

Berlin-Zehlendorf
Evangelisch-Lutherische Marien-Kirche
Pfarrer Markus Büttner
Pfarrer Christoph Schulze
Riemeisterstraße 10-12
14169 Berlin
zehlendorf[at]lutherisch.de
www.lutherisch.de

 

Fürstenwalde
Evangelisch-Lutherische Gemeinde Fürstenwalde
Pfarrer Bernhard Mader
Dr. Wilhelm-Külz-Straße 55
15517 Fürstenwalde
fuerstenwalde[at]selk.de
www.selk-fuerstenwalde.de

 

Greifswald
Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche St. Otto von Bamberg
Pfarrer Hinrich Brandt
Pestalozzistraße 2
17489 Greifswald
greifswald[at]selk.de
www.brenz.gmxhome.de

 

Jabel (Wittstock/Dosse)
Evangelisch-Lutherische Kirche Jabel
Vakant
Dorfstraße 1
16909 Heiligengrabe
jabel[at]selk.de
www.selk-jabel-neuruppin.de

 

Luckenwalde
Evangelisch-Lutherische Christusgemeinde
Pfarrer Sebastian Anwand
Auguststraße 35
14943 Luckenwalde
potsdam[at]selk.de
www.selkluckenwalde.de

 

Neuruppin
Evangelisch-Lutherische Kreuzgemeinde
Pfarrer Johann Hillermann - siehe Berlin-Mitte
Steinstraße 7
16816 Neuruppin
www.selk-jabel-neuruppin.de

 

Potsdam
Evangelisch-Lutherische Christusgemeinde
Superintendent Sebastian Anwand
Behlerstraße 9
14469 Potsdam
potsdam[at]selk.de
www.selk-potsdam.de

 

Schwerin
Evangelisch-Lutherische Martin-Luther-Gemeinde
Vakant
Brunnenstraße 10
19053 Schwerin
schwerin[at]selk.de
www.selk-schwerin.de

 

Unsere lutherische Kirche

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche

Die evangelisch-lutherische St. Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf gehört zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Wir sind:

 

Selbständig:

Der Begriff "Selbständig" kennzeichnet die Form der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Es geht der Evangelisch-Lutherischen Kirche um eine Selbständigkeit des lutherischen Gottesdienstes und des kirchlichen Lebens, die uneingeschränkt auf den Grundlagen der Heiligen Schrift und der evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften fußen. Dies bedeutet auch, dass wir unsere Angelegenheiten selbst regeln und wir uns durch Kirchbeiträge und Spenden finanzieren, die steuerlich absetzbar sind. Ebenso unterhält die lutherische Kirche eine staatlich anerkannte Theologische Hochschule in Oberursel/Taunus, an der die angehenden Pfarrer das Studium der Evangelischen Theologie ganz oder teilweise ableisten. Mission und Diakonie verstehen wir als Lebensäußerungen der Kirche, so dass wir ein eigenes Missionswerk - die Lutherische Kirchenmission - und verschiedenste kleinere und größere diakonische Eintrichungen unterhalten und finanziell tragen. Sowohl die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche als auch die evangelisch-lutherische St. Mariengemeinde sind Körperschaften des öffentlichen Rechts.

 

Evangelisch:

Als Kirche und Gemeinde sammeln wir uns um Gottes Wort, wie es im Alten und Neuen Testament zu vernehmen ist. In der Verkündigung hören wir einerseits etwas von unserer Schuld und Sünde andererseits wird die frohe Botschaft (Evangelium) von der Freiheit, die uns Jesus Christus geschenkt hat, bezeugt. Das ist evangelische - dem Evangelium gemäße - Kirche Jesu Christi.

 

Lutherisch:

Als lutherische Kirche sind wir gebunden an die Bekenntnisse der Alten Kirche, dem apostolischen Glaubensbekenntnis, dem Bekenntnis von Nicäa-Konstantinopel und dem Athanasianischen Glaubensbekenntnis. Als Bekenntniskirche gehören verbindlich die lutherischen Bekenntnisschriften mit dazu: Das ungeänderte Augsburger Bekenntnis und deren Apologie, der Kleine und Große Katechismus Dr. Martin Luthers, die Schmalkaldischen Artikel Luthers und die Konkordienformel. Hierauf sind die lutherischen Pfarrer in der Ordintion verpflichtet worden.

 

Kirche:

Wir sind Kirche Jesu Christi, weil bei uns Gottes Wort in seinem ganzen Reichtum in Gesetz und Evangelium verkündigt wird und die Sakramente, so gefeiert werden, wie Jesus Christus sie eingesetzt hat.

 

Wir sind eine offene Gemeinde, in der uns jeder herzlich willkommen ist!

Kindertaufe

Gottes Ja zur Kindertaufe

Immer wieder wird die Kindertaufe in Zweifel gezogen. Einmal wird gesagt, dass das Kind später selbst einmal entscheiden soll, was es möchte, oder aber die Säuglingstaufe wird aus vermeintlich biblischen Gründen abgelehnt. In der Geschichte der Kirche haben sich Gemeinschaften - Wiedertäufer - herausgebildet, die die Kindertaufe gänzlich ablehnen. Nicht nur wir als lutherische Kirche, sondern auch die evangelischen Kirchen, die römisch-katholische Kirche und die Orthodoxen halten an der Kindertaufe fest, weil sie biblisch begründet ist. Es ist sozusagen ökumenische Übereinstimmung Kinder zu taufen.


A) Die Gewaltherrschaft von Sünde, Tod und Teufel

Der Mensch steht ausnahmslos unter der Diktatur der Unheilsmächte Sünde, Tod und Teufel, egal welchen Geschlechtes, Herkunft oder Alters (!).

Der Apostel Johannes schreibt in 1. Johannes 1,8:
Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns.

Und der Apostel Paulus bezeugt in seinem Brief an die Römer:

Römer 2,11+12:
Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott. Alle, die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und alle die unter dem Gesetz gesündigt haben, werden durchs Gesetz verloren gehen.

Römer 3,11+19-20
Da ist keiner, der verständig ist, da ist keiner, der nach Gott fragt. (…) Wir wissen aber: was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, damit allen der Mund gestopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

Römer 5,12:
Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen hindurch gedrungen, weil sie alle gesündigt haben.

Schon diese wenige Bibelstellen zeigen, dass ausnahmslos alle Menschen Sünder sind. Gerade weil es kein Ansehen der Person vor Gott gibt, stehen auch Säuglinge unter dem Fluch der Auflehnung Gott gegenüber und der Neigung zum Bösen. Keiner (!) ist verständig und keiner (!) fragt nach Gott. Alle haben gesündigt. Alle Menschen wollen sein wie Gott, Herr der eigenen Entscheidungen und des Lebens sein. Dies ist die Hauptsünde, der alle Menschen unterworfen sind.


