Rückblick



Besuch aus Lettland und den USA - Gelebte Partnerschaften

Am 13. August besuchte Propst Andris Kraulins von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (ELKL) mit Gliedern seiner St. Johannesgemeinde Pinki unsere Mariengemeinde. Im Gottesdienst wirkten sowohl Propst Kraulins als auch der Organist der Johannesgemeinde mit.
Anschließend war beim Grillen Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen. Es war ein schöner und gelungener Tag, der uns die Möglichkeit geschenkt hat, die Partnerschaft mit Leben zu füllen. Allen, die zum Gelingen beigetragen haben, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.
Ebenfalls hatten wir an zwei Sonntagen im August Gäste aus unserer Schwesterkirche aus den USA – der Lutheran Church-Missouri Synod. Sowohl Prof. Dr. Benjamin Mayes, Dozent für Historische Theologie, als auch Prof. Dr. Jonathan Mumme, Dozent für Systematische Theologie, lehren am theologischen Seminar in Fort Wayne (Indiana). Beide wirkten in den Gottesdiensten mit und wir dokumentierten gelebte Kirchen- und Abendmahlsgemeinschaft.


Familiengottesdienst mit unserem Kindergarten und mit Segnung der Kinder
Am 17. September haben wir im Anschluss an den Beicht- und Abendmahlsgottesdienst gemeinsam mit unserem Kindergarten einen Familiengottesdienst gefeiert. Wir knüpfen an eine Tradition an, die bis zum Ende der Amtszeit von Pfarrer Kuhlmann Praxis gewesen ist. Kinder aus unserem Kindergarten und unserer Gemeinde haben mit ihren Eltern und teilweise auch mit ihren Großeltern diesen Gottesdienst gemeinsam gefeiert.
Im Gottesdienst haben wir Lieder gesungen, welche die Kinder schon kannten oder vorher im Kindergarten eingeübt haben. Auch die Predigt war ganz auf die Kinder und den Beginn des neuen Schuljahres abgestimmt. Die verschiedenen Dinge im Schulalltag haben eine tiefere Bedeutung erhalten. So meinte Pfarrer Büttner beispielsweise, dass man in der Schule auch nicht alles richtig mache und sich Fehler beim Rechnen oder beim Schreiben der Wörter einschleichen. Wer dies rechtzeitig bemerkt, kann seinen Fehler korrigieren, indem er seinen Radiergummi benutzt, die falsche Zahl oder das verkehrte Wort wegradiert. Fehler machen auch Menschen, nicht nur in der Schule, sondern auch im Verhältnis zu Gott und dem Nächsten. Auch wenn man selbst seine Fehler nicht ausradieren kann, hat Gott eine Art Radiergummi – nämlich Jesus. Er nimmt unsere Fehler auf sich und radiert sie aus. Wer zu Jesus kommt, dem vergibt er und er darf neu anfangen.
Auch andere alltägliche Schulsachen, wie einen Reflektor, Bleistift, Anspitzer und Brotbox legte Pfarrer Büttner aus. Im Gottesdienst sind außerdem die Dank- und Fürbittgebete vor Gott gebracht worden, die zuvor im Kindergarten von den Kindern als wichtiges Gebetsanliegen gesammelt und zusammengetragen worden waren. Jedes Kind wurde dann im Gottesdienst persönlich gesegnet. Zum Schluss bekamen die Schulanfänger eine Schultüte mit genau den Schulsachen, die Pfarrer Büttner in der Predigt ausgelegt hatte. Alle Kinder bekamen ein Holzkreuz geschenkt zum Zeichen, dass Jesus Christus an ihrer Seite ist.
Im Mai kommenden Jahres soll es erneut einen solchen Familiengottesdienst für Kindergarten und Gemeinde geben.


