Rückblick


Eine besinnliche Taizé-Andacht zum Ende des Kirchenjahres
Am Vorabend zum Ewigkeitssonntag, dem 24. November, haben wir in unserer St. Marienkirche eine Taizé-Andacht gefeiert. Das Licht in der Kirche war gedimmt und viele Kerzen brannten im Altarraum. Auch unser neues Taizé-Kreuz, besorgt und gebastelt von Sandra und Michael T., fand im Altarraum zur Andacht seinen Platz.
Langsam füllte sich die Kirche und es kamen überraschend um die 50 Gottesdienstbesucher, um nach der Ordnung von Taizé, mit Liedern aus Taizé, Lesungen aus der Heiligen Schrift und Gebeten vor Gott still zu werden. Ein Projektchor, unter der Leitung von Annette L., führte durch die Lieder, in welche die Gemeinde mit einstimmte. Am Ende der Andacht war die Meinung, dass wir diese Form der Andacht öfter miteinander feiern sollten.
Allen, die den Gottesdienst geplant und ausgestaltet haben, sei ganz herzlich gedankt. Die Kollekte am Ausgang war für dringend notwendige Sanierungsarbeiten in unserem Gemeindehaus bestimmt.



Ein Blick hinter die Türchen des „Lebendigen Adventskalenders“
Zum zweiten Mal überhaupt wurde in der vergangenen Adventszeit wieder zum „Lebendigen Adventskalender“ eingeladen. Drei Familien haben ihre Wohnzimmer geöffnet, um Gelegenheit zum gemeinsamen Advents- und Weihnachtsliedersingen zu geben. Annette L. begleitete die Lieder musikalisch. Es wurde aber nicht nur gesungen, sondern auch erzählt und so manche kleine Leckerei gegessen und dazu getrunken. Allen, die ihre Häuser geöffnet haben, besonders auch Annette L., vielen lieben Dank für diese Möglichkeit.



Allerlei zum Advent
Am Vortag zum 1. Advent haben wir mit „Allerlei zum Advent“ die Adventszeit eingeläutet. Unser Veranstaltungsteam um Annette L. hat sich wieder viel überlegt. Los ging es um 14.30 Uhr in der gemütlichen Kaffeestube. Kaffee, selbstgemachter Kuchen, aber auch Glühwein, konnten die Besucher genießen. So gestärkt konnte man dann zu den Adventsständen im Untergeschoss gehen. Adventsgestecke, Gebasteltes, Marmeladen, Liköre und vieles mehr konnten käuflich erworben werden. Auch die Bücherstube war geöffnet. Manches Buch, CD oder Schallplatte fanden neue Besitzer.
Im Aufenthalts- bzw. Tagungsraum unseres Gästehauses war der Besucher zum „Cookie-Walk“ – „Keks-Spaziergang“ eingeladen. Jedoch sollte man dort weder auf dem Keks noch sich auf den Keks gehen. Vielmehr warteten unzählige selbstgebackene Kekssorten in den verschiedensten Geschmacksrichtungen auf den Besucher. Freundlich und bedingt bedient, ist mancher mit etlichen Tüten von diesem Spaziergang zurückgekehrt.
Ab 17.00 Uhr haben wir uns dann zum Adventsund Weihnachtssingen in der Kaffeestube – im Gemeindesaal – getroffen. Begleitet wurden wir auf dem Piano von Annette L.. Jeder konnte sich aus dem Advents- und Weihnachtsheft, St. Marien singt, das im Vorjahr Thomas F. zusammengestellt hat, Lieder wünschen, die dann gesungen wurden. Rundherum war es ein schöner Nachmittag mit vielen guten Erinnerungen und schönen Momenten.
Dem Veranstaltungsteam und allen, die zum Erfolg beigetragen haben, sei ganz herzlich gedankt.