B) Die Freiheit von den Unheilsmächten Sünde, Tod und Teufel

Die Heilige Schrift bezeugt also, dass wir uns nicht aus eigener Kraft von Sünde, Tod und Teufel befreien können. Darum hat Gott seinen Sohn, Jesus Christus, in die Welt geschickt, hat ihn für uns am Kreuz sterben lassen und hat ihn auferweckt von den Toten. Christi Tod ist nicht Selbstzweck, sondern geschah für mich:

Der Apostel Paulus schreibt in Römer 5,6-8:
Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

Gottes Liebe zu den Menschen zeigt sich also darin, dass er die liebt, die nichts von ihm wissen wollen. Ja, Jesus Christus lässt sogar sein Leben für die Sünder, dem Gottlosen. Zu den Sündern und Gottlosen gehören sowohl Säuglinge als auch Erwachsene, wie wir unter dem Kapitel „Die Gewaltherrschaft von Sünde, Tod und Teufel“ gezeigt haben.

Die Frage ist nun, wie dieses Heil, dass Christus mit seinem Leiden, Sterben und Auferstehen erworben hat, heute ZU MIR kommt. Wie kommt diese Liebe Christi zum gottlosen, verlorenen Sünder? Der Apostel Paulus verbindet Christi Tod und Auferstehung mit der Taufe und somit mit meinem eigenen Leben:

Römer 6,3-11:
Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters auch in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, so dass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt, der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für alle mal, was er aber lebt, das lebt er Gott. So auch ihr haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.

Der Apostel Paulus macht hier deutlich, dass Jesus Christus sich fest mit dem Täufling (Mensch, der getauft wird) zusammenbindet. Christi Tod und Auferstehung, also seine Rettung für mich, wird durch die Taufe dem Täufling zugeeignet. Oder anders gesagt: Das, was vor gut 2000 Jahren auf dem Hügel von Golgatha geschah, die Erlösung für mich ein für allemal durch Christi Tod am Kreuz, wird mir in der Taufe persönlich übertragen und geschenkt. So sind die Gaben der Taufe Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit.

Auch Jesus Christus macht im Gespräch mit Nikodemus deutlich, dass die Taufe notwendig für die Gemeinschaft mit Gott, für das Heil eines jeden Einzelnen unabhängig seines Alters, ist:

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn, dass jemand (!) geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen (Johannes 3,5).

Um ins Reich Gottes zu kommen bedarf es also der neuen Geburt aus dem Taufwasser und der damit verbundenen Gabe des heiligen Geistes. Voraussetzungen für die Taufe jedweder Art nennt Jesus nicht.

Sehr deutlich macht es der Apostel Paulus in seinem Brief an Titus (Titus 3,4-8):
Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilandes, machte er uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat, durch Jesus Christus, unsern Heiland, damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unserer Hoffnung. Das ist gewisslich wahr.

Hier haben wir eine deutliche Verbindung zwischen Jesu Wort in Johannes 3 und dem Schreiben des Apostels Paulus an Titus. Wichtig in der Frage nach der Kindertaufe ist:

1. Jesus Christus macht uns selig nach seiner Barmherzigkeit.

2. Dies geschieht durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im hl. Geist (Taufe).

3. Durch Christi Gnade werden wir gerecht und bekommen als Erben das ewige Leben geschenkt.

4. Wir werden NICHT selig durch die Werke, die wir getan haben bzw. tun.

Ausgangspunkt in der Taufe ist Christus. Er ist derjenige, der am Menschen handelt. Von ihm geht die Aktion aus. Ausgeschlossen sind die Werke der Gerechtigkeit, die wir getan haben. Das heißt: Die Taufe beruht NICHT auf meine Entscheidung für Jesus, sie gründet sich NICHT auf meinen Glauben, sie ist NICHT davon abhängig, ob ich den Glauben kundtun kann oder nicht. NICHT der Mensch handelt hier in erster Linie, sondern Jesus Christus. Er ist das Fundament. Er ist der, der gibt. Er ist der, der schenkt:

Einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist Jesus Christus (1. Korinther 3,11).

Wir sehen also, dass die Taufe zum einen notwendig für das Heil ist und zum anderen, dass Christus der ist, der handelt und von dem die Aktion ausgeht. Wir Menschen sind Empfangende, Beschenkte und Begnadete. Und dieses Geschenk Christi gilt allen Menschen, den Großen, wie den Kleinen.

Darum können wir zunächst festhalten: Alle Menschen sind unter dem Fluch der Sünde, des Todes und des Teufels. Nicht einer vermag sich aus sich heraus für Gott zu entscheiden – Weißt du nicht, dass Gottes Güte dich zur Buße leitet? (Römer 2,4). Gottes liebevoller Rettungsplan ist es, den Menschen aus dieser unheilsvollen Gemeinschaft von Sünde, Tod und Teufel herauszureißen. Es ist Christi Tod und Auferstehung, die dem, der getauft wird, übertragen wird.

Die Taufe ist darum im persönlichen Leben DAS heilsentscheidende Ereignis. Derjenige, der getauft wird, wird von der gottfeindlichen Welt versetzt ins Reich Christi. Hierbei ist die Taufe ganz allein Gottes Gabe und Geschenk. Es ist nicht (!) mein Ja zu Gott, sondern Gottes JA (!) zu mir. Menschen, auch Säuglinge, die nicht getauft werden, bleiben solange in der unheilvollen Gemeinschaft mit den Verderbensmächten, bis sie getauft werden: Ohne die Taufe sind sie nicht von neuem geboren, bekommen nicht das, was Christus am Kreuz ein für allemal getan hat, geschenkt, werden nicht in den Leib Christi, der Kirche, eingegliedert, sind nicht Erben des ewigen Lebens, leben weiter als Feind Gottes und haben nicht den heiligen Geist.


Grundlage der Heiligen Taufe

Die Grundlage der Taufe ist die Einsetzung durch Jesus Christus in Matthäus 28,19-20. Christus spricht: Darum geht hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.

Jesus Christus selber gibt den Auftrag zu allen zu Völkern zu gehen. Zu einem Volk gehören auch Säuglinge und Kinder. Weiter ordnet er an auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen, und drittes sagt er, dass die Völker gelehrt werden sollen.

Ein Ausschluss von Säuglingen ist in Jesu Taufbefehl nicht enthalten. Eher das Gegenteil. Da zum Volk gleichermaßen Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Greise gehören. Alle sollen zu Jüngern Christi werden, indem sie getauft und dann unterwiesen werden.

Im Taufbefehl, also der Einsetzung der Taufe, ist also keine Einschränkung, wer die Taufe empfangen darf und wer nicht. Vielmehr sind alle Völker, alle Menschen, eingeladen auf den Namen des Dreieinigen Gottes getauft zu werden.