Gemeindegespräch im September
Am 24. September hat der Kirchenvorstand alle Gemeindeglieder zu einem Gemeindegespräch im Anschluss an den Gottesdienst eingeladen. Außerhalb der Tagesordnung einer Gemeindeversammlung soll der Gemeinde Gelegenheit gegeben werden, Fragen, Wünsche, Ideen an den Kirchenvorstand heranzutragen und sich aber auch über Entwicklungen in der Gemeinde informieren zu lassen. Gleichwohl ist dieses Format nicht dazu da, und auch nicht geeignet, Beschlüsse zu fassen. Bindende Beschlussfassungen kann es nur im Rahmen der dafür vorgesehenen Organe – Kirchenvorstand und Gemeindeversammlung – geben.
Dieses neue Gesprächsformat stieß auf reges Interesse. Befürwortet wurde, dass ein erneutes Gemeindegespräch stattfinden solle. Zur Vor- und Nachbereitung brauche es aber mehr und auch andere Mitarbeiter, um diejenigen, die oft gefordert sind, zu entlasten. Unser Kirchenvorsteher Oliver Sch. berichtete zunächst über die schon abgeschlossenen und die noch ausstehenden Bauprojekte. Abgeschlossen werden konnten verschiedene Maßnahmen im Haus, wie die Sanierung der Küche, und auf dem Gelände. Einen intensiven Austausch nahm das Thema „Klimatisierung der Kirche“ ein. Oliver Sch. berichtete über zwei verschiedene Konzepte. Besonders die Temperatur in der Kirche wurde diskutiert. Hier zeigt sich, dass die Wohlfühltemperatur personenabhängig ist. Neben dem Projekt, Klimatisierung der Kirche, erwähnte Herr Schöne die nötige Sanierung des „Kirchplatzes“ vor dem Kircheneingang. Die Platten heben sich und es besteht Stolpergefahr. Hier muss aber noch ein Konzept erarbeitet werden. Ebenso wird eine Sanierung, vermutlich auch Austausch, der Fenster hinten in der Kirche dringend nötig sein. Ebenso besteht größere Dringlichkeit, das Kirchdach zu erneuern. Der Starkregen des vergangenen Sommers hat gezeigt, dass hier  Handlungsbedarf besteht.
Ein weiterer Punkt war, dass beabsichtigt ist, das Werbeteam zu reaktivieren. Interessenten mögen sich bitte bei Herrn R. melden. Gebeten wurde zudem darum, dass abweichende Gottesdienstzeiten am Sonntag deutlicher in die Gemeinde kommuniziert werden sollten. Befürwortet wurde, dass nicht nur beim Auszug des Pfarrers beim letzten Lied(vers) während des Sakramentsgottesdienstes die Gemeinde steht, sondern auch schon zum Einzug zum Orgelvorspiel. Unterschiedlicher Meinung waren die Teilnehmer, ob zwischen Abkündigungen und Ansagen unterschieden werden sollte. Abkündigungen umfassen Kasualbekanntmachungen, wie Taufen, Trauungen, Beerdigung, die weiterhin an der gewohnten Stelle der Gemeinde im Gottesdienst bekanntgegeben werden sollen. Ansagen hingegen umfassen die Wochenveranstaltungen der Gemeinde. Zu fragen war nun, ob diese tatsächlich in den Gottesdienst zu integrieren seien oder ob diese nicht besser nach dem Schlusslied, vorgetragen evtl. von einem Kirchenvorsteher, und vor dem Orgelnachspiel erfolgen könnten. Hierüber soll weiter nachgedacht werden. Angeregt wurde, dass am 25. November ein Gartentag stattfinden soll, um den Garten winterfest zu machen. Bitte hier die Bekanntmachungen beachten. Unterschiedlicher Meinung waren die Anwesenden, ob am 4. Advent, er fällt in diesem Jahr auf den 24. Dezember, auch vormittags ein Beicht- und Abendmahlsgottesdienst angeboten werden soll, auch wenn an diesem Sonntag noch drei weitere Gottesdienste zum Heiligen Abend folgen werden. Hierüber wird der Kirchenvorstand entscheiden. Auch ein Brief eines Gemeindegliedes lag vor und wurde besprochen. Aktuell wird der Jugendraum hergerichtet, damit er für die Arbeit mit Jugendlichen genutzt werden kann.


Zahlreiche bauliche Erneuerungen und Verschönerungen in Haus und Hof
Seit 1985 war die bisherige  Gemeindeküche in Betrieb und wurde sowohl von der Gemeinde als auch vom Kindergarten reichlich genutzt. Nach so langer Zeit ist es nötig gewesen, die Küche grundlegend zu sanieren. Nachdem die alte Küche abgebaut und entsorgt worden ist, sind die Elektrik und die Boden- und Wandfliesen erneuert und die neue Küche montiert worden. Ein herzliches Dankeschön unserem Küchenteam, Angelika H. vom Kindergarten, Tatiana L. und Thomas F., aber auch Christiane W. für das Ausräumen. Herr F. hat nicht nur geplant und die Arbeiten überwacht, sondern handfest mit angepackt. Vielen Dank! Die Küche ist daher rechtzeitig zum Besuch unserer lettischen Gäste und zum Beginn des neuen Kindergartenjahres fertig geworden. Mit rund 16.000 Euro für die Sanierung der Küche sind die Kosten auch geringer ausgefallen als geplant. Hoffen wir, dass wir an dieser neuen Küche ebenso lange Freude haben dürfen wie an der alten.
Auch der Fußboden vor dem Erkerzimmer war nicht mehr zu retten. Ein Abschleifen war schlicht nicht mehr möglich. Daher musste der Fußboden in der ersten Etage komplett erneuert werden. Auch hier danken wir Herrn F., der sich dieser  Herausforderung gestellt hat. Dank seines Engagements haben wir nun auch wieder einen Fußbodenbelag, an dem wir hoffentlich lange Freude haben werden.
Unermüdlich hat Herr Jo R. nicht nur den Zaun zur Straße gemalert, sondern auch Treppenaufgänge und die Häuschen für den Kindergarten im Garten. Wir sagen für alle Malerarbeiten lieben  Dank und freuen uns darüber, dass durch den neuen Anstrich wieder alles frisch und freundlich ist.