Alte und neue Weihnachtslieder: Gelungenes Krippenspiel
und tröstende Gottesdienste zum Heiligen Abend
Auch am vergangenen Heiligen Abend haben wir wieder ein wunderbares Krippenspiel erleben dürfen. Die alte, aber immer aktuelle Geschichte von Maria, Josef, den Hirten und den Engeln, und der Hauptperson – Jesus –, Herodes und den Weisen aus dem Morgenland, wurde uns eindrucksvoll vor Augen geführt. Viele neue Weihnachtslieder wurden von den Krippenspielern, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus unserer St. Mariengemeinde gesungen. Die Gemeinde am Heiligen Abend durfte hierbei immer wieder mit einstimmen. Natürlich sind auch die Lieder gesungen worden, die schon durch die Jahrhunderte hindurch Menschen die frohe Botschaft von der Geburt Jesu Christi nahegebracht und verkündigt haben. Auch das Lied, das im vergangenen Jahr seinen 200. Geburtstag feiern konnte, Stille Nacht, heilige Nacht, wurde im Original-Wortlaut mit seinen sechs Strophen gesungen. Werden alle Strophen gesungen, ist es längst nicht mehr so kitschig, sondern reiht sich in die Lieder ein, welche die Weihnachtsfreude verkünden.
Viele haben mitgewirkt, dass dieses Krippenspiel gelingen konnte: Krippenspieler, Regie, Musik, Kostüme, Küche, Layouter. Vielen herzlichen Dank dafür. Nach der Krippenspielandacht haben die Kinder noch kleine Geschenke bekommen. Draußen vor der Kirche empfing unser Posaunenchor und verabschiedete die Gottesdienstbesucher der Krippenspielandacht mit weihnachtlichen Klängen und lud gleichzeitig zur liturgischen Christvesper gleich im Anschluss an die Krippenspielvesper ein. Die einen wurden an der Tür vom Pfarrer verabschiedet, während die anderen schon zur zweiten Vesper in die Kirche strömten. So haben sich tatsächlich die vielen Gottesdienstbesucher die Kirchenklinke in die Hand gegeben. Die liturgische Vesper wurde von unserem Posaunenchor und Herrn Stümbke an der Orgel ausgestaltet. Danke für alle musikalische Begleitung. Zur Christnacht versammelte sich die Gemeinde um 22.00 Uhr. Dieser Gottesdienst wurde dankenswerterweise von Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D. geleitet.
Gesammelt haben wir nach diesen drei Gottesdiensten am Heiligen Abend für den Wiederaufbau des Kirchturms der Evangelisch-Lutherischen Johannesgemeinde in Pinki (Nahe Riga – Lettland). Der Kirchturm ist vor gut einem halben Jahr fast vollständig abgebrannt. Gott segne Geber und die Verwendung.
Auf vielfältige Weise ist mit diesen Gottesdiensten die Weihnachtsfreude verkündigt worden: Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk wiederfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr!



Erster Epiphanias-Empfang in St. Marien stößt auf reges Interesse
Erstmalig haben wir zum Epiphanias-Empfang eingeladen. Unserer Einladung ist Missionsdirektor Roger Zieger von der Lutherischen Kirchenmission (LKM) gefolgt. Denn in diesem Jahr fiel der 6. Januar auf einen Sonntag, sodass wir das Epiphanias-Fest, den Tag der Erscheinung des Herrn, mit einem Festgottesdienst sonntags feiern konnten. Im Mittelpunkt dieses Festes steht die Herrlichkeit Jesu Christi. Die Weisen aus dem Morgenland kommen, um dem Kind in der Krippe als König zu huldigen und es anzubeten.
Im Festgottesdienst hielt Missionsdirektor Zieger die Predigt über Johannes 1,14. Im Anschluss an den Gottesdienst haben wir uns beim Mittagessen gestärkt, bevor wir über verschiedene Themenkreise und Arbeitsfelder der LKM informiert worden sind. Anders als sonst bei uns üblich, haben wir nicht einen klassischen Vortrag gehört, sondern fast 2 Stunden in Form eines Interviews zwischen Pfarrer Markus Büttner und Missionsdirektor Zieger.
Im ersten Teil erläuterte Zieger den missionstheologischen Ansatz des vormaligen Missionsdirektors Friedrich Wilhelm Hopf, 1910-1982, Lutherische Kirche treibt lutherische Mission, und übersetzte diesen Leitgedanken in die heutige Zeit. Sodann stellte der Missionsdirektor die Lutherische Kirchenmission mit ihrem Standort in Bleckmar vor und erläuterte die Strukturen der LKM, auch im Kontext mit anderen Trägerkirchen im südlichen Afrika. Kirche Jesu Christi ist globale Kirche. Zum Ende des ersten Teils beantwortete Zieger Fragen zur Neustrukturierung der Stelle als Missionsdirektor. Ab 2020 wird das Missionsdirektorat zwar weiterhin mit einer vollen Stelle im Stellenplan abgebildet, sie soll aber umstrukturiert werden. So hat der Missionsdirektor künftig mit halber Stelle seine Aufgaben in der LKM zu erledigen und mit der anderen halben Stelle Dienst in einer Kirchengemeinde zu versehen. Während der Zeit seines Dienstes in der Kirchengemeinde sollen die Berufungsrechte der betroffenen Gemeinde ruhen.
Im zweiten Teil beantwortete Zieger Fragen zur Mission in Afrika, stellte die Missionsarbeit sowie sozial-diakonische Projekte in Südafrika und besonders auch in Mosambik vor.
Im dritten und letzten Teil stand die Arbeit in Leipzig mit der „Brücke“ und die Zusammenarbeit mit der dortigen Ev.-Luth. St. Trinitatisgemeinde unserer Kirche im Focus. Die Brücke, geleitet und betreut von Missionar Hugo Gevers und unterstützt von Mitarbeitern aus den USA und Deutschland, richtet sich in einem sozialen Brennpunkt sowohl an die einheimische Bevölkerung rund um die neu erworbene und sanierte Lukaskirche in Leipzig-Volkmarsdorf (geweiht 19. März 1893 am Sonntag Judika) als auch an Migranten vornehmlich aus dem Iran.
Zwischen den drei Teilen hatten die interessierten Zuhörer Gelegenheit zu Nachfragen. Auch wurden immer wieder Weihnachts-Epiphaniaslieder gesungen, um zu dokumentieren, dass Epiphanias ein Weihnachtsfest ist und zu den ältesten Festen der Christenheit gehört. Allen, die sich an diesem Tag auf verschiedenen Ebenen engagiert haben, sei ganz herzlich für ihren Einsatz gedankt.