Dass Jesus die Kinder gerade mit in Gottes Reich einschließt wird auch am so genannten Kinderevangelium deutlich, wo es in Markus 10 heißt:

Und sie brachten Kinder zu ihm, dass er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen ist das Reich Gottes. Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Zunächst: Hier wird nicht ausdrücklich die Taufe erwähnt. Aber was können wir hier für unser Thema lernen:

1. Es gab Menschen, die brachten ihre Kinder zu Jesus. Vom Alter der Kinder ist hier keine Rede. Es ist auch keine Rede davon, dass die Kinder vorher ein Bekenntnis zu Christus abgelegt hätten, oder dass sie sich bekehrt haben.

2. Die Jünger wollten die Menschen daran hindern, die Kinder zu Jesus zu bringen.

3. Jesus rügt die Jünger und sagt für unser Thema entscheidendes.

4. Die Kinder sollen zu Jesus kommen. Ihnen soll die Gemeinschaft mit Jesus nicht verwehrt werden. Vielmehr sollen sogar die Kinder Vorbilder sein für die Erwachsenen. Die Erwachsenen werden von Jesus aufgefordert Gottes Reich zu empfangen wie die Kinder. Kinder lieben und vertrauen (glauben) dem Herrn Christus. Christus gewährt den Kindern Gemeinschaft mit ihm, indem er sie herzt (liebt), die Hände auf sie legt und sie segnet.

Das heißt: Jesus schließt die Kinder nicht aus dem Reich Gottes aus, sondern ausdrücklich mit ein. Ins Reich Gottes kommen wir, indem wir Gottes Kinder werden. Gottes Kinder werden wir durch die Taufe. Auch werden wir durch die Taufe in den Leib Christi (Kirche) eingegliedert.

Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden oder Griechen, Unfreie oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt, wie der Apostel Paulus in 1. Korinther 12,13 schreibt.

Immer wieder wird behauptet, dass in den Taufberichten gerade in der Apostelgeschichte nicht von Kinder-, sondern von der Erwachsenentaufe die Rede ist. Dies stimmt, da die Apostel in der Missionssituation waren. Dennoch wird uns des Öfteren in der Apostelgeschichte berichtet, dass nicht nur Einzelpersonen, sondern das „ganze Haus“ getauft wurde.

Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach. (Apostelgeschichte 16,15)

Und er ließ sich und alle die Seinen sogleich taufen (Apostelgeschichte 16,33)

Hierbei handelte es sich nicht um heutige Singlehaushalte, sondern um Großfamilien. Mit fug und recht kann man annehmen, dass auch Kinder zum „Haus“ und den Seinen gehörten.

Die Taufgeschichten in der Apostelgeschichte, wie beispielsweise der Kämmerer aus Äthiopien oder Paulus, werden gerne als Beleg für die Erwachsentaufe und als Ablehnung der Kindertaufe genommen. Hierzu ist zu sagen: Die Geschichten, sind die Geschichten Gottes mit einem konkreten Menschen. Weder sind wir heute Paulus noch der Kämmerer aus Äthiopien. Es ist Gottes Geschichte, die  er mit einem dieser konkreten Männer hatte. Auch fordern die Taufberichte aus der Apostelgeschichte von uns nicht, in gleicherweise wie damals zu verfahren. Es gibt keinen Wiederholungsauftrag. Das Grundmuster Glaube – Bekehrung – Taufe dieser Taufgeschichten darf nicht einfach auf alle Menschen übertragen werden. Zudem steht weder an dieser Stelle noch an einer anderen Stelle des Neuen Testaments, dass die Kindertaufe verboten sei.


Kinder glauben

Immer wieder wird behauptet, dass Kinder nicht glauben könnten. Mit welchem Recht wird dies behauptet? Außer Gott kann niemand ins Herz eines Menschen sehen, unabhängig von seinem Alter. Wird Kindern der Glaube abgesprochen, wird ein Urteil über sie gefällt, dass uns Menschen nicht ansteht zu treffen.

Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. Römer 14,10

Und Jesus Christus spricht in Matthäus 7,1-2: Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.

Über den Glauben oder Unglauben eines Menschen letztgültig zu urteilen steht uns Menschen nicht zu.

So haben wir auch kein Recht Säuglingen die Gemeinschaft mit Jesus Christus zu verweigern und sie vom ewigen Heil auszusperren. Der Herr selber bescheinigt den Kindern, dass sie fähig sind für das Reich Gottes (Markus 10 Bibelwort siehe oben).

Zudem hat der Glaube an Gott nicht in nur mit Verstand zu tun. Vielmehr bedeutet Glauben auch Vertrauen (pistis: griechisch: Glaube, Vertrauen). Schon bevor Kinder Mama und Papa sagen können, wissen sie wer ihre Eltern sind, wo sie sich geborgen fühlen und wem sie vertrauen können. Säuglinge und Kinder haben eine Beziehung zu Gott, wie König David in Psalm 8,3 sagt: Aus dem Munde der Kinder und Säuglinge (!) hast du eine Macht zugerichtet


Taufe nur einmal - Umkehr jeden Tag

Im Gegensatz zu einer einmaligen Bekehrung, spricht das Neue Testament davon, dass Gottes Güte uns immer  wieder, jeden Tag neu zur Umkehr leiten will (Römer 2 Bibelwort, siehe oben). Ein einmaliges Bekehrungsdatum spielt hierbei keine Rolle. So wie sich die leibliche Geburt nur einmal vollzieht, wird auch die Taufe nur einmal gespendet. Dass Christen ihr Leben nach den 10 Geboten ausrichten und sich zu Christus bekennen, soll jeden Tag stattfinden. Es verhält sich ähnlich, wie bei unserer leiblichen Geburt. Wir sprechen von unserer Geburt im Passiv (ich wurde geboren). Als Christ werde ich auch geboren. Auch hier sind wir nicht die Handelnden. Es ist allein der Dreieinige Gott, der an dem Menschen handelt. Darum taufen wir auch Säuglinge. An uns geschieht die Taufe, ohne dass wir uns durch eigene Leistungen oder eigene Bekenntnisakte ins rechte Licht rücken müssen. In der Heiligen Taufe werden wir angestrahlt mit Gottes Licht. Gott entzündet unseren Glauben. Er setzt den Anfang. Das Christsein beginnt nicht mit mir und meinen Entscheidungen, sondern mit der Taufe. Mit der Taufe stellt Gott mich auf ein sicheres Fundament, einen sicheren Grund: Einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus (1. Korinther 3,11). Denn sowohl die Bekehrung kann durch Anfechtungen zunichte gemacht werden als auch meine Bekenntnisse durch Glaubenszweifel. Christus als das Fundament im Leben und im Tod ist sicher, fest und unverrückbar. Auf Christus kann ich bauen und bin fest gegründet. Wer als Kind getauft wurde und meint sich als Erwachsener noch einmal taufen lassen zu müssen, straft Gott einen Lügner, der ihn in seinen Bund aufgenommen hat, verlästert Gott, weil er seine Gnade, die er in der Taufe geschenkt bekommen hat, wegwirft, hält Gott für einen Gauner, weil er sein Erbe, das ewige Leben, für nichts erachtet. Darum ist Wiedertaufe Sünde vor Gott. Wer sich wieder taufen lässt, schließt sich selbst damit aus der Kirche aus.


Beschneidung und Taufe

Die Zugehörigkeit zum Volk Israel findet sein sichtbares Zeichen in der Beschneidung. Auch Jesus wurde acht Tage nach seiner Geburt beschnitten: Als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden musste, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war (Lukas 2,21).

War die Beschneidung das Zeichen für die Aufnahme und Zugehörigkeit zum Volk Israel, so ist es heute Taufe, das das wirksame Sakrament ist und uns ins Reich Gottes aufnimmt.

Der Apostel Paulus zieht die Parallele in Kolosser 2,11-12:
In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht, als ihr nämlich euer fleischliches Wesen abgelegt in der Beschneidung durch Christus; mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.

So wie schon die Säuglinge durch die Beschneidung zum Volk Israel gehörten, so ist es nach Paulus mit der Taufe. Auch hieraus lässt sich ableiten, dass die Kindertaufe mit den Aussagen der Bibel vereinbar ist.

Es bleibt also abschließend festzuhalten: Alle Menschen sind eingeladen sich auf den Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes mit Wasser taufen zu lassen. In der Bibel findet sich kein Verbot der Kindertaufe. Im Gegenteil! Vielmehr bedürfen auch schon die Säuglinge der Erlösung durch Jesus Christus. Und dieses bietet der Herr den kleinen Kindern auch an. Darum: Gottes JA zur Kindertaufe.

 

Gebete & Bekenntnisse

Das Vaterunser
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute.  Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen.

Das apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, Eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen


Das Bekenntnis von Nicäa-Konstantinopel
Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist. Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird. Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohne ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat. Und die Eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt. Amen.

 

Luthers Morgensegen
Des Morgens, wenn du aufstehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser. Willst du so kannst du dieses Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tagauch behüten vor Sünden und allem Übel, dass dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

 

Luthers Abendsegen
Des Abends, wenn du zu Bette gehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, Amen.

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser. Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

 

Ein Abendgebet aus der Alten Kirche
Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr, und es senke sich herab auf uns dein Erbarmen. Dein ist der Tag, und dein ist die Nacht. Lass im Dunkel uns leuchten das Licht deiner Wahrheit. Geleite uns zur Ruhe der Nacht und dereinst zur ewigen Vollendung. Amen.

 

Abendgebete für jeden Wochentag

Sonntagabend
Danke, lieber Vater im Himmel, für den Segen dieses Tages, für deine Güte und Liebe, die wir heute im Gottesdienst erfahren haben. Danke auch für die Gemeinschaft mit dir und mit allen, die wir heute getroffen haben. Herr, lass dein Wort unser Licht bleiben, auch in der Dunkelheit unsers Lebens. Sei du unser Licht in der neuen Woche. Mache deine Kirche stark durch deinen Heiligen Geist und schenke uns Liebe untereinander. Lass uns jetzt ausruhen in deinem Frieden, schenke uns Geborgenheit in dieser Nacht und wecke uns morgen früh fröhlich und gesund wieder auf. Amen.

Montagabend
Danke, lieber Vater im Himmel, für den Beruf, für die Gesundheit und Kraft an diesem Tag. Segne du die neue Arbeitswoche. Bewahre uns vor Hetze, vor Stress und dem Druck des Terminkalenders. Schenke auch in dieser arbeitsreichen Woche genügend Zeit zur Entspannung, Zeit mit der Familie zu verbringen, Zeit mit meinem Ehepartner zu verleben. Behüte uns vor falschem Ehrgeiz und Egoismus. Öffne die Augen für das, was wirklich nötig ist. Gib mir auch die Freiheit, das zu unterlassen, was nicht wichtig ist. Amen.

Dienstagabend
Herr, ich bin fröhlich und freue mich. Du, Herr, bist mein Heiland. Du siehst auch mich jeden Tag und vergibst mir meine Schuld. Deine Güte ist so unendlich und deine Liebe unbegreiflich. Auf dich kann ich mich verlassen. Darum sage ich dir, dass ich nicht so gedacht, gehandelt und geredet habe, wie ich es nach deinem Willen hätte tun sollen. Vergib diese Versäumnisse und wende alles zum Besten. Meine Hoffnung und meine Freude setze ich ganz auf dich. Du machst es wunderbar mit uns, auch wenn wir jetzt noch nicht sehen, wohin die Reise geht. Aber du bist an unserer  Seite, du treuer Herr und Gott. Amen.

Mittwochabend
Danke Herr, dass wir diesen Tag unter deinem Schutz zurück in deine Hände legen können. Herr, wandele das in Segen, was uns Angst und uns schwer zu schaffen macht. Herr Jesus Christus, du suchst Zeugen deiner Liebe. Erfülle uns mit deiner Liebe, damit wir bereit sind davon weiter zu geben und weiter zusagen. Lass uns nicht Müde werden. Nimm unsere Hände zum Helfen, Heilen und Versöhnen. Wir möchten in deiner Nachfolge stehen. Gib uns dazu auch die notwendige Kraft. Vergib bitte, wo wir heute nur an uns gedacht haben und versucht haben die eigenen Interessen durchzusetzen. Lass uns und alle unsere Lieben Schlafen und Ausruhen in deiner Hand. Amen.

Donnerstagabend
Herr Jesus Christus, du bist der gute Hirte. Wir wissen, dass du es gut mit uns meinst. Darum vertrauen wir dir und wissen uns in dir geborgen. Herr, lass uns bei dir unser Zuhause suchen und Frieden bei dir finden. Herr, sei du auch bei deiner Kirche. Stärke auch unseren Pfarrer und alle Pfarrer. Lass sie nicht verzweifeln, sondern schenke ihnen Freude dein Wort zu bezeugen. Sei du auch bei deiner Gemeinde, in der dein Wort gepredigt und deine Sakramente ausgeteilt und empfangen werden. Sei du auch bei den Missionaren in der ganzen Welt. Gib ihnen Ausdauer. Sei auch bei denen, die ein gebrochenes Herz haben und keinen Mut zum Leben. Gib ihnen Heilung und neuen Mut. Bitte, schenke uns neu den Glauben und lass uns in dir wachsen. Herr, dort wo Streit und Unfrieden herrschen, schaffe Frieden und Versöhnung. Darum bitten wir dich, vergib, wo wir Unfrieden und Unruhe gestiftet haben. Gib uns die Kraft, neu aus deinem Frieden zu leben und die Hand zur Versöhnung auszustrecken. Amen.

Freitagabend
Herr Jesus Christus, unter deinem Kreuz können wir uns aufrichten und die Last unseres Lebens bei dir abgeben. Danke, dass du für uns gestorben bist und wir deshalb frei sind. Du bist der, der die Macht des Todes zerbrochen hat und ewiges Leben schenkt. Dafür danken wir von ganzem Herzen. Herr, wir danken dir für allen Schutz und Segen an diesem Tag und bitten dich: Vergib, wo wir schwach, launisch und unzuverlässig waren. Schenke uns deinen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Herr, wir bitten dich auch für die, die im Leben gestolpert sind und auf die falsche Bahn gekommen sind. Hilf denen auf, die in Schuld und Sünde gefangen sind und bringe die zurück, die ein Leben ohne dich führen wollen. Erfrische die mit neuem Lebensmut, die an der Last des Lebens, den Sorgen und Nöten zu zerbrechen drohen. Richte die auf, die es schwer haben in ihrem Leben. Suche sie alle mit deiner Liebe und lass sie deine Nähe in dieser Nacht erfahren. Lass auch uns mich in dieser Nacht ausruhen, damit wir Morgen früh wieder aufwachen, um dich zu loben und zu preisen. Amen.

Samstagabend
Herr, am Ende der Woche danken wir dir für alles, was gelungen ist und sagen dir alle kleinen und großen Dinge, die uns durch den Kopf gehen. Nimm uns das, was vergangen ist ab, und lass uns mit deiner Hilfe mutig nach vorne sehen. Mache uns los von Schuld durch dein Vergebungswort. Segne du den Weg zu dir. Gib Kraft dafür aus deinem Wort und durch deinen wahren Leib und Blut im Heiligen Abendmahl. Wir bitten dich, lass uns Ruhe finden in deiner Gegenwart. Wir bitten dich für alle Gemeindeglieder. Segne morgen den Gottesdienst. Sei du bitte auch bei denen, die wir lieb haben. Halte du sie mit uns verbunden unter deinem Schutz und in deinem Frieden. Wir bitten dich aber auch für alle, die uns fremd sind,die wir nicht mögen und uns zur Weißglut bringen: Schenke uns Frieden, überbrücke unsere Ablehnung durch deine Liebe und lass uns lernen miteinander zu leben. Wir bitten dich für alle, die einsam sind. Gib uns den richtigen Blick für diese Menschen und lass uns für sie Wegbegleiter werden. Herr, sei auch bei denen die im Sterben liegen. Lass sie deine Nähe erfahren und trage du sie hinüber in deine neue ewige Welt. Herr, wir warten auf deinen großen Tag. Lass uns auch in dieser Nacht dein Licht scheinen und wecke du uns morgen früh auf. Segne du morgen den Sonntag, wo wir dein Wort hören und im Heiligen Abendmahl den wahren Leib und das wahre Blut deines Sohnes empfangen. Herr, segne uns in dieser Nacht, lass uns ausruhen in deinem Frieden und wecke uns morgen früh fröhlich auf. Amen.

 

Fürbittengebet am Gedenktag des Erzmärtyrers Stephanus und Gedenktag der verfolgten Christen

Liturg zur Gemeinde:
Im Frieden lasst uns beten durch unseren Herrn Jesus Christus.

Lektor zur Gemeinde:
Für die verfolgten Christen, dass der Herr sie durch sein Wort stärke und durch die Kraft des wahren Leibes und Blutes im Heiligen Abendmahl fest mache / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr, erbarme dich.

Lektor:
Für alle, die um ihres Glaubens an Jesus Christus willen im Gefängnis sitzen, dass der Herr ihnen Mut schenke durchzuhalten und für ihre Familien, dass sie nicht verzweifeln / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr, erbarme dich.

Lektor:
Für alle Christen, die aus ihren Häusern vertrieben wurden, dass sie bald ein neues und sicheres Zuhause finden / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr, erbarme dich.

Lektor:
Für alle, die ihr Leben als Märtyrer geopfert haben, dass sie das schauen dürfen, was sie geglaubt haben / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr, erbarme dich.

Lektor:
Für alle Christen, die aufgrund der Verfolgung Menschen zu Grabe getragen haben und nun alleine sind, dass sie Mitchristen finden, die ihnen in ihren Nöten helfen und beistehen / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr, erbarme dich.

Lektor:
Für alle, die wegen der Verfolgung kein Geld mehr haben, dass sie Mittel und Wege finden, um an Kleidung und Nahrung zu gelangen / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr, erbarme dich.

Lektor:
Für alle Christen, die ausgelacht und verspottet werden, dass sie sich dennoch zu Jesus Christus als Heiland der Welt bekennen / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr, erbarme dich.

Lektor:
Für die verfolgten Pfarrer und Bischöfe, dass sie auch in der schwierigen Zeit der Verfolgung ihrer Verantwortung für ihre anvertrauten Gemeinden in der Treue zu Jesus Christus gerecht werden können, dass sie weise und umsichtig zum Wohl der Kirche handeln und in allem dem Dreieinigen Gott die Ehre geben / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr, erbarme dich.

Lektor:
Für die, die unsere Schwestern und Brüder benachteiligen, quälen, foltern und umbringen, dass sie durch das Zeugnis der Christen umkehren und zum Glauben an den Erlöser Jesus Christus finden / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr erbarme dich.

Lektor:
Für uns alle, dass wir unseren verfolgten Schwestern und Brüdern im Gebet und in Taten der Liebe beistehen, dass wir denen, die unsere Hilfe und Zuwendung brauchen, nicht vergessen / lasst uns beten:

Gemeinde:
Herr, erbarme dich.

Liturg zum Altar:
Herr Gott, himmlischer Vater, das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche. Blicke freundlich auf deine verfolgte Christenheit: mache ihrer Not und ihrem Leiden ein Ende. Erbarme dich ihrer und unser durch unseren Herrn Jesus Christus, dem Herrn aller Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Gemeinde:
Amen.

Heilige Beichte

Neu anfangen – die große Chance der Beichte
Das es im Leben nicht immer glatt und problemlos läuft, ist eine gemeinhin menschliche Erfahrung. Die Bibel benennt dies und bezeichnet es als Schuld gegenüber unseren Mitmenschen und Sünde Gott gegenüber. Wenn die Bibel von Schuld und Sünde spricht, nimmt sie nicht menschliche Maßstäbe als Richtschnur. „Ich bin doch ein ganz anständiger Mensch, halte mich an die Gesetze, Spende für einen guten Zweck und gehe, zumindest meistens, ordentlich mit meinen Mitmenschen um.“ Das will hier auch keiner bestreiten, dass dem so ist. Dennoch sind das menschliche Richtlinien. Nach Gottes Bestimmungen (10 Gebote) sieht das anders aus. In Gottes Augen scheitern wir tagaus tagein an den 10 Geboten. Schuld und Sünde sind nach Aussage der Bibel das Hauptproblem der Menschen. Die Bibel sieht das ganz realistisch. Es nützt nichts diese Tatsache zu verdrängen, weil es in uns trotzdem weiter wühlt und arbeitet. Die Lutherische Kirche redet von Schuld und Sünde, weil es einmal die Bibel macht, dann aber auch weil es die Wirklichkeit der menschlichen Existenz ist. Gottes Wort und auch die Lutherische Kirche nehmen den Menschen, gerade auch in seinen Unzulänglichkeiten und Verfehlungen, ernst. Schuld und Sünde auf der einen Seite und Gemeinschaft mit dem heiligen Gott passen nicht zueinander. Die Frage ist, wie dieser garstige Graben überwunden werden kann und Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wieder hergestellt werden kann. Die hl. Beichte ist nach lutherischem Verständnis das 3. Sakrament nach der hl. Taufe und dem Hl. Abendmahl.


Auftrag!
Jesus Christus hat der Kirche den Auftrag und die Vollmacht gegeben Sünden zu vergeben oder aber, wenn ein Mensch nicht von seinem alten Leben umkehrt, die Sünden zu behalten: „Jesus sprach zu seinen Jüngern: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten“ (Johannes 20,21-23).


Zwei Seiten der Beichte!
Zur Beichte gehört einmal, dass wir unsere Schuld, Sünde, unser Sündersein eingestehen und dann das lösende Wort, den Zuspruch der Vergebung Gottes unter Auflegen der Hände durch den Pfarrer empfangen. Es ist unser Herr Jesus Christus selber, der von der Schuld und Sünde freispricht. Er macht dies durch den Mund des Pfarrers und unter Handauflegung des ordinierten Geistlichen. Der Freispruch kommt von außen. Kein Mensch kann sich selber freisprechen. Ziel der Lossprechung ist, dass das alte Leben mit der Vergangenheit unwiderruflich hinter uns liegt. Aus Gottes Vergebung leben wir frei und wir können unseren Alltag aus Gottes Gnade und Vergebung gestalten.


Wer darf beichten?
Christen, die mit ihrer Schuld und Sünde nicht mehr aus noch ein wissen, diejenigen, die vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens stehen, diejenigen, die verzweifelt sind und Angst vor der Zukunft oder dem Tod haben, diejenigen, deren Vergangenheit ihre Gegenwart bestimmt.


Was soll gebeichtet werden?
Vor Gott sollen wir alle Schuld und Sünde bekennen, auch die, die wir nicht erkennen. Vor dem Pfarrer aber brauchen wir nur die Sünden bekennen, die wir wissen und im Herzen fühlen.


Drei Formen der Beichte!
Einmal die Bitte um Vergebung im Gebet. Im Gebet dürfen wir auf Grund unserer Taufe alles vor unseren himmlischen Vater bringen: Mein Gewissen, das mich quält, Glaubensnöte, Übertretungen, Lieblosigkeit… Weiter gibt es das Beichtgespräch unter Christen. Hat der eine etwas auf dem Herzen, geht der andere auf ihn ein. Dem Beichtenden wird es dann sehr helfen, wenn der andere ihn versteht, annimmt. Beide können sich im Gebet als Sünder dem gegenwärtigen Herrn anvertrauen.In der Lutherischen Kirche ereignet sich Beichte meist im Beichtgottesdienst – etwa in der Einzelbeichte (eines Christen vor einem Pfarrer in der Sakristei) oder in der gemeinsamen Beichte im Hauptgottesdienst. Nach erfolgtem Beichtgebet und Beichtfragen, spricht der Pfarrer unter Handauflegung den Beichtenden die Vergebung Gottes zu.


Einzelbeichte!
Martin Luther kannte nur die Einzelbeichte vor einem Pfarrer. Der Pfarrer ist zu absoluter Schweigepflicht genötigt. Das Beichtgeheimnis wird auch von Gerichten anerkannt und geachtet.

 
Ablauf einer Einzelbeichte!
In der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde wird die Beichte in der Sakristei gefeiert. Zunächst gibt es ein ausführliches Gespräch über das, was als Schuld und Sünde das Gewissen belastet. Dann erfolgt das Beichtgebet unter Nennung der konkreten Schuld und die Lossprechung von Schuld und Sünde im Namen des Dreieinigen Gottes unter Auflegen der Hände durch den Pfarrer.

 
Beichten - Wie oft?
Es besteht kein Beichtzwang. Wir sind aber immer wieder eingeladen zur Beichte zu kommen, Schuld und Sünde im Namen des Dreieinigen Gottes vergeben zu lassen und von ihm, durch ihn und mit ihm neu anzufangen. Es gibt im Leben von Menschen oftmals wunde Punkte, an denen der einzelne immer wieder schuldig wird. Auch hier gilt die Einladung oft zur Beichte zu kommen und von Gott im Glauben an Jesus Christus Vergebung zu erfahren.


Beichten!
Wenn Sie ein Gespräch zur Beichte und zur Seelsorge wünschen, melden Sie sich bitte bei Pfarrer Büttner. Er hat Zeit für Sie!


Neuanfangen – die große Chance der Beichte.
In der Beichte ist das möglich, was auf dieser Erde sonst nirgends möglich ist: Ein echter Neuanfang im Leben mit Gott und ein Neubeginn mit dem Mitmenschen im Alltag. DESHALB: Mut zur Beichte. Sie ist ein großer Schatz in unserer Lutherischen Kirche. Machen wir reichlich gebrauch davon.


Auszug aus dem Kleinen Katechismus von Dr. Martin Luther zum Thema Beichte:


Was ist die Beichte?
Die Beichte begreift zwei Stücke in sich: eins, dass man die Sünden bekenne; das andere, dass man die Absolution oder Vergebung vom Beichtiger (Pfarrer) empfange als von Gott selbst, und ja nicht daran zweifele, sondern fest glaube, die Sünden seien dadurch vergeben vor Gott im Himmel.

 
Welche Sünden soll man denn Beichten?
Vor Gott soll man aller Sünden sich schuldig geben, auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vaterunser tun. Aber vor dem Beichtiger (Pfarrer) sollen wir allein die Sünden bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen.

 
Auszug aus den Schmalkaldischen Artikeln von Dr. Martin Luther über die Beichte:

Die Absolution, die Wirkung der Schlüsselgewalt, ist auch eine Hilfe und ein Trost gegen die Sünde und das böse Gewissen; so ist sie von Christus im Evangelium gestiftet worden. Deshalb soll man in der Kirche die Beichte oder Absolution nicht in Abgang kommen lassen.


Der Beichtgottesdienst in der Evangelisch-Lutherischen Kirche:

Eingangslied

Pfarrer:
Der Friede des Herrn sei mit euch allen.

Gemeinde:
Amen.

Pfarrer:
Unser Herr Jesus Christus spricht zu Petrus: Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.

Und zu seinen Jüngern spricht der Herr:
Nehmt hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten..


Lasst uns beten:
Barmherziger Gott, bei dir ist Freude über jeden Menschen, der Buße tut. Du sagst Nein zu unserer Sünde, aber du lädst uns ein zu einem neuen Anfang. Wir danken dir, dass du so gütig bist. Gib uns den Mut umzukehren. Gib uns die Kraft, nach deinen Geboten zu leben. Wir bitten dich durch Jesus Christus, unseren Herrn,


Gemeinde:
Amen.


Beichtansprache oder Vermahnung


Pfarrer:
Lasst uns in der Stille vor Gott unsere Schuld bekennen.


Stille


Pfarrer.
Demütigt euch vor Gott, kniet nieder und kennt dem Herrn eure Sünde.

 

Pfarrer:
Lasst uns gemeinsam das Beichtgebet sprechen:

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, ich armer elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missetat, die ich begangen habe mit Gedanken, Worten und Werken, womit ich dich jemals erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr und ich bitte dich um deiner grundlosen Barmherzigkeit und des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, du wollest mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir alle meine Sünden vergeben und zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen. Amen.


Pfarrer.
Gott sei euch gnädig und stärke euren Glauben. Vor dem heiligen Gott frage ich einen jeden von euch. Bekennst du, dass du gesündigt hast und bereust du deine Sünden, so antworte: Ja

 
Beichtende:
Ja.


Pfarrer:
Begehrst du die Vergebung deiner Sünden im Namen Jesu Christi, so antworte: Ja.


Beichtende:
Ja.


Pfarrer:
Glaubst du auch, dass die Vergebung, die ich dir zuspreche, Gottes Vergebung ist, so antworte: Ja.


Beichtende:
Ja.

 
Pfarrer:
Wie ihr glaubt, so geschehe euch. In Kraft des Befehls, den der Herr seiner Kirche gegeben hat, verkündige ich als berufener Diener euch die Gnade Gottes. Tretet herzu und empfangt Gottes Vergebung.


Die Beichtenden treten nach vorne an den Altar und knien dort nieder. Der Pfarrer legt jedem Beichtenden die Hand auf und spricht:


Dir sind deine Sünden vergeben im Namen Gottes des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes.


Beichtende:
Amen.


Pfarrer:
Gehet hin im Frieden des Herrn.

 

Pfarrer:
Lasst uns Gott Dank sagen und beten:

Vater im Himmel, wir danken dir von Herzen, dass durch deinen eingeborenen Sohn eine ewige Versöhnung gestiftet und durch ihn auch uns Vergebung der Sünden geschenkt hast. Wir bitten dich: Bewahre uns in deiner Gnade, halte uns fest in Not und Anfechtung und gib, dass wir mit Christus in einem neuen Leben wandeln. Dir sei Ehre in Ewigkeit.

 
Gemeinde:
Amen.


Pfarrer:
Der Herr helfe euch seiner Vergebung fest zu vertrauen, in dieser Zuversicht zu bleiben und den Kampf zu bestehen, der uns bestimmt ist. Er gebe euch den Heiligen Geist, den Helfer und Tröster. Er bewahre euch zum ewigen Leben.


Beichtende:
Amen.

Accordion

The Widgetkit Accordion enables you to display a set of items in a compact space, by clicking on each items header it expands or collapses it's content section.

Features

  • Clean and very lightweight code
  • Responsive design to fit all device resolutions
  • Smooth transitions on content section toggle
  • Option to match automatically the height of varying content
  • Option to auto collapse or allow multiple opened items
  • Built with HTML5, CSS3, PHP 5.2+, and the latest jQuery version
  • Works with Joomla and WordPress

Example

Slide 1

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Headline

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Slide 2

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Slide 3

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Slide 4

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How To Use

The Widgetkit Accordion lets you easily create and manage all the accordions contents through the user-friendly Widgetkit administration user interface. After you have created an accordion you can load it anywhere on your website using shortcodes or the universal Widgetkit Joomla module or WordPress widget.

Map

The Widgetkit Map provides a simple solution for adding a map to your website. Various features let you customize the map like changing colors and adding markers or directions.

Features

  • Location selection with auto geocoding
  • Support for multiple map markers with text popups
  • Option to get the direction to the active marker
  • Support for custom map styles and colors
  • Uses the latest Google Maps API
  • Built with HTML5, CSS3, PHP 5.2+, and the latest jQuery version
  • Works with Joomla and WordPress

Direction Example

This map features all map controls, multiple markers and you can get the direction.

Color Scheme Example

Set or invert the hue, saturation, lightness and gamma of a map.

Minimal Example

This map has a fixed width, no controls and no markers.

How To Use

With the Widgetkit Map you can quickly create and manage simple maps with features like multiple markers, text popups and custom color schemes. Once you have created a map you can load it anywhere on your website using shortcodes or the universal Widgetkit Joomla module or WordPress widget.

Media Player

The Widgetkit Media Player is a HTML5 audio and video player completely built HTML and CSS. You can easily embed video files into your website by using the HTML5 video element. A Flash player fallback is included for all unsupported browsers.

Features

  • Native playback for modern HTML5 browsers
  • Supports MP4 (h.264), WebM, FLV, WMV and MP3 files
  • Completely built with HTML and CSS
  • Responsive design to fit all device resolutions
  • Same UI in all browsers
  • Create your own skins
  • Flash player fallback for unsupported browsers
  • Works with Joomla and WordPress

Examples

This is a MP3 Audio Sample:

How To Use

Use the HTML5 video element to embed video in your website. For example:

<video src="/video.mp4" width="320" height="240"></video>

You can also provide multiple sources, to add support for the different video formats like h.264, WebM or Ogg:

<video width="320" height="240">
	<source type="video/mp4"  src="/video.mp4" />
	<source type="video/webm" src="/video.webm" />
	<source type="video/ogg"  src="/video.ogv" />
</video>

Use the HTML5 audio element to embed MP3 files in your website. For example:

<audio src="/audio.mp3" type="audio/mp3"></audio>

Spotlight

The Widgetkit Spotlight allows you to add an overlay to your images which fades or moves in on mouse hover. The overlay can be an image or HTML content. The default magnifier spotlight is a perfect match to be used with a lightbox.

Features

  • Create nicely animated image overlays
  • Supports custom image or HTML content overlays
  • 5 different animation modes
  • Responsive design to fit all device resolutions
  • Built with the latest jQuery version
  • Works with Joomla and WordPress

Examples

If no custom overlay is set the default spotlight fades in an overlay with an magnifier image. If you define a custom overlay you can choose between different animations - fade, bottom, top, right and left.

How To Use

Use the HTML5 custom data attribute data-spotlight to activate the spotlight.

<a data-spotlight="on" href="/mypage.html">
	<img src="/image.jpg" width="180" height="120" alt="" />
</a>

To create a custom overlay use a div element with the CSS class overlay. You can set the effect parameter to the data attribute. For example:

<a data-spotlight="effect:bottom;" href="/mypage.html">
	<img src="/image.jpg" width="180" height="120" alt="" />
	<div class="overlay">Custom Overlay</div>
</a>

You can set the effect parameter to fade, bottom, top, right and left.

Lightbox

The Widgetkit Lightbox allows you to view images, HTML and multi-media content on a dark dimmed overlay without having to leave the current page.

Features

  • Display images, videos, HTML, Iframes, Ajax requests and SWF
  • Supports YouTube, Vimeo, MP4 (h.264), WebM and FLV movies
  • Group lightboxes and mix different content types
  • Responsive design to fit all device resolutions
  • Load other widgets in lightbox
  • 3 different opening and closing transitions
  • 4 different caption styles
  • Keyboard and mouse scroll wheel navigation
  • Build on the latest jQuery version
  • Works with Joomla and WordPress

Examples

Different animations - fade, elastic and none

Different title positions - float, inside and over

Various examples in one gallery (try also using the keyboard and mouse scroll wheel)

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Load Widgets In A Lightbox

Use #wk-ID to load widgets like slideshows or galleries in a lightbox. For example: Widgetkit Slideshow

<a data-lightbox="width:600;height:300;" href="#wk-10">Lightbox</a>

How To Use

Use the HTML5 custom data attribute data-lightbox to activate the lightbox. You can set various lightbox parameters to the data attribute. For example:

<a data-lightbox="width:1000;height:600;" href="http://www.wikipedia.org">Lightbox</a>

Here is a list of the most common parameters:

  • titlePosition - How should the title show up? (float, outside, inside or over)
  • transitionIn - Set a opening transition. (fade, elastic, or none)
  • transitionOut - Set a closing transition (fade, elastic, or none)
  • overlayShow - Set to true or false
  • scrolling - Set to yes or no
  • width - Set a width in pixel
  • height - Set a height in pixel
  • padding - Set a padding in pixel

Zehlendorf

Herzliche willkommen am Gottesdienst der St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf. Mit dem Gottesdienstort Steglitz bilden wir die St. Mariengemeinde. Wir freuen uns, dass Sie uns besuchen und wünschen Ihnen viel Freude, wenn Sie sich bei unseren Aktivitäten umschauen. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie auch unter der Woche bei einen oder mehreren Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde begrüßen könnten.

St. Marien in Berlin

Herzlich willkommen an unserem Gottesdienstort in Berlin-Zehlendorf. Wir freuen uns, wenn wir uns im Gottesdienst sehen können. Wir feiern unsere Gottesdienste sonntags und beginnen um 09:30 Uhr mit einer Beichtandacht und setzen den Gottesdienst um 10:00 Uhr nach einer kleiner Unterbrechung mit einem Abendmahlsgottesdienst fort. Herzliche Einladung. Ebenso freuen wir uns, wenn wir Sie zu einen unserer Gemeindegruppen begrüßen können. Schauen Sie doch mal vorbei.

Steglitz

Herzlich willkommen an unserem Gottesdienstort in Steglitz. Hier erfahren Sie mehr über unser Dreieinigkeitskirche und unser Missionsprojekt unter Migranten. Unsere Tür steht Ihnen offen.

Dummy Content

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Typography

You can create some beautiful content by using some simple HTML elements. The Warp theme framework offers some neat styles for all HTML elements and a great set of CSS classes to style your content. Basic HTML is very easy to learn and this small guide shows you how to use all styles provided by the Warp framework.

Basic HTML Elements

Here is a short demonstration of text-level semanticts. The <p> element creates a new paragraph. It will have some space before and after itself. To turn your text into hypertext just use the <a> element.

Text-Level Semantics

You can emphasize text using the <em> element or to imply any extra importance the <strong> element. Highlight text with no semantic meaning using the <mark> element. Markup document changes like inserted or deleted text with the <del> element or <ins> element. To define an abbreviation use the <abbr> element and to define a definition term use the <dfn> element.

Short List with Links

  • YOOtheme - Premium Joomla Templates and WordPress Themes
  • Warp Framework - Fast and Slick Theme Framework
  • ZOO - Content Application Builder
  • Stock Icons - For Web and Print Projects

Quotations and Code

Inline quotations can be defined by using the <q> element.

The <blockquote> element defines a long quotation which also creates a new block by inserting white space before and after the blockquote element.

To define a short inline computer code use the <code> element. For a larger code snippet use the <pre> element which defines preformatted text. It creates a new text block which preserves both spaces and line breaks.

pre {
    margin: 15px 0;
    padding: 10px;
    font-family: "Courier New", Courier, monospace;
    font-size: 12px;
    line-height: 18px;
    white-space: pre-wrap;
}
Use the <small> element for side comments and small print.

Useful CSS Classes

Here is a short demonstration of all style related CSS classes provided by the Warp framework.

Highlight Content

Drop caps are the first letter of a paragraph which are displayed bigger than the rest of the text. You can create a drop cap using the CSS class dropcap. To emphasize text with some small boxes use <em> element with the CSS class box.

This simple box is intended to group large parts of your content using the CSS class box-content.
This is a simple box to highlight some text using the CSS class box-note.
This is a simple box with useful information using the CSS class box-info.
This is a simple box with important notes and warnings using the CSS class box-warning.
This is a simple box with additional hints using the CSS class box-hint.
This is a simple box with download information using the CSS class box-download.

Use the CSS class dotted to create a dotted horizontal rule.


Tables

Create a zebra stripped table using using the CSS class zebra.

Table caption
Table Heading Table Heading Table Heading
Table Footer Table Footer Table Footer
Table Data Table Data Data Centered
Data Bold Table Data Data Centered
Table Data Table Data Data Centered

Definition Lists

Create a nice looking definition list separated with a line by using the CSS class separator.

Definition List
A definition list is a list of terms and corresponding definitions. To create a definition list use the <dl> element in conjunction with <dt> to define the definition term and <dd> to define the definition description.
Definition Term
This is a definition description.
Definition Term
This is a definition description.
This is another definition description.

Forms

Create a clearly arranged form layout with fieldset boxes using the CSS class box.

Form